09. November 2019 / 09:41 Uhr

Ex-Torjäger Justin Eilers sagte 1:0-Sieg von Dynamo Dresden voraus

Ex-Torjäger Justin Eilers sagte 1:0-Sieg von Dynamo Dresden voraus

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Justin Eilers (r.) traf am Rande des Spiels seinen alten Mitspieler Niklas Kreuzer.
Justin Eilers (r.) traf am Rande des Spiels seinen alten Mitspieler Niklas Kreuzer. © imago images/Steffen Kuttner
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Der verletzungsgeplagte ehemalige Torjäger der Schwarz-Gelben, Justin Eilers, besuchte das Rudolf-Harbig-Stadion und brachte den richtigen Tipp mit an die Elbe.

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Dresden. Er hat seinem früheren Verein Glück gebracht: Justin Eilers freute sich riesig, als Dynamo Dresden am Freitagabend das Kellerduell gegen den SV Wehen Wiesbaden mit 1:0 gewonnen hatte. Der Aufstiegsheld von 2016 war seit langem mal wieder im Rudolf-Harbig-Stadion zu Gast und bewies hellseherische Fähigkeiten, denn vor dem Spiel hatte er betont, “dass ich heute als Glücksbringer tätig sein will”. Er habe “oben in der Loge wirklich auf ein 1:0 getippt”, versicherte der frühere Torjäger der Schwarz-Gelben. “Dass es tatsächlich so eingetreten ist, das macht mich froh, denn es war ein wichtiges Spiel für die Jungs. Vielleicht wird es jetzt Usus, dass ich alle zwei Wochen herkommen muss. Wenn es eine Garantie gäbe, dass ich auch dann als Glücksbringer funktioniere, würde ich es auch machen”, lachte der 31-Jährige.

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Heimsieg! Dynamo Dresden gewinnt das Kellerduell gegen Wehen Wiesbaden mit 1:0. Zur Galerie
Heimsieg! Dynamo Dresden gewinnt das Kellerduell gegen Wehen Wiesbaden mit 1:0. © Dennis Hetzschold
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Als Sport-Geschäftsführer Ralf Minge auf dem Weg in den Spielerbereich den Helden von einst am Empfang freundschaftlich abklatschte, rief er ihm im Vorbeigehen scherzhaft zu: “Alter, Deine Jahreskarte liegt bei mir.” Derweil analysierte der gebürtige Niedersachse die Partie der Obersachsen gegen die Südhessen: “Es war ein sehr kampfbetontes Spiel mit wenigen Strafraumszenen und wenigen Chancen für beide Mannschaften, aber das war auch abzusehen, da es für beide um viel ging. Am Ende hatte Dynamo ein bisschen Glück, was der Verein auch brauchte.” Der Videobeweis, in dessen Folge Wehen Wiesbaden das Führungstor durch Manuel Schäffler aberkannt wurde, habe Dynamo vor einem Rückstand bewahrt: “Manchmal ist er halt auch mal zu etwas gut”, so Eilers. Doch das Glück habe sich Dynamo auch hart erarbeitet, viel investiert und noch selbst ein Tor gemacht, das am Ende den “Dreier” sicherte. Einen Sieg, “der ein sehr wichtiger Sieg für Dynamo” gewesen sei und helfe, die Mission Klassenerhalt erfolgreich zu überstehen.

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(1) Kevin Broll: Der Schlussmann der Schwarz-Gelben wurde in der ersten Halbzeit kaum geprüft. Beim Fernschuss von Lorch musste er nachfassen. In der zweiten Hälfte hatte er auch nur wenig zu tun, konnte sich so kaum einmal auszeichnen. Dass er zum zweiten Mal ohne Gegentor blieb, dürfte ihn sehr gefreut haben. Ein später Lohn für die guten Leistungen der letzten Wochen. Note: 3. Zur Galerie
(1) Kevin Broll: Der Schlussmann der Schwarz-Gelben wurde in der ersten Halbzeit kaum geprüft. Beim Fernschuss von Lorch musste er nachfassen. In der zweiten Hälfte hatte er auch nur wenig zu tun, konnte sich so kaum einmal auszeichnen. Dass er zum zweiten Mal ohne Gegentor blieb, dürfte ihn sehr gefreut haben. Ein später Lohn für die guten Leistungen der letzten Wochen. Note: 3. ©

