11. April 2021 / 18:54 Uhr

Ex-SVO-Trainer Czerwionka: "Für immer mit dem Verein verbunden bleiben"

Ex-SVO-Trainer Czerwionka: "Für immer mit dem Verein verbunden bleiben"

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Thomas Czerwionka (r., mit Marco Geppert)
Während Trainer Thomas Czerwionka (r.) den SVO verlässt, bleibt "Co" Marco Geppert. © Roeske
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Landesklasse Nord: Nach dreieinhalb Jahren Zusammenarbeit verlässt Thomas Czerwionka den Verein aus Oberhavel, bleibt der Region aber erhalten. Die Verantwortlichen in Vehlefanz suchen derzeit nach einem Nachfolger.

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Beim Fußball-Landesklasseteam des 1. SV Oberkrämer endet mit der Saison 2020/21 ein Kapitel in der Vereinsgeschichte. Denn nach knapp dreieinhalb Jahren verlässt SVO-Trainer Thomas Czerwionka den Verein im Sommer. „Ich gehe grundsätzlich mit einem guten Gefühl. Viel mehr hätten wir in meiner Amtszeit nicht erreichen können“, so Czerwionka. „Wir haben uns ja nicht im Streit getrennt. Private Gründe von mir haben zu der Entscheidung geführt.“

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Seit Czerwionka im Dezember 2017 das Amt von Marco Meißner beim damaligen Kreisligisten aus der Weststaffel übernahm, folgte ein Erfolgserlebnis nach dem anderen mit dem Team – Kreispokalsieg 2019 gegen den Birkenwerder BC (2:1) und Aufstiege in die Kreisoberliga (2018) sowie in die Landesklasse (2020). „Es war eine sehr schöne Zeit und ich werde für immer mit dem Verein verbunden bleiben“, sagt der 52-Jährige, der 2011 sogar Gründungsmitglied des SVO war.

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Doch gänzlich mit dem Fußballsport als Trainer will Czerwionka nicht aufhören. So wird er weiterhin als DFB-Stützpunkttrainer im Fußballkreis Oberhavel/Barnim mitwirken. Auch seine ehrenamtliche Tätigkeit als Nachwuchsstaffelleiter im Fußball-Landesverband Brandenburg will Czerwionka fortführen. Da sich aber seit „etwa zehn Monaten verschiedene Dinge in meinem privaten Bereich geändert haben“, so Czerwionka, „musste ich reagieren und habe den Verein im Winter informiert, dass ich zum Saisonende aufhöhe.“

Dabei hätte sich Czerwionka aber einen anderen Abschiedsrahmen vorstellen können. Während einer Partie auf dem Rasen im heimischen Stadion in Vehlefanz. „Es ist sicherlich etwas traurig, aber ich kann das in der Corona-Situation sowieso nicht ändern“, sagt der Erfolgscoach. „Ich stehe aber noch bis zum Sommer zur Verfügung und lasse das Team nicht im Stich, falls demnächst doch wieder trainiert werden darf.“ Am vergangenen Donnerstag informierten Verein und Trainer die Mannschaft. „Das war aber noch keine Abschiedsrede von mir. Die kommt später“, prophezeit Thomas Czerwionka.

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Czerwionka sucht seinen Nachfolger nicht selbst

Für den Club aus Vehlefanz heißt es nun demnächst einen Nachfolger zu finden. „Wir als Verein sondieren nun mit unserem Sportlichen Leiter Matthias Schreiber den Trainermarkt und werden in Kürze Gespräche mit potenziellen Trainerkandidaten führen, die in unser Anforderungsprofil passen“, kündigt SVO-Vorstandsmitglied Serjoscha Rösler an. „Der neue Trainer soll diese junge und spielintelligente Mannschaft sowohl körperlich als auch geistig weiter fordern und mit dem Team den eingeschlagenen Weg weitergehen. Denn wir sind der Meinung, dass dieser Weg noch lange nicht zu Ende ist und wir eine feste Größe im Land werden wollen.“

Thomas Czerwionka will sich in die Suche nach seinem Nachfolger nicht aktiv mit einbringen, hält sich bewusst im Hintergrund auf und lässt die Vereinsverantwortlichen arbeiten. Der neue Coach des SVO darf sich aber schon jetzt auf die Zusammenarbeit mit Co-Trainer Marco Geppert und Betreuer Helmut Wicke freuen, die ihre Unterstützung auch für die kommende Saison zugesagt haben.