10. Juni 2019 / 19:55 Uhr

Ex-Dynamo Matthias Maucksch wird 50

Ex-Dynamo Matthias Maucksch wird 50

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Matthias Maucksch (l.) ist wieder Trainer bei Union Fürstenwalde - bereits zum dritten Mal.
Matthias Maucksch (l.) ist wieder Trainer bei Union Fürstenwalde - bereits zum dritten Mal. © imago/opokupix
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Dynamo Dresdens Bundesliga-Rekordspieler startet nach seinem Geburtstag mit einem neuen (alten) Team in die Saisonvorbereitung.

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Dresden. Es war ein ereignisreiches Jahr, das hinter Matthias Maucksch liegt. Innerhalb von zwölf Monaten drei Engagements als Cheftrainer anzutreten, das ist nicht alltäglich. So wird sich der frühere Dresdner Bundesliga-Profi (118 Einsätze für Dynamo, 51 weitere in der DDR-Oberliga) etwas weniger Veränderung und mehr Ruhe für das neue Lebensjahr wünschen, wenn er an diesem Dienstag mit seiner Familie seinen 50. Geburtstag feiert.

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20. September 1967 - erstes Europapokalspiel der SG Dynamo Dresden gegen die Glasgow Rangers. Austragungsort war das Steyer-Stadion. (@ Archiv Dresdner Fußball-Museum) Zur Galerie
20. September 1967 - erstes Europapokalspiel der SG Dynamo Dresden gegen die Glasgow Rangers. Austragungsort war das Steyer-Stadion. (@ Archiv Dresdner Fußball-Museum) ©
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Als Maucksch am 31. Mai 2018 bei den Sportfreunden Lotte als neuer Trainer vorgestellt wurde, da war er sehr froh, wieder in der 3. Liga arbeiten zu können: „Lotte ist ein geiles Sprungbrett“, sagte er bei seiner Vorstellung. Nach seiner Entlassung als Trainer von Dynamo Dresden im Frühjahr 2011 wollte der Dresdner in der dritten Profiliga einen neuen Anlauf nehmen – fern der Heimat, fern von altbekannten Gegebenheiten. „Ich kenne ja Traditionsclubs. Manchmal ist es einfacher, bei vermeintlich kleineren Clubs zu arbeiten“, sagte Maucksch damals. Schließlich war er zuvor mit Union Fürstenwalde in die Regionalliga aufgestiegen und hatte auch gleich den Klassenerhalt geschafft.

Mauksch im Trainerroulette bei Sporttfreunde Lotte

Doch seine Mission in Lotte, das schon in der Vorsaison vier Trainer „verbrannt“ hatte, endete früher als erwartet. Viel früher. Schon nach zwei Monaten probten die Spieler den Aufstand, als der Erfolg ausblieb und Maucksch professionelleres Arbeiten anmahnte. Als das Präsidium Verständnis für die Aktiven zeigte und seinen Wunschtrainer im Regen stehen ließ, machte der Sachse Schluss. Dabei hatte er sich bei seiner Unterschrift noch so darauf gefreut, wieder gegen einen seiner Ex-Vereine, den FC Energie Cottbus, antreten zu können. Doch daraus wurde nichts, denn ehe das Auswärtsspiel in der Lausitz anstand, war Maucksch weg. Unter seinem Nachfolger Nils Drube gewann die Mannschaft zwar ein paar Spiele, bevor es aber erneut kriselte und im April 2019 Ex-Trainer Ismail Atalan zurückkehrte, um am Ende doch mit den Weiß-Blauen abzusteigen.

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1. Juli 1986 bis 3. April 1990: Eduard Geyer Zur Galerie
1. Juli 1986 bis 3. April 1990: Eduard Geyer ©

Und Maucksch? Der feierte derweil eine Klasse tiefer den sicheren Klassenerhalt mit dem BFC Dynamo. Der einstige DDR-Serienmeister hatte den Dresdner im Januar als Feuerwehrmann geholt, um beim Tabellenvorletzten die Abstiegsgefahr zu bannen. Das schaffte „Maucke“ mit sieben Siegen und einem Unentschieden in der Rückrunde souverän. Die Weinrot-Weißen schlugen sogar Tabellenführer Chemnitz mit 2:1 und wurden am Ende Zwölfter. Mission erfüllt, alles gut? Nein, offenbar nicht, denn am 31. Mai bat Maucksch um Vertragsauflösung in Hohenschönhausen, obwohl er auf der Homepage mit den Worten zitiert wurde: „Es war eine sehr intensive und eine erfolgreiche Tätigkeit beim BFC.“

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Aber es passte nicht mehr, denn die Berliner haben finanzielle Probleme, ein großer Sponsor sprang ab. Es fehlt die Perspektive, die ein Club mit Erstliga-Vergangenheit braucht. Als sein Ex-Verein aus Fürstenwalde – Trainer André Meyer wollte zu seinem Bruder Daniel nach Aue – bei Maucksch anfragte, sagte der prompt zu. „Nach der Vertragsauflösung mit den Berlinern, wo er nicht zufrieden mit der Kaderplanung war, ging es ganz schnell“, sagte Pressesprecher Mitsch Rieckmann, „Verein, Spieler und Fans wissen, was wir an ihm haben.“

Zum dritten Mal ist Maucksch nun also Chef bei Union, das früher Dynamo Fürstenwalde hieß. Zwei Jahre läuft sein Vertrag. Brisante Duelle gegen Ex-Vereine des nunmehr 50-Jährigen wird es in der kommenden Saison auch geben: gegen den BFC und gegen Energie Cottbus, das wie Lotte aus der 3. Liga abstieg.

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