Zeit, auch weiter den Glücksbringer für Dynamo zu spielen, hätte Eilers. Denn der schnelle Außenbahnspieler mit dem besonderen Torinstinkt - im Aufstiegsjahr 2015/16 traf er 23 Mal für den damaligen Drittligisten aus Elbflorenz - hat derzeit keinen Verein und muss nicht selbst spielen. Noch ist er mit der Rehabilitation beschäftigt. Der Braunschweiger, der nach seinem Wechsel zu Werder Bremen nicht glücklich wurde und schwere Verletzungen (Hüftprobleme, Kreuzbandriss) durchmachen musste, erholt sich gegenwärtig zu Hause in der Welfen-Stadt von einer Hüft-OP, die vor sieben Monaten durchgeführt werden musste. Inzwischen fühle er sich wieder gut, “aber auch erst seit anderthalb Monaten, in denen ich in Braunschweig Reha-Training betreibe”, so Eilers. Er sei dort in guter Obhut, brauche aber noch “definitiv drei, vier Monate, um meinen Körper auf Leistungsniveau zu bringen”.

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Danach will der Drittliga-Torschützenkönig von 2016 noch einmal angreifen. Mit den nach der komplizierten Bremer Zeit folgenden und auch wenig erfolgreichen Erlebnissen in Lotte und bei Apollon Smyrnis in Griechenland möchte er seine wechselhafte Karriere nicht beenden. “Realistisch ist ein Vertrag aber wohl erst im Sommer, denn ich glaube nicht, dass Vereine im März Spieler verpflichten”, sagt der Ex-Dynamo. Er halte schon mal etwas Ausschau nach einer Möglichkeit, sich bei einem Club fitzuhalten, “um dann im Sommer bereit zu sein”. Seinen früheren Mitspieler Cristian Fiel habe er noch nicht gefragt, “aber ich würde das dankend annehmen, wenn es mir angeboten wird”.

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Cristian Fiel (Trainer Dynamo Dresden): In der strittigen Szene war ich schon wieder damit beschäftigt zu überlegen: Was gebe ich den Jungs jetzt mit? Und auf einmal fängt der Schiedsrichter an zu überlegen. Da war das Glück auf unserer Seite, das steht außer Frage. Ich glaube, wer heute erwartet hat, dass wir Fußball zelebrieren, den hätte ich schon vorher enttäuschen können, denn es war klar, dass es schwer wird, weil Wehen immer wieder gefährlich wird. Weil Schäffler immer wieder gut den Ball festmacht und sie dann schnell nachrücken. Wir hätten auch noch die eine oder andere Torchance nutzen können, um den Sack zuzumachen und Ruhe zu haben, aber das haben wir nicht geschafft. Zur Galerie
Cristian Fiel (Trainer Dynamo Dresden): "In der strittigen Szene war ich schon wieder damit beschäftigt zu überlegen: Was gebe ich den Jungs jetzt mit? Und auf einmal fängt der Schiedsrichter an zu überlegen. Da war das Glück auf unserer Seite, das steht außer Frage. Ich glaube, wer heute erwartet hat, dass wir Fußball zelebrieren, den hätte ich schon vorher enttäuschen können, denn es war klar, dass es schwer wird, weil Wehen immer wieder gefährlich wird. Weil Schäffler immer wieder gut den Ball festmacht und sie dann schnell nachrücken. Wir hätten auch noch die eine oder andere Torchance nutzen können, um den Sack zuzumachen und Ruhe zu haben, aber das haben wir nicht geschafft." ©

Doch noch sei das Thema nicht aktuell, die Physiotherapie in Braunschweig habe Vorrang, alles andere sei “Zukunftsmusik”. Auf jeden Fall will “Eile” noch einmal ins Profigeschäft zurück und irgendwann wieder einmal schmerzfrei vor großer Kulisse spielen: “Mein letztes Spiel habe ich hier noch gegen Großaspach gemacht. Das ist lange her.” Damals war Rüdiger Rehm übrigens noch Trainer der am 14. Mai 2016 mit 1:2 in Dresden unterlegenen SG Sonnenhof. Jetzt coacht der ehemalige Auer Profi die Wiesbadener, die auch nach der Niederlage ein harter Konkurrent der Dresdner im Kampf um den Klassenerhalt bleiben werden. Es sei denn der Frauenschwarm Eilers kommt jetzt zu jedem SGD-Heimspiel und hat jedes Mal Fortuna im Schlepptau - dann dürfte sich Dynamo bald ins gesicherte Mittelfeld und vom Aufsteiger aus Hessen absetzen.

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