12. Juni 2019 / 18:50 Uhr

Leipziger Jan Benzien will von Mallorca nach Ibiza paddeln

Leipziger Jan Benzien will von Mallorca nach Ibiza paddeln

LVZ
Leipziger Volkszeitung
Als Stadthafen-Geschäftsführer hat Jan Benzien das Stand Up Paddling für sich entdeckt. Nun will er so fast 100 Kilometer von Mallorca nach Ibiza paddeln.
Als Stadthafen-Geschäftsführer hat Jan Benzien das Stand Up Paddling für sich entdeckt. Nun will er so fast 100 Kilometer von Mallorca nach Ibiza paddeln. © privat
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Auf dem Standup-Paddelboard quer übers Mittelmeer, das ist der Plan von Ex-Kanute Jan Benzien. Sein ehemaliger Kollege Franz Anton sammelt derweil in London Punkte für Olympia 2020.

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Palma/London. Vor fast einem Jahr saßen sie noch gemeinsam im Paddelboot, wurden ein letztes Mal zusammen Teameuropameister im Zweiercanadier. Der Mittwoch beweist eindrucksvoll, wie unterschiedlich das Leben der Leipziger Slalom-Asse Jan Benzien und Franz Anton mittlerweile aussieht. Während der 29-jährigen Franz Anton in London, dem Ort des gemeinsamen WM-Triumphes 2015, bei der Vorbereitung des Weltcup-Wochenendes den Ernst des Lebens spürt, widmet sich der 36-jährige Jan Benzien einem eher freudbetonten und doch anstrengenden Hobby im glasklaren Wasser des Mittelmeeres.

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Als Stadthafen-Geschäftsführer hat Benzien das Stand Up Paddling (SUP) längst für sich entdeckt. Doch weit kam er mit dem immer beliebter werdenden SUP bislang nicht. Das sollte sich am Mittwoch ändern. Der gebürtige Hesse startete mit zwei Begleitern zur 50-Meilen-Challenge von Mallorca nach Ibiza. Fast 100 Kilometer ging es auf einem Paddelboard über das offene Meer. Thomas Richter, Hersteller solcher Boards, fragte beim Ausnahme-Athleten an, um Grenzen an Mensch und Material auszuloten. Von einem Katamaran begleitet, soll die Mission am Donnerstag früh gegen 5 Uhr starten – in der Hoffnung, 16 bis 18 Stunden später auf Ibiza zu landen. Die Beteiligten hoffen auf viel Rückenwind. Sollte es aus der „falschen“ Richtung wehen, wird der Kurs umgekehrt. Am Mittwoch war noch Seitenwind von Links. Das schmeckte Benzien nicht so gut, da er in dem Fall das Paddel auf der ungewohnten rechten Seite bewegen müsste.

Zeit für Ballermann oder Ibiza-Clubbing bleibt den Abenteurern nicht. Benzien steckt mitten in den Vorbereitungen für das Sommerfest des Stadthafens am 29. Juni, das traditionell zugunsten des Myelin-Projekts veranstaltet wird. Und bei der Organisation des Weltcups im Kanuslalom Ende August im Kanupark Markkleeberg mischt er auch kräftig mit.

Für Franz Anton beginnt Olympiaqualifikation

Für seinen Kumpel Franz Anton beginnt derweil am Donnerstag ebenso wie für LKC-Kollegin Andrea Herzog die zweite Runde der Olympiaqualifikation. Weltmeister Anton möchte dort das schlechte Ergebnis der Europameisterschaft in Frankreich vergessen machen. Die Erfahrungen, die er auf dem Lee Valley White Water Course in der Nähe von London gesammelt hat, sind sehr positiv. Denn neben dem WM-Titel 2015 holte er noch 2014 Weltcup-Silber. Mittlerweile startet er aber nur noch im Canadier-Einer.

Zur Strecke sagt der gebürtige Wittenberger: „Der Kurs in London liegt in meiner Bestenliste der anspruchsvollsten Strecken auf dem zweiten Platz – hinter Athen. Die sehr hohe Anzahl an Walzen macht es uns extrem schwer, eine schnelle Vorwärtsfahrt aufzubauen. Man wird immer wieder gestoppt und muss neu anfahren.“

Obwohl das jüngste Trainingslager in London vor drei Wochen nicht optimal lief – ein Trainingsrennen verlor er sogar gegen Andrea Herzog – habe er nun bei den Trainingseinheiten ein sehr gutes Gefühl. Anton ist optimistisch: „Dass es sich um eine Linkskurve handelt und ich dadurch mehr auf meiner schwächeren Seite fahren muss, habe ich sehr gut in den Griff bekommen.“ Daheim im Kanupark Markkleeberg ist er eine Rechtskurve gewohnt...

Von Frank Schober, Lutz Brose

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