13. Mai 2021 / 13:01 Uhr

Ex-Kapitän Kaiser fiebert im Pokal mit RB Leipzig: "Holt Euch den Pott"

Ex-Kapitän Kaiser fiebert im Pokal mit RB Leipzig: "Holt Euch den Pott"

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
96-Kapitän Dominik Kaiser drückt den RB-Jungs die Daumen. 
96-Kapitän Dominik Kaiser drückt den RB-Jungs die Daumen.  © Cathrin Mueller/Getty Images
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Wenn am Donnerstag das DFB-Pokalfinale zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund angepfiffen wird, sitzt auch Dominik Kaiser vorm TV-Bildschirm. Der ehemalige Kapitän der Roten Bullen hat seine Zeit in der Messestadt nicht vergessen und drückt seinen ehemaligen Kollegen die Daumen. Der 32-Jährige traut dem Nagelsmann-Team den Titel zu.

Leipzig/Hannover. Dominik Kaiser kennt dieses besondere Feeling. Anno 2013 gab der Mittelfeldmann sein Pokal-Debüt bei RB Leipzig im Duell gegen den FC Augsburg (0:2). Der gegenwärtig dienstälteste RB-Profi Yussuf Poulsen war an seiner Seite. Unvergessen bleibt den beiden wohl das Sachsenderby bei Dynamo Dresden drei Jahre später. Kaiser schlug ein und erzielte sein erstes Turniertor per Strafstoß. Den zweiten Penalty feuerte er im Elfmeterschießen direkt in die Hände des SGD-Keepers. So ging der heiße Kampf beim achtmaligen DDR-Meister 6:7 (n.E.) verloren. Das Rudolf-Harbig-Stadion kochte – der Leipziger Traum vom DFB-Kelch schon nach Runde eins begraben.

RB heiß auf Titel

Es sollte drei weitere Jahre dauern, bis die Roten Bullen den Weg ins Cup-Finale fanden. Doch da war der Kapitän schon von Bord. Nach sechs Jahren Kaiserzeit und 167 (169 mit zwei Partien bei RB II) Einsätzen an der RB-Front folgte der Fan-Liebling dem Lockruf seines Ex-Trainers Alexander Zorniger und kickte bis Januar 2020 beim dänischen Erstligisten Bröndby. Das erste Pokal-Endspiel der RB-Vereinsgeschichte ließ sich der Ex-Bulle jedoch nicht nehmen. Kaiser drückte 2019 seinen Kollegen via Videobotschaft im Olympiastadion Berlin die Daumen. Der Pott ging bekanntlich an den Rekordmeister Bayern München – der machte damit den 19. Titel klar.

Dominik Kaiser wünscht RB Leipzig alles Gute für's Finale

Geschichten schreibt das Leben. Gelingt den Rasenballern womöglich im zweiten Anlauf die Jagd auf die heißbegehrte Trophäe? Kaiser, der weiterhin sein Amt als Kapitän wahrt und in der 2. Liga bei Hannover 96 am Ball ist, traut seinem Ex-Club gegen Borussia Dortmund den Sieg zu. „Die Chancen sind da. Die Spieler und der Verein sind heiß, den ersten richtig großen Titel zu holen.“

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Highlight ohne Zuschauer

Der 32-Jährige wird den Fußball-Kracher natürlich am TV-Schirm verfolgen und freut sich auf „eine sehr offene und attraktive Partie“, weshalb Kaiser keinem die Favoritenrolle zuschreiben möchte. Der 96-Profi erwartet ein 50:50-Spiel. „RB Leipzig ist mehr als etabliert in der Bundesligaspitze. Ich wünsche den Jungs, dass sie sich für eine richtige gute Saison belohnen.“ Der Kaiser pflegt noch immer Kontakt zu Spielern und Kollegen am Cottaweg. „Es gibt die Nähe. Deshalb drücke ich den Jungs die Daumen. Ganz klar.“

Corona-bedingt entfallen Fan-Aufmärsche, der ohrenbetäubende Support aus den Kurven und ausgelassene Party-Stimmung. Beide Finalisten erwartet ein ruhiger Fußballabend im olympischen Stadion. Das wünsche man sich in der Form nicht, so Kaiser „Trotzdem ist es das DFB-Pokal-Finale. Die Atmosphäre in Berlin ist immer außergewöhnlich. Du willst gewinnen. Die Motivation wird so hoch sein – deshalb ist es egal, ob das Stadion voll ist oder nicht.“