05. März 2020 / 16:26 Uhr

Ex-UEFA-Präsident Platini blitzt mit Beschwerde ab - Vierjährige Sperre rechtmäßig

Ex-UEFA-Präsident Platini blitzt mit Beschwerde ab - Vierjährige Sperre rechtmäßig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Michel Platini war mit seiner Beschwerde gegen die verhängte Sperre nicht erfolgreich.
Michel Platini war mit seiner Beschwerde gegen die verhängte Sperre nicht erfolgreich. © imago images/PanoramiC
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Michel Platini war mit seiner Beschwerde gegen die gegen ihn verhängte Sperre erfolglos. So urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) am Donnerstag. Der ehemalige UEFA-Präsident hatte die ursprüngliche Entscheidung, ihn für vier Jahre zu sperren, angefochten.

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Die vierjährige Sperre des ehemaligen UEFA-Präsidenten Michel Platini war einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) zufolge rechtmäßig. Das Gericht in Straßburg lehnte eine entsprechende Beschwerde Platinis am Donnerstag ab. Angesichts der Schwere des Fehlverhaltens von Platini erschien die Strafmaßnahme nicht übertrieben oder willkürlich, wie der EGMR erklärte.

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Platini hatte gegen seine Sperre eine Beschwerde gegen die Schweiz eingelegt. Sie richtete sich gegen die Sanktionsverfahren des Fußball-Weltverbands FIFA und den Schiedsspruch des Internationalen Sportgerichtshofs Cas in Lausanne. Der heute 64-Jährige habe die Möglichkeit gehabt, die Entscheidung anzufechten und Argumente zu seiner Verteidigung vorzubringen, erklärte der EGMR. Die Entscheidung des Gerichtshofs ist endgültig.

Den Gerichtsunterlagen zufolge hatte Platini in der Sperre eine Verletzung mehrerer Artikel der Europäischen Menschenrechtskonvention gesehen. Platini sah demnach das Recht auf ein faires Verfahren und die in Artikel 8 des Übereinkommens festgelegten Freiheit, eine berufliche Tätigkeit auszuüben, verletzt.

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Das UEFA Team des Jahres 2019 wird von Virgil van Dijk (v.l.), Trent Alexander-Arnold und ihren Teamkollegen vom FC Liverpool dominiert. Robert Lewandowski ist einziger Spieler aus der Bundesliga. Der SPORTBUZZER zeigt die elf Stars. ©

Platini und Blatter bereits 2015 gesperrt

Im Jahr 2015 war Platini gemeinsam mit FIFA-Präsident Sepp Blatter zunächst für acht Jahre für alle Fußball-Aktivitäten gesperrt worden. Grund war eine dubiose Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken, die der frühere Präsident der Europäischen Fußball-Union 2011 von Ex-FIFA-Chef Joseph Blatter erhielt. Platini und Blatter hatten stets argumentiert, es habe sich bei dem Geld um eine verspätete Gehaltszahlung für Beratertätigkeiten gehandelt. Auch der frühere FIFA-Chef wurde deshalb gesperrt. Die Sperre für Platini wurde nach einem Richterspruch des Internationalen Sportgerichtshofs Cas dann auf vier Jahre reduziert.

Die FIFA habe die Entscheidung des Gerichtshofs zur Kenntnis genommen, hieß es in einer Mitteilung. Der Weltverband besteht demnach weiterhin auf eine Rückzahlung der zwei Millionen Schweizer Franken von Platini. Diese seien zu Unrecht gezahlt worden.