16. Juli 2021 / 09:00 Uhr

Ex-Dynamo Klotke zum Wechsel: „Kontakt nach Radebeul ist nie abgerissen“

Ex-Dynamo Klotke zum Wechsel: „Kontakt nach Radebeul ist nie abgerissen“

Jürgen Schwarz
Dresdner Neueste Nachrichten
Tommy Klotke Interview
Tommy Klotke blickt optimistisch in die neue Saison. © Steffen Manig
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Tommy Klotke kickt künftig gemeinsam mit Oliver Merkel für den RBC. Beide kennen sich bereits aus dem Dynamo-Nachwuchs. Beim CFC leitet der 28-Jährige weiterhin die Bereiche Marketing und Vertrieb.

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Dresden. Beim Fußball-Landesligisten Radebeuler BC wird am 13. August die Saison 2021/22 im Weinbergstadion eröffnet. Zu Gast wird der SC Freital sein. Wenige Tage zuvor weilen die Karl-May-Städter in Kiew, bestreiten dort das letzte Testspiel. Mit Oliver Merkel (29) und Tommy Klotke (28) hat sich der RBC mit zwei ehemaligen Regionalliga-Kickern verstärkt. Beide kommen vom Liga-Konkurrenten Eintracht Niesky. Nach der Ausbildung im Nachwuchsleistungszentrum von Dynamo Dresden wechselte Klotke 2014 zu Budissa Bautzen und kam über den VFC Plauen zum Bischofswerdaer FV, wo er wieder mit dem ein Jahr älteren Merkel zusammentraf.

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SPORTBUZZER: Tommy, ist es Zufall, dass Sie – wie 2020 – wieder mit Oliver Merkel zusammen wechseln?

Tommy Klotke: Nein, das ist kein Zufall. Oliver und ich kennen uns bereits aus dem Dynamo-Nachwuchs sowie der Zeit in der U23 der Schwarz-Gelben. Seither sind wir nicht nur Kollegen auf dem Fußballplatz, sondern dicke Kumpels in einem breiten Freundeskreis. Der Sport, speziell der Fußball verbindet. Daher wollten wir unbedingt weiterhin gemeinsam mit Freunden wie Fernando Lenk, Oliver Birnbaum oder Robin Huth auf dem Platz stehen.

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Was gab den Ausschlag für den RBC?

Der RBC hat sich in den vergangenen Jahren stets um mich bemüht und der Kontakt nach Radebeul ist nie abgebrochen. Ich freue mich auf die neue Aufgabe und zahlreiche gemeinsame Erfolge.

Fokus auf die Arbeit legen

Sie arbeiten seit April 2020 als Vermarktungsmanager beim Chemnitzer FC. Warum spielen Sie nach 155 Regionalliga- und Oberligaspielen nicht für den CFC in der 4. Liga?

Ich habe mich im April 2020 bewusst für den beruflichen Wechsel zum Chemnitzer FC entschieden. Wir hatten im vergangenen Jahr zahlreiche Herausforderungen und Tiefpunkte zu meistern. Nach dem Beginn der Corona-Pandemie und den fehlenden Fans im Stadion folgte der Abstieg aus der 3. Liga sowie die große Unterstützeraktion zur Beendigung der Insolvenz. Mit viel Mut, Akribie und Geschlossenheit, gemeinsam mit unseren Fans und Sponsoren, ist es gelungen, all diese Herausforderungen zu bewältigen und ein authentisches Profil zu entwickeln.

Welche Aufgaben decken Sie beim CFC ab?

Seitens der Geschäftsführung wurde mir im Dezember 2020 die fachliche und organisatorische Leitung der Bereiche Marketing und Vertrieb übertragen. Für dieses Vertrauen bin ich sehr dankbar und möchte es mit weiterhin professioneller Arbeit zurückzahlen. Ich habe für mich reflektiert, dass ich meinen weiteren Weg auf beruflicher Ebene gehen möchte und den Sport als positiven Ausgleich sehe. Der CFC ist ein absoluter Traditionsverein – seine Fans, seine Mitglieder und Sponsoren verpflichten zu Höchstleistungen. Daher möchte ich den Fokus gezielt auf meine Arbeit legen.

Sie standen bei Dynamo Dresden 2013 einmal im Zweitligakader. Was hatte diese Nominierung bei Ihnen ausgelöst?

Wie einst Dalai Lama sagte, bewerte ich meine Erfolge daran, was ich aufgeben musste, um sie zu erzielen. Wenn man den Weg durch ein Nachwuchsleistungszentrum geht und nebenbei das Abitur und das Studium absolviert, muss man auf vieles verzichten. Das Ziel vor Augen, irgendwann einmal in einem Stadion wie der Allianz-Arena im Profikader zu stehen, war Antrieb und Motivation zugleich. Ich musste mich gegen zahlreiche Talente durchsetzen, um die Chance auf dieses Erlebnis zu erhalten. Die Erinnerungen an diesen Tag bereiten mir immer noch Gänsehaut aus.

Als Einheit zusammenwachsen

Wie lautet die sportliche Zielstellung?

Die sportliche Zielsetzung gibt das Präsidium in enger Absprache mit dem Trainer vor. Wenn wir schnell als echte Einheit zusammenwachsen, bin ich optimistisch, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen können.

Mehr als sieben Monate gab es kein Mannschaftstraining und keine Punktspiele. Wie haben Sie sich im Lockdown fitgehalten?

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Ich habe das Rennradfahren auf dem Elberadweg für mich gewonnen. Darüber hinaus haben wir mit einigen Kumpels eine Lauf-Challenge ins Leben gerufen. Jedoch ersetzt nichts davon das Mannschaftstraining.