28. April 2022 / 09:15 Uhr

Ex-Profis als VAR-Hilfe? DFB-Projektleiter Jochen Drees: "Das wäre ein lohnender Weg"

Ex-Profis als VAR-Hilfe? DFB-Projektleiter Jochen Drees: "Das wäre ein lohnender Weg"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jochen Drees ist der Videoassistent-Chef beim DFB.
Jochen Drees ist der Videoassistent-Chef beim DFB. © dpa
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Nach den höchst umstrittenen Entscheidungen am Bundesliga-Wochenende steht der Video-Assistent erneut in der Kritik. Der DFB sucht weiter nach Optimierungen und lehnt einen Vorschlag von Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus nicht ab. DFB-Projektleiter Jochen Drees könnte sich eine Kooperation mit Ex-Profis vorstellen.

Der Video-Schiedsrichter stand am vergangenen Bundesliga-Wochenende erneut im Fokus. Videobeweis-Projektleiter Jochen Drees erklärte bereits in einer DFB-Mitteilung, dass bei den Spielen des FC Bayern gegen Borussia Dortmund sowie RB Leipzig gegen Union Berlin bei zwei Entscheidungen falsch gewesen waren. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus brachte danach in seiner Sky-Kolumne eine Unterstützung für den VAR von ehemaligen Profis ins Gespräch. Was Drees davon hält?

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"Vielleicht ist tatsächlich die Idee, auf Leute zu zugehen, die nicht mehr im Tagesgeschäft sind und sich deren Know-How zunutze zu machen und die 'Beratung' von diesen Personen einzuholen. Das wäre ein Ansatz, den wir verfolgen wollen, denn es ist auch eine Bereitschaft von Leuten da, dem nachzugehen", sagte Drees in der Sendung Sky Corner. Einen möglichen Einsatz von Ex-Profis noch in dieser Saison hält der Videobeweis-Projektleiter aber für eher unrealistisch. "So viele Spieltage haben wir ja nicht mehr und auch mit den Relegationsspielen ist es sehr eng bepackt. Daher würde ich es nicht als sehr realistisch einschätzen, dass wir es in den letzten drei Spieltagen noch irgendwie hinkriegen", sagte Drees.

Man dürfe sich bei diesem Vorhaben "kein Zeitlimit" setzen. Denkbar sei aber eine Zusammenarbeit ab der kommenden Spielzeit. "Wenn wir es zu Anfang der neuen Saison anfangen würden und in der Sommerpause miteinander arbeiten und schauen, dass wir das auf die Beine stellen, auch das wäre ein lohnender Weg", sagte Drees.

DFB-Schiedsrichter-Chef Lutz-Michael Fröhlich zeigte sich offen für die Idee mit den Ex-Profis. "Konstruktive Vorschläge von Fußball-Experten wie Lothar Matthäus nehmen wir gerne auf und auch wir streben einen verstärkten gemeinsamen Austausch mit weiteren Fußball-Experten, aktuellen und ehemaligen Spielern sowie Vereinsverantwortlichen an", sagte er. Dies sei eine wichtige Ergänzung zu dem ohnehin bestehenden regelmäßigen Austausch mit den Klubs, den der DFB zuletzt deutlich intensiviert habe.

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