12. April 2021 / 08:50 Uhr

Ex-Torwarttrainer Petry nach Hertha-Entlassung: Aussagen verkürzt und falsch übersetzt

Ex-Torwarttrainer Petry nach Hertha-Entlassung: Aussagen verkürzt und falsch übersetzt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der ehemalige Hertha-Torwarttrainer Zsolt Petry wehrt sich weiter gegen die Anschuldigungen.
Der ehemalige Hertha-Torwarttrainer Zsolt Petry wehrt sich weiter gegen die Anschuldigungen. © IMAGO/Metodi Popow
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Nach homophoben und migrationsfeindlichen Äußerungen wurde Zsolt Petry als Torwarttrainer bei Hertha BSC entlassen. Der Ungar wehrt sich jedoch weiter gegen die Anschuldigungen. Laut dem 54-Jährigen sei das entsprechende Interview nach der Autorisierung unzulässig gekürzt worden und habe Übersetzungsfehler enthalten.

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Der ehemalige Torwarttrainer von Hertha BSC hat sich erneut gegen den Vorwurf gewehrt, in einem Interview homophobe und migrationsfeindliche Äußerungen getätigt zu haben. Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte Zsolt Petry am Montag, die ungarische Zeitung Magyar Nemzet habe das Interview nach der Autorisierung noch unzulässig gekürzt.

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Dort war der Ungar Petry mit der Aussage zitiert worden, dass er nicht verstehe, was seinen Landsmann Peter Gulacsi von RB Leipzig dazu bewogen habe, "sich für Homosexuelle, Transvestiten und Menschen sonstiger geschlechtlicher Identität einzusetzen".

Petry: "Das war nicht korrekt übersetzt"

"Ich habe mich bemüht klarzustellen, dass jeder, so wie Peter, seine Meinung frei äußern darf. Ich gab jedoch zu bedenken, dass junge Spieler mit Äußerungen zu politischen Themen häufig Anfeindungen ausgesetzt sind, die ihre Karriere schädigen oder beenden können", sagte Petry der FAZ. "Deshalb habe ich gesagt, ich weiß nicht, wie er das machen konnte. Nicht etwa, ich verstehe das nicht. Das war nicht korrekt übersetzt." Zudem sei der Satz, dass er sich "sehr gut vorstellen kann, dass ein Kind in einer homosexuellen Familie sehr glücklich aufwachsen kann", aus dem Interview gestrichen worden.

Die in der Zeitung Magyar Nemzet zitierten Äußerungen des langjährigen Coaches würden "insgesamt nicht den Werten von Hertha BSC entsprechen", hatte Carsten Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung des Klubs nach der Freistellung gesagt. Er stellte aber auch klar: "Er hat zu keiner Zeit homophob oder fremdenfeindlich agiert." Der Verein setze sich trotzdem "aktiv für Werte wie Vielfalt und Toleranz ein, weil uns diese Werte wichtig sind", hieß es in einer Mitteilung: "Dies findet sich in den Äußerungen von Zsolt Petry, die er als unser Mitarbeiter öffentlich getätigt hat, nicht wieder."