23. April 2019 / 16:46 Uhr

Ex-Eicheder Oliver Zapel spricht über seinen neuen Trainerjob bei Drittligist Fortuna Köln

Ex-Eicheder Oliver Zapel spricht über seinen neuen Trainerjob bei Drittligist Fortuna Köln

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
LN-Sportreporter Volker Giering interviewt Fussballlehrer Oliver Zapel.
LN-Sportreporter Volker Giering interviewt Fussballlehrer Oliver Zapel. © Foto © 54°/Felix Koenig
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In einem exklusiven Interview im Dezember 2018 mit dem LN-Sportbuzzer war Oliver Zapel, ehemaliger Coach des SV Eichede, noch davon ausgegangen, erst ab diesem Sommer einen neuen Klub zu trainieren. Nun ist alles viel schneller gegangen, als geplant. Der 51-jährige Fußball-Lehrer wurde am Montagnachmittag als neuer Trainer beim Drittligisten Fortuna Köln vorgestellt.

Ex-Fortuna-Trainer war nur ein halbes Jahr im Amt

Damit hat der Klub vier Spieltage vor dem Saisonende die Reißleine gezogen, um den drohenden Abstieg aus der dritten Liga zu vermeiden. Nach dem 1:1 gegen die SpVgg Unterhaching entschied man sich, Trainer Thomas Kaczmarek freizustellen. „Die Mannschaft hat gegen Unterhaching eine enttäuschende Vorstellung gezeigt, so dass der Trainerwechsel als Impuls unvermeidlich geworden ist, um für den Klassenerhalt noch einmal alle Kräfte zu mobilisierte“, erklärte Geschäftsführer Michael W. Schwetje. Kaczmarek hatte erst Ende Oktober das Amt übernommen.

Fortuna ist der "FC St. Pauli" von Köln

„Olli“ Zapel war zuletzt vereinslos und davor beim SV Werder Bremen II und in Großaspach tätig. Pikanterweise könnte der Coach auf seinen Ex-Klub zum Abstiegsspiel treffen. Schon am Nachmittag leitete der 51-jährige Reinbeker das erste Training. Vor der Abreise zum Landespokal-Spiel am Dienstagabend beim Oberligisten FC Wegberg-Beeck nahm er sich Zeit für ein Gespräch mit dem LN Sportbuzzer. „Fortuna Köln ist ein bisschen der FC St. Pauli von Köln. Ich fand diese besondere Art und Weise des Anrüchigen immer schon reizvoll“, sagte der zweifache Familienvater. Zudem würde ihn die sportliche Situation reizen. „Für viele mag das nicht nachvollziehbar sein“, erklärte er. „Die sportliche Lage ist extrem spannend und ich bin besonders gekitzelt, ohne diese schwere Aufgabe auf die leichte Schulter zu nehmen.“

Länge des Kontrakts unbekannt

Der Verein bezeichnet den Trainerwechsel als letzte Patrone. Dazu meinte Zapel: „Die Ereignisse haben sich zuletzt überschlagen. Ich habe das Engagement vorgezogen, weil hier meine Hilfe benötigt wird. Das ist zwar nicht gerade entspannt, für mich aber eine große Herausforderung.“ Zur Vertragslaufzeit wollte der ehemalige Hoisdorfer keine Angaben machen. „Alle möglichen Optionen sind klar geregelt. Alles ist davon abhängig, wie die nächsten dreieinhalb Wochen laufen“, merkt er auf Nachfrage an. Wobei ein Abstieg in die Regionalliga ein Supergau für den Traditionsklub sei, weil die Fußballabteilung ausgegliedert ist.

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Zapel schaute sich die Ajax-Akademie an

Ein Abstieg würde im Verein alles ändern. Schon im vergangenen Herbst standen beide Seiten im Kontakt. „Wir haben uns damals beschnuppert. Seitdem habe ich Fortuna Köln sehr intensiv beobachtet. Daher hat mich die Anfrage jetzt nicht völlig unvorbereitet getroffen“, sagt Zapel, der zuletzt in Holland hospitiert und sich dort einige Nachwuchsleistungszentren wie etwa von Ajax Amsterdam angeschaut hat. Untergebracht ist er zunächst im Hotel und hat den alten Trainerstab seines Vorgängers übernommen.

Grummeln bei Gedanken an Abstiegsspiel gegen Großaspach

Dass es ausgerechnet am letzten Spieltag der dritten Liga zum Wiedersehen mit seinem ehemaligen Klub aus Aspach kommt, sei ohne Frage speziell. „Ein gewisses Grummeln habe ich im Bauch, wenn ich daran denke. Da hängen noch viele Emotionen drin. Am liebsten wäre mir, wir sitzen nach dem Spiel gemeinsam auf der Treppe und trinken ein Pils zusammen“, unkt Zapel. Den neuen Job hätte er nicht angenommen, wenn er nicht an den Klassenerhalt glauben würde. „Viele trauen der Mannschaft dieses nicht zu. Für mich macht es genau dieser Reiz aus.“ Dabei würde es nicht um seine Person gehen. Auch habe er sich keine Gedanken darüber gemacht, wenn die letzte Patrone nicht zünden sollte.

Das ist der neue Trainer der U23 des SV Werder Bremen.

Oliver Zapel trainierte den SV Eichede seit 2012. Zur Galerie
Oliver Zapel trainierte den SV Eichede seit 2012. ©
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