13. Februar 2020 / 14:30 Uhr

Ex-Boxprofi-Weltmeister Zbik fiebert Box-Event entgegen

Ex-Boxprofi-Weltmeister Zbik fiebert Box-Event entgegen

Peter Preuß
Ostsee-Zeitung
Trainer Sebastian Zbik hält sich die rechte Hand vor dem Mund und feuert seinen Schützling an.
Trainer Sebastian Zbik hält sich die rechte Hand vor dem Mund und feuert seinen Schützling an. © Dietamr Albrecht
Anzeige

Einen richtigen Boxleckerbissen bekommen am Sonnabend die Fans des Faustkampfes am Sonnabend in der Schweriner Palmberg-Arena geboten.

Anzeige
Anzeige

Das gab es noch nie in Deutschland! Ein Box-Länderkampf und im Anschluss ein Bundesliga-Duell! Morgen findet diese Premiere erstmalig in der Palmberg-Arena in Schwerin statt. Am Nachmittag um 16.30 Uhr treffen die Elite-Boxer aus Deutschland auf die Nationalstaffel von Kuba. Die Gäste von der Zuckerinsel reisen mit einigen Weltmeistern und Olympiasiegern an. Nach diesem Ländervergleich werden dann die Boxer des amtierenden deutschen Mannschaftsmeisters - BC Traktor Schwerin - und des Chemnitzer BC in der ersten Bundesliga aufeinander treffen. Die Landeshauptstädter wollen auch in diesem Punktkampf weiterhin ungeschlagen bleiben und die Tabellenführung behaupten. Der erste Gong für dieses Team-Duell erfolgt um 18.30 Uhr.

Traktor-Trainer Sebastian Zbik fiebert diesem Box-Event besonders entgegen. Der Ex-Profibox-Weltmeister stand als Amateur zweimal im Ring gegen einen Kubaner. „Ich konnte gegen beide Kubaner gewinnen“ erinnert er sich. „Es ist immer was Besonderes gegen die absolut Besten der Welt zu kämpfen. Auch diese Jungs sind schlagbar“, sagt Sebastian Zbik. „Ich hoffe, dass der eine oder andere deutsche Boxer mit einer vollen Halle und einem lautstarken Publikum über sich hinaus wächst, die Zuschauer packende Kämpfe sehen und möglichst viele Siege unserer Jungs feiern können“, fügt der Ex-Weltmeister noch hinzu. „Im Hinblick auf die Olympiaqualifikation braucht man in dieser Phase vor allem eines – Selbstvertrauen“, plaudert der Trainer aus seinem Nähkästchen.

Sebastian Zbik begann seine Boxerlaufbahn bei der SG Aufbau Altentreptow und wechselte später zum Leistungszentrum nach Schwerin. Damals waren seine Trainer Willi und Otto Ramin sowie Karsten Röver am Sportgymnasium. Der heute 37-Jährige bestritt 152 Amateurkämpfe, von denen er 130 gewann. Er war zweimaliger deutscher Jugendmeister und deutscher Juniorenmeister. Bei den Männern holte er sich 2002 den Titel. International gewann Sebastian Zbik bei den Junioreneuropameisterschaften und auch bei den Senioren jeweils die Bronzemedaille. Danach wechselte er ins Profilager und wurde dort von Fritz Sdunek und später von Artur Grigorian trainiert. Sdunek war es auch, der ihn 2009 am Nürburgring zum Interims-Weltmeister im Mittelgewicht des WBC-Verbandes machte. In einem mitreißenden Kampf über zwölf Runden siegte Sebastian Zbik über den Italiener Domenico Spada einstimmig nach Punkten. Insgesamt bestritt er 32 Profikämpfe und verließ 30 mal den Ring als Sieger. Zehn Fights endeten vorzeitig durch K.o..

In dieser Woche weilte Sebastian Zbik mit Nachwuchsboxern des BC Traktor Schwerin in Zinnowitz. Dort in der Halle, die den Namen seines ehemaligen Trainers Fritz Sdunek trägt, machte er die jungen Faustkämpfer im Trainingscamp fit für die nächsten sportlichen Wettkämpfe, die demnächst anstehen.

Doch morgen Abend sind erst einmal wieder seine Männer in der Bundesliga-Staffel gefordert. Sebastian Zbik fiebert dann wieder mit seinen Jungs in der Ringecke mit. „Auch wenn die Gäste aus Chemnitz Tabellenletzter sind, wir unterschätzen das Team nicht. Die Chemnitzer haben dreimal Unentschieden geboxt und wollen auch bei uns die Punkte nicht kampflos abgeben“, meint Trainer Zbik. „Natürlich wollen wir am Ende als Team den Ring als Sieger verlassen. Dabei hoffen wir auf die große Unterstützung unserer Fans“, wünscht sich der Traktor-Coach. Die Eintrittskarte (18 Euro) gilt für beide Box-Veranstaltungen.

Kubas Team in den acht olympischen Klassen:
52 kg: Damian Arce Duarte, - 57 kg: Lazaro Jorge Alvarez Estrada (3-facher Weltmeister, Olympia-Bronze in London und Rio), - 63 kg: Andy Cruz Gomez (2x Weltmeister), - 69 kg: Roniel Iglesias Sotolongo (Olympiasieger London, Bronze in Peking, 2009 Weltmeister, 2017 WM-Zweiter Hamburg), -75 kg: Yoenli Feliciano Hernandez Martinez, -81 kg: Arlen Lopez Cardona (Olympiasieger 2016, Weltmeister 2015), - 91 kg: Julio Cesar La Cruz Peraza (4-facher Weltmeister, 2016 Olympiasieger), + 91 kg: Dainier Christian Pero Justiz (U-19-Weltmeister 2016).