25. September 2022 / 18:48 Uhr

Ex-DFB-Kapitän Philipp Lahm nimmt DFB-Team in die Pflicht: "Sollten mitreden" um WM-Titel

Ex-DFB-Kapitän Philipp Lahm nimmt DFB-Team in die Pflicht: "Sollten mitreden" um WM-Titel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Philipp Lahm (eingeklinkt) nimmt das DFB-Team vor der WM in die Pflicht.
Philipp Lahm (eingeklinkt) nimmt das DFB-Team vor der WM in die Pflicht. © IMAGO/Matthias Koch/Jan Huebner (Montage)
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Philipp Lahm sieht bei der Nationalmannschaft auch nach der Niederlage gegen Ungarn keine Krise. In der Vorbereitung auf die WM in zwei Monaten würden allerdings noch einige Aufgaben auf Bundestrainer Hansi Flick warten. Die Kritik an der Kapitänsbinde des DFB-Teams kann Lahm indes nicht verstehen.

Der frühere Nationalmannschaftskapitän Philipp Lahm sieht das deutsche Nationalteam nach der 0:1-Niederlage in der Nations League gegen Ungarn "nicht" in der Krise. "WM-Angst brauchen wir auch nicht haben. Aber es liegt noch Arbeit vor uns", sagte Lahm am Sonntag gegenüber Bild. Man müsse die wenige Zeit kurz vor dem WM-Start nutzen. Dass die Vorbereitung auf das Turnier vom 20. November bis 18. Dezember in Katar anders als bei Sommerturnieren sehr kurz ist, dürfe "keine Ausrede" sein: "Anderen geht es genauso. Wir sollten schon wieder ein Wörtchen mitreden um die WM", sagte der Weltmeister von 2014.

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Dass es beim deutschen Rekordmeister FC Bayern München gerade nicht läuft, habe auch Auswirkungen auf die Nationalelf. "Das kann man nicht so abschalten. Man nimmt so was schon mit und natürlich wäre es wünschenswert, wenn so ein Block beim Klub erfolgreich spielt, weil das Selbstvertrauen nimmt man mit", sagte der frühere Bayern-Kapitän.

Die Kritik an der als Symbol gedachten Kapitänsbinde der DFB-Elf und anderer großer Fußball-Nationen wie England, Frankreich oder den Niederlanden mit einer der Regenbogenflagge ähnelnden Farbgebung kann Lahm nicht ganz verstehen. "Es ist ein richtiges Zeichen, dass man sich zusammenschließt. Aber es muss nachhaltig sein und glaubwürdig vertreten werden in den nächsten Monaten bis hin zur Euro 2024 in Deutschland. Dass der Fußball auch eigene Symbole kreiert, finde ich eher positiv und ist eine Chance", sagte Lahm.

Die Binde sollte nach DFB-Angaben gar keinen Regenbogen darstellen. Die Botschaft des "One Love Armbands" soll sich vielmehr gegen jede Form von Diskriminierung wenden. Fan-Vertreter und Politiker übten Kritik. FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai sagte der dpa, es sei ein schlechter Versuch, niemandem auf die Füße zu treten - weder der Pride-Bewegung noch den Ausrichtern der WM.

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Die Rechtslage für Angehörige der LGBTIQ-Community in Katar steht derzeit im Zentrum der Kritik - mehr noch als die bedenkliche Lage für Gastarbeiter. Vertreter der LGBTIQ-Community raten bislang von einer Reise nach Katar ab. Die englische Abkürzung steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-Menschen, intergeschlechtliche sowie queere Menschen. Das Sternchen ist Platzhalter für weitere Identitäten und Geschlechter.

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