13. Januar 2021 / 13:55 Uhr

Ex-Veilchen Alex Ruoff kehrt in die Basketball-Bundesliga zurück

Ex-Veilchen Alex Ruoff kehrt in die Basketball-Bundesliga zurück

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Alex Ruoffs Trikotset kommt gerade unter den Hammer.
Alex Ruoffs (hier mit Mihajlo Andric) läuft in Zukunft für Brose Bamberg auf. © Swen Pförtner
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Er kann es nicht lassen: Dieses Mal ist es für Alex Ruoff zwar nicht die BG Göttingen, aber bei seinem neuen Arbeitgeber Brose Bamberg wird sich der 34-Jährige trotzdem heimisch fühlen. Trifft er dort doch nicht nur auf seinen ehemaligen Göttinger Trainer Johan Roijakkers, sondern auch auf einige Mitspieler, mit denen er in der vergangenen Saison erfolgreich im Veilchen-Trikot gespielt hat.

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Als dritte Nachverpflichtung binnen weniger Tage - nach Devon Hall und Shevon Thompson - ist der Flügelspieler am Dienstagabend in Bamberg angekommen. „Alex Ruoff spielt bei mir immer gut”, hatte Johan Roijakkers während der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen die EWE Baskets Oldenburg gesagt, als er auf die Gerüchte um ein Bamberger Interesse an Ruoff angesprochen worden ist. Nun wird Ruoff tatsächlich wieder unter Roijakkers spielen. Der US-amerikanische Small Forward wechselt von der zweiten japanischen Liga nach Oberfranken, wo er einen Vertrag bis zum Saisonende unterzeichnet hat.

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Dort trifft er nicht mit Roijakkers, Co-Trainer Hylke van der Zweep und Domenik Theodorou nicht nur auf sein ehemaliges Trainer-Team, sondern mit Bennet Hundt und Dominic Lockhardt auch auf zwei Spieler, mit denen er in der vergangenen Spielzeit schon auf dem Parkett gestanden hat.

Lange Suche nach kreativem Spieler beendet

Seit einiger Zeit waren die Franken bereits auf der Suche nach einem geeigneten Point Guard, allerdings war der Markt nicht so ergiebig. Deshalb hatte Roijakkers seine Pläne geändert und nach einem Spieler gesucht, der gut zum Team passt und sofort eine Hilfe sein könne. "Das alles trifft auf Alex zu", sagte der Niederländer nach der Verpflichtung des Amerikaners. “Er hat zudem Spielmacherfähigkeiten und weiß exakt, was auf beiden Seiten des Feldes zu tun ist", äußerte sich der Brose-Headcoach auf dem Internet-Portal basketball.de.

Neben einem Engagement in Ludwigsburg war Ruoff vor allem im Trikot der BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga erfolgreich und in Südniedersachsen immer wieder einer der Lieblinge des Publikums. Auch in der vergangenen Saison kehrte er nach dem Lockdown und der Saisonunterbrechung für das Finalturnier der easyCredit BBL noch einmal zurück nach Deutschland, um im BG-Trikot die Saison zu Ende zu spielen. Durchschnittlich 11,1 Punkte, 4,5 Rebounds, 5,6 Assists und 1,9 Steals markierte er für die Veilchen in 13 Spielen, nachdem er in der Spielzeit 2019/20 nachverpflichtet worden war.

Ruoff hat die Bundesliga vermisst

Anschließend wechselte er nach Japan zu den Nishinomiya Storks, lief dabei unter Headcoach Mathias Fischer auf. Dabei monierte Ruoff, er werde auf der Position Vier falsch eingesetzt. In Bamberg wird der 34-Jährige seine Spielmacherfähigkeiten sicherlich vom Flügel zur Geltung bringen. "In Japan zu spielen hat mir gezeigt, wie sehr ich die Bundesliga vermisst habe. Daher musste ich nicht lange überlegen, als das Angebot kam. Brose ist eine tolle Organisation, dazu kenne ich den Coach. Ich hoffe, dass ich dem Team schnell weiterhelfen kann. Ich bringe viel Erfahrung mit, Härte in der Verteidigung und die Fähigkeit, für andere Würfe zu kreieren", wird Ruoff in einer Mitteilung von Brose Bamberg zitiert.

Damit hat Bamberg nun acht ausländische Profis unter Vertrag. Während Point Guard Tyler Larson, der sich nach einer überstandenen Meniskusverletzung nun einer Knie-Artthroskopie unterziehen muss und weiterhin verletzt ausfällt, könnte Center Norense Odiase aus der Rotation rutschen.

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Wie der Verein mitteilte, wurde die Verpflichtung Ruoffs "dank der privaten Unterstützung des Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Stoschek ermöglicht". Ob für den Neuzugang eine Ablösesumme fällig wurde oder dieser eine Ausstiegsklausel in seinem Kontrakt nutzte, ist nicht bekannt.

Ruoff ist nach 22-stündigem Flug am Dienstagabend in Bamberg angekommen. Da Japan nicht zu einem Corona-Risikogebiet zählt, musste er sich nicht in Quarantäne begeben. Da er aufgrund der BBL-Regularien zwei negative Coronatests vorweisen muss, bevor er ins Training einsteigen darf, gehen die Bamberger davon aus, dass Rouff frühestens am Freitag erstmals mit seinen künftigen Mannschaftskollegen trainieren wird. Ob er dann bereits gegen Ludwigsburg auflaufen wird, steht noch nicht fest.