09. Februar 2020 / 10:27 Uhr

Ex-Unioner Robert Huth hatte "Schnauze voll" vom Fußball 

Ex-Unioner Robert Huth hatte "Schnauze voll" vom Fußball 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robert Huth (r.) und Bundestrainer Jürgen Klinsmann im September 2004.
Robert Huth (r.) und Bundestrainer Jürgen Klinsmann im September 2004. © Christian Fischer/Getty Images
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Der in Berlin geborene Robert Huth verbrachte zwei Jahre in der Jugend vom 1. FC Union Berlin, ehe er nach England wechselte.

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Für den ehemaligen Nationalspieler Robert Huth hat der Stellenwert des Fußballs rapide abgenommen. Er merke erst jetzt, wie unwichtig der Fußball eigentlich sei, sagte der 35-Jährige dem Tagesspiegel. "Ich gucke kaum noch Fußball", sagte Huth, der im Januar 2019 seine Karriere für beendet erklärt hatte, aber bereits ein halbes Jahr vorher schon ohne Verein gewesen war.

Huth, der in England Sporting Directorship studiert, ging es während seiner aktiven Zeit irgendwann "auf den Sack, nur noch auf den Job als Fußballer reduziert zu werden", sagte Huth, der am Ende der Karriere "einfach die Schnauze voll" vom Fußball hatte. Huth war mit 16 Jahren 2002 von Union Berlin zum FC Chelsea gewechselt und gewann 2016 mit Außenseiter Leicester City die Meisterschaft in der Premier League.

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Trotz einer funktionierenden Karriere würde Huth heute diesen Schritt nicht mehr so vollziehen. "Nicht ohne Ausbildung, nicht ohne Hilfe", sagte der ehemalige Verteidiger, der in England den Spitznamen "The Berlin Wall" inne hatte. Von all den Jugendspielern in den großen Akademien könne letztendlich ein Prozent vom Profifußball leben. "Das erzählt dir natürlich niemand", sagte Huth.

Dass er selbst zum 19-maligen Nationalspieler reifte, verdankt Huth Jürgen Klinsmann. Der heutige Trainer von Hertha BSC beorderte in seinem ersten Spiel als Bundestrainer den damals in Deutschland fast unbekannten Huth in die Auswahl. So könnte sich Huth auch vorstellen, im Rahmen eines Studiums "für eine Art Praktikum" nach Berlin zu Union oder Hertha zu kommen.

Als TV-Experte – wie viele seiner ehemalige Kollegen – sieht sich Huth dagegen nicht. "Lieber nicht. Ich habe das zweimal gemacht. So viel Spaß macht das wirklich nicht. Es gibt bessere Dinge im Leben."

In Bildern: 50 ehemalige Spieler von Union Berlin – und was aus ihnen wurde.

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