10. April 2021 / 18:00 Uhr

Ex-VfB-Stürmer Leon Dippert verlängert bei Eutin 08

Ex-VfB-Stürmer Leon Dippert verlängert bei Eutin 08

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Leon Dippert spielt auch in der kommenden Saison für die Rosenstädter. Angekommen ist er längst.
Leon Dippert spielt auch in der kommenden Saison für die Rosenstädter. Angekommen ist er längst. © Agentur 54°
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Der Offensivspieler, der Trainer Dennis Jaacks vieles verdankt, ist in Eutin bestens angekommen. Zukünftig möchte er aber wieder höherklassig spielen. Erstes Ziel ist allerdings verletzungsfrei zu bleiben.

Fußball-Oberligist Eutin 08 setzt auch in der kommenden Saison auf Stürmer Leon Dippert. Der 25-Jährige verlängerte seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2022. Perspektivisch liebäugelt der Angreifer weiter mit der Regionalliga.

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„Leon ist ein Typ, der eine gewisse Präsenz auf dem Platz hat und ein wichtiger Fixpunkt in unserer jungen Mannschaft ist“, sagte Trainer Dennis Jaacks gegenüber dem LN-Sportbuzzer und sprach von einer „extrem wichtigen“ Personalie für die Ostholsteiner. Nachdem sich Dippert längere Zeit mit Knieproblemen herumplagte, wagte er am Eutiner Waldeck einen Neuanfang. „Ich bin hier fußballerisch noch gar nicht richtig angekommen, da war die Saison durch die Corona-Pandemie schon wieder vorbei“, erzählt der 1,92 m große Mittelstürmer. „Ich wollte bei Eutin 08 Kraft tanken, Fuß fassen und schauen, ob noch was geht. Dieses Unterfangen konnte ich noch nicht richtig in Angriff nehmen.“

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Dippert ist in Eutin angekommen

Ein weiterer Grund für seine Vertragsverlängerung ist die Tatsache, dass er abseits des Rasens längst angekommen ist. So hat Dippert eine Drei-Zimmer-Wohnung in der Rosenstadt bezogen. Zudem arbeitet der gelernte Sport- und Gymnastiklehrer zum einen in einem Kindergarten in Eutin und zwei Tage in der Woche als Sport-Aushilfslehrer an der Schule am Meer (Grund- und Gemeinschaftsschule) in Travemünde. „Ich habe mittlerweile einen geregelten Tagesablauf“, sagt er. Zudem fühlt er sich in der Mannschaft um Kapitän Sebastian Witt wohl. Besonders zu Publikumsliebling Kevin Hübner pflegt er ein gutes Verhältnis, „wir unternehmen viel zusammen.“

Trainer Jaacks als großer Förderer

Nicht zuletzt das gute und vertrauensvolle Verhältnis zu Jaacks hat ihn bewogen, für ein weiteres Jahr zu bleiben. Der 35-jährige A-Lizenz-Inhaber war beim TSV Pansdorf sein erster Trainer im Herrenbereich. „Er kann junge Spieler unglaublich fördern. Das war bei mir genauso“, erzählt Dippert. Für die Pansdorfer erzielte er 30 Tore in 54 Spielen. Schnell wurden andere Klubs auf ihn aufmerksam, so dass er zunächst zum FC Schönberg 95 wechselte. Von den Mecklenburgern (fünf Tore in 31 Spielen) ging es weiter zu Regionalligist VfB Lübeck (vier Tore in 34 Spielen). Im Januar 2019 wechselte er zu Regionalligist FSV Optik Rathenow. Dort zog er sich im Spiel beim FC Viktoria Berlin (0:2) einen Riss des vorderen Kreuzbandrisses zu – die Leidenszeit begann. Im Januar 2020 wechselte er dann zum 1. FC Phönix Lübeck.

Dippert möchte zeitnah wieder höherklassig spielen

Es sollte ein Neustart in der Heimat sein, nachdem er ein dreitägiges Probetraining beim FC 08 Villingen (Oberliga Baden-Württemberg) absolviert hatte. Doch das Verletzungspech sollte ihm treu bleiben. Nach einem Comeback fiel der Stürmer mit einer Handverletzung länger aus, ehe der Vertrag ohne Einsatzzeiten im Phönix-Dress aufgelöst wurde. In Eutin will Dippert nun weiter hart an sich arbeiten, um sich nochmals für höhere Aufgaben zu empfehlen. „Ich habe das Ziel, höherklassig zu spielen, weiter vor Augen. Da bin ich ehrlich und das weiß Dennis auch“, betont er, „dafür habe ich in der Vergangenheit so viel gegeben. Im Moment fühlt sich mein Knie sehr gut an. Ich habe bisher keine Probleme und fühle mich gut.“

Drei Zusagen für die nächste Saison sind noch vakant

Mit Jaacks weiß er den richtigen Trainer an seiner Seite. „Dennis zeichnet seine Menschlichkeit aus. Er ist zwar ein Kumpeltyp, der aber auch ein richtig ekeliger Trainer sein kann. Er findet jedenfalls den richtigen Weg zur Mannschaft, was ihn so sympathisch macht“, meint Dippert. Jaacks hat ihn schon einmal für höhere Aufgaben vorbereitet. „Leon hat eine bewegte und wilde Zeit hinter sich. Er ist vom Drumherum in Eutin angekommen und auf einem guten Weg, fußballerisch zu alter Stärke zurückzufinden“, erklärt der Coach. Aus dem aktuellen Kader sind nur noch Egzon Lahi, Fatlind Zymberi und Jerome Rose offen.