17. August 2020 / 23:06 Uhr

Ex-VfL-Torjäger Juskowiak: "Wolfsburg und Bialek - das passt"

Ex-VfL-Torjäger Juskowiak: "Wolfsburg und Bialek - das passt"

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Andrzej Juskowiak traut Bartosz Bialek den Durchbruch beim VfL Wolfsburg zu.
Lobt den möglichen VfL-Neuzugang Bartosz Bialek: Andrzej Juskowiak (r.). © Imago Images/Hitzschke
Anzeige

Der 18-jährige Pole Bartosz Bialek wird aller Voraussicht nach der erste Neuzugang des VfL Wolfsburg in diesem Sommer - Wolfsburgs Ex-Profi Andrzej Juskowiak versteht, warum der VfL den Shootingstar will...

Anzeige

Krzysztof Nowak, Waldemar Kryger, Andrzej Juskowiak – der VfL hatte schon so einige Top-Spieler aus Polen in seinen Reihen. Nun will der Wolfsburger Fußball-Bundesligist mit Bartosz Bialek wieder einen Polen verpflichten, der 18-Jährige könnte der erste VfL-Zugang in diesem Sommer werden. Und Juskowiak, der einstige Top-Knipser der Wolfsburger, kennt den Stürmer von Zaglebie Lubin besonders gut. Der 49-Jährige arbeitet mittlerweile als TV-Experte und kennt die polnische Extraklasa aus dem Effeff. „Wolfsburg und Bialek – das passt“, sagt Jusko.

Anzeige
Der VfL Wolfsburg bestreitet sein erstes Testspiel in der Saisonvorbereitung 2020/21 gegen den Zweitliga-Nachbarn Eintracht Braunschweig Zur Galerie
Der VfL Wolfsburg bestreitet sein erstes Testspiel in der Saisonvorbereitung 2020/21 gegen den Zweitliga-Nachbarn Eintracht Braunschweig ©

Der Ex-VfLer erklärt auch gleich, warum: „Wolfsburg steht für ehrliche Arbeit. Und Bialek ist ein Arbeiter. Auf dem Platz gibt er immer alles, außerhalb ist er eher der ruhigere Typ.“ So wie einst Juskowiak in seiner Zeit beim VfL? „Ja, genau“, sagt der frühere Nationalspieler schmunzelnd.

„Eine robuste Nummer 9“

Durch seinen Job als TV-Experte ist Juskowiak ganz nah dran an den Klubs. Und damit auch an Bialek. Was kann er? Was ist das für ein Spielertyp? „Eine robuste Nummer 9. Bialek kann aber auch das Spiel machen.“ Lubin habe gute Außenstürmer, die aber auch selbst treffen wollen. Für Mittelstürmer Bialek sei es in den Partien daher nicