14. Januar 2020 / 17:42 Uhr

Ex-Grizzlys-Goalie mit Straubing auf Höhenflug

Ex-Grizzlys-Goalie mit Straubing auf Höhenflug

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto: Boris Baschin, Eishockey, 1.Liga, DEL, Grizzlys Wolfsburg, Krefeld Pinguine, 18.12.2016,
Fünf Jahre lang ein Grizzly: Sebastian Vogl (M.) hat zu Ex-Teamkollegen wie Gerrit Fauser (2.v.l.) oder Armin Wurm (r.) nach seinem Wechsel zu den Straubing Tigers 2017 immer noch ein gutes Verhältnis. © Boris Baschin
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Mit dem Gastspiel bei den Straubing Tigers (Freitag, 19.30 Uhr) wartet keine leichte Aufgabe auf die Eishockey-Profis der Grizzlys Wolfsburg. Der Tabellendritte spielt eine starke Saison - genau wie Ex-Grizzly Sebastian Vogl, der mittlerweile bei den Tigers im Tor steht.

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Eishockey: Grizzlys Wolfsburg - ERC Ingolstadt

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Eishockey: Grizzlys Wolfsburg - ERC Ingolstadt © Boris Baschin
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Von 2012 bis 2017 war der 33-Jährige ein Grizzly, wechselte dann nach Straubing, näher an die Heimat Landshut. Dort spielt der Torwart aktuell seine zweitbeste Karriere-Saison: Die aktuelle Fangquote von 91,6 Prozent muss nur hinter den 93,7 Prozent aus 2013/14 anstehen. "Es ist bisher das schönste Jahr in Straubing. Ich bin mehr im Rhythmus, bekomme mehr Vertrauen", sagt Vogl. "Ich habe meine Ruhe und Gelassenheit gefunden."

Dazu tragen auch die Teamkollegen bei: Vogl sieht die Straubinger als Einheit, "wir sind eine sehr starke Gruppe, der mannschaftliche Zusammenhalt ist ganz wichtig. Das ist nicht einfach, man kann nicht mit 25 Mann beste Freunde sein", erklärt der Goalie, der die gute Chemie auch in seiner Zeit in Wolfsburg sehr genossen hatte. "Aber wir haben die richtige Mischung." Gewissermaßen haben die Tigers so die Rolle übernommen, die die Grizzlys einige Jahre lang innehatten: Der Underdog, der über seinen Möglichkeiten spielt und die Großen ärgert. "Das kann man so sehen", bestätigt Vogl.

Zu den ehemaligen Mitspielern bestehe derweil noch Kontakt, so der Linksfänger. "Allzu viele aus meiner Zeit sind ja nicht mehr in Wolfsburg", so Vogl, der mit Gerrit Fauser, Sebastian Furchner, Christoph Höhenleitner, Armin Wurm und Felix Brückmann aber immer noch ein gutes Verhältnis habe: "Wir waren damals eine eingeschworene Truppe." Speziell mit Torwart-Kollege Brückmann war das so, "wir verfolgen noch, wie der jeweils andere spielt", so Vogl. "Deshalb hat es mich sehr für Felix gefreut, dass er nach seiner langen Verletzungspause wieder so einen guten Einstieg hatte. Das ist gerade im Tor sehr schwierig."

Klar, dass Vogl auch die aktuelle Saison der Grizzlys nicht entgangen ist. "Wolfsburg ist als Gegner eine ziemlich überraschende Mannschaft. Man muss mit allem rechnen, mal läuft es sehr gut, mal nicht", erklärt Vogl. "Die Konstanz ist ein bisschen zurückgegangen, aber das Team hat einen starken Kern und wird noch etwas reißen." Für das Duell am Freitag rechnet der gebürtige Landshuter mit einem schwierigen Spiel: "Ich gehe davon aus, dass es eine ganz enge Kiste wird. Es geht mittlerweile schließlich um die Play-Off-Plätze, man hat die Gegner nun schon zwei, drei Mal gesehen. Da kommt es auf die Kleinigkeiten an."

Am vergangenen Wochenende waren die Grizzlys leer ausgegangen, mussten ein 2:3 bei den Adlern Mannheim sowie eine 1:7-Heimpleite gegen den ERC Ingolstadt hinnehmen. Deshalb könne viel Arbeit auf Vogl zukommen, falls er spielen sollte, glaubt der Goalie. "Aber ich freue mich immer, wenn ich ein bisschen mehr zu tun hab, als wenn ich kaum einen Schuss aufs Tor bekomme und dann überrascht werde."