09. August 2020 / 20:57 Uhr

Ex-Union-Stürmer entscheidet Pokalfinale für Einheit Zepernick (mit Galerie)

Ex-Union-Stürmer entscheidet Pokalfinale für Einheit Zepernick (mit Galerie)

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Zepernicks Neuzugang Kevin Maek krönt die Barnimer zum neuen Pokalsieger.
TuS Sachsenhausen II (l., Tobias Boremski) und Einheit Zepernick lieferten sich ein bis zum Ende spannendes Pokal-Endspiel. © Robert Roeske
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Kreispokal Oberhavel/Barnim 2019/20: Zepernicks Neuzugang Kevin Maek krönt die Barnimer zum neuen Pokalsieger. Dem unterlegenen Finalisten vom TuS Sachsenhausen II bleibt nur der Trost, dem Sieger über 90 Minuten alles abverlangt zu haben.

Fußball-Kreispokal Männer 2019/20, Endspiel:

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TuS Sachsenhausen II – Einheit Zepernick 0:1 (0:1). Tor: 0:1 Kevin Maek (45.+2). Rot: Miguel Eikelmann (TuS II, 90.+4).

Schon weit vor den Stadiontoren war am Sonntagnachmittag zu vernehmen, welche Mannschaft im Kreispokal-Endspiel den Heimvorteil hatte. Der Fanclub vom TuS hatte sich schon warmgesungen – und obwohl ihr Team am Ende knapp unterlegen war, feierten die hartgesottenen Anhänger auch nach dem Abpfiff sich und vor allem das Team von Trainer Philipp Holzhauer. Gegen den Landesklasse-Aufsteiger aus dem Barnim spielten die Gastgeber mutig auf und hätten den Favoriten beinahe noch in die Verlängerung gezwungen.

„Es hat leider nicht gereicht“, musste TuS II-Kapitän Franz Roosch nach ausgeglichenen 90 Minuten zu seiner Enttäuschung festhalten. „Wir können stolz auf uns sein, wir haben hier nur 0:1 verloren gegen eine ambitionierte Mannschaft, die noch weiter will als in die Landesklasse.“ Ein Ausdruck dessen war die Verpflichtung von Kevin Maek. Der Angreifer, der über 100 Drittliga-Spiele auf dem Buckel hat und unter anderem das Trikot von Union Berlin trug, wurde gestern zur spielentscheidenden Figur, als er in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach einer Ecke am höchsten stieg und zum Tor des Tages einköpfte.

Das Kreispokalfinale 2019/20 in Bildern

Vor 400 Zuschauern im heimischen Elgora-Stadion hat Kreisoberligist TuS Sachsenhausen II das Kreispokal-Finale Oberhavel/Barnim der Saison 2019/20 knapp 0:1 (0:1) verloren. Sturm-Neuzugang Kevin Maek köpfte Einheit Zepernick in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zum Pokalsieg. Der Angreifer absolvierte in seiner Laufbahn über 100 Drittliga-Spiele, unter anderem für Union Berlin. TuS-Trainer Philipp Holzhauer und Kapitän Franz Roosch waren trotz der Niederlage stolz auf die Leistung ihrer Mannschaft. Zur Galerie
Vor 400 Zuschauern im heimischen Elgora-Stadion hat Kreisoberligist TuS Sachsenhausen II das Kreispokal-Finale Oberhavel/Barnim der Saison 2019/20 knapp 0:1 (0:1) verloren. Sturm-Neuzugang Kevin Maek köpfte Einheit Zepernick in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zum Pokalsieg. Der Angreifer absolvierte in seiner Laufbahn über 100 Drittliga-Spiele, unter anderem für Union Berlin. TuS-Trainer Philipp Holzhauer und Kapitän Franz Roosch waren trotz der Niederlage stolz auf die Leistung ihrer Mannschaft. © Robert Roeske

Dabei hatte die TuS-Reserve zu Beginn optisch sogar etwas mehr vom Spiel und nach einem scharfen Eckball und Durcheinander vor dem Einheit-Gehäuse, das von Ex-TuS-Keeper Steve Jarling gehütet wurde, sogar die erste gute Szene (21.). „Es war ein ekeliges Spiel bei diesen warmen Temperaturen“, bemerkte der Zepernicker Schlussmann, der dann Glück hatte, dass Niclas Bergmann nach einer scharfen Eingabe im Zentrum verpasste (26.). Der couragierte Auftritt der Gastgeber bekam nach 37 Minuten einen ersten Dämpfer, als Eric Grüning mit einer Außenbandverletzung vom Platz musste. „Das war ein Schockmoment, der gesessen hat“, erklärte Roosch. Denn danach kamen die Barnimer besser ins Spiel und kurz vor dem Pausenpfiff von Final-Schiedsrichter Nick Hagenbach aus Fürstenberg eben auch zum Führungstreffer.

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Große TuS-Chancen in der Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel blieben Torraumszenen die Ausnahme. Mehr Ballbesitz hatten zunächst die Zepernicker, die das Spiel geschickt verwalteten und bei denen auch der zum Saisonende ausgeschiedene Coach Dirk Opitz auf der Bank saß. Doch der Kreisoberligist aus Oberhavel hielt weiter dagegen und ließ kaum nennenswerte Chancen zu. Aber auch nach vorne konnte die Holzhauer-Elf lange keine Akzente setzen – bis es in der Schlussphase noch einmal lichterloh vor dem Zepernicker Gehäuse brannte.


Nach einem Diagonalball steuerte Tobias Boremski aufs Gästetor zu, wurde aber noch abgegrätscht (85.). Zwei Minuten später hatten die TuS-Fans den Torschrei erneut auf den Lippen, doch Bergmann fand beim Direktschuss aus kurzer Distanz in Jarlings Spitzenreflex seinen Meister. Und in der Nachspielzeit köpfte der eingewechselte Steffen Wnuczek zu zentral aufs Tor. „Die müssen rein“, war sich Rick Uckel nach dem Abpfiff sicher. Unschöner Schlusspunkt war die Rote Karte für Miguel Eikelmanns Nachtreten. Groß war die Freude bei Einheits ehemaligen Trainer Opitz, der jetzt in die Rolle des Sportlichen Leiters gewechselt ist: „Einfach geil“, jubelte er. „Das haben wir nicht erwartet, denn wir waren in der Pflicht. Jetzt reißen wir unser Vereinsheim ab!“

TuS Sachsenhausen II: Günther – Ney (60. Gulomov), Koch, Nassar (75. Wnuczek), Bergmann, Eikelmann, Boremski, Gliem, Galster, Roosch, Grüning (37. Uckel)

Einheit Zepernick: Jarling – Eckert (90.+4 Honeck), Maek, Rathmann, Opitz, Puhlmann (60. Capolei), Park, Becke, Engel (57. Ruttke), Gronski, Liebenthal