04. Dezember 2020 / 13:24 Uhr

Ex-Moderator Wontorra will in Aufsichtsrat von Werder Bremen - und kritisiert Klub-Bosse: "Fehlt an Kompetenz"

Ex-Moderator Wontorra will in Aufsichtsrat von Werder Bremen - und kritisiert Klub-Bosse: "Fehlt an Kompetenz"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Frank Baumann ist konkret nicht bei der von Jörg Wontorra geäußerten Kritik gemeint.
Frank Baumann ist konkret nicht bei der von Jörg Wontorra geäußerten Kritik gemeint. © imago images/Nordphoto
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Mit heftiger Kritik positioniert sich Jörg Wontorra für eine Kandidatur im Aufsichtsrat von Werder Bremen. Wie der ehemalige "Sky"-Moderator am Freitag bestätigte, wird er sich um einen Posten im Kontrollgremium bewerben. Dabei kritisiert Wontorra die Klub-Führung, nimmt Frank Baumann aber bewusst aus.

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Fernsehjournalist Jörg Wontorra wird für den Aufsichtsrat beim Bundesligisten Werder Bremen kandidieren. Der 72-Jährige bestätigte dem Onlineportal deichstube.de (Freitag) seine Kandidatur. "Ich fühle mich sehr geehrt, dass Vertreter von mehreren Werder-Fan-Gruppierungen, die sich zusammengeschlossen haben, an mich herangetreten sind und mich gebeten haben, für den Aufsichtsrat zu kandidieren", sagte Wontorra, der die satzungsmäßig notwendige Unterstützung von mindestens 50 Mitgliedern bereits erhalten hat.

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Mit ihm und der "Gruppe besorgter Vereinsmitglieder", zu denen unter anderen die früheren Werder-Verantwortlichen Klaus-Dieter Fischer, Willi Lemke und Manfred Müller angehören, soll der viermalige deutsche Meister einen Kurswechsel vollziehen. "Werder Bremen war mal der zweitbeste Klub in Deutschland. Jetzt gehören wir nur noch in die Kategorie Mainz, Augsburg oder Freiburg. Damit darf man sich nicht zufrieden geben", monierte Wontorra.

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Heftige Kritik an Filbry und Hess-Grunewald

Abgesehen von Sportchef Frank Baumann übte der frühere Sky-Journalist auch deutliche Kritik an der Geschäftsführung um Klaus Filbry und Hubertus Hess-Grunewald. "Bei Werder sitzen viele in ihrer Komfortzone und wollen nur ihren Status verteidigen. Sie sind damit zufrieden, nur irgendwie in der Bundesliga zu bleiben. Die Geschäftsführung ist nicht optimal aufgestellt. Da fehlt es an Kompetenz", sagte er.

Die Wahlen zum neuen Aufsichtsgremium sollen auf der coronabedingt verschobenen Mitgliederversammlung voraussichtlich im April 2021 stattfinden. Bisher wird das Kontrollorgan von Marco Bode angeführt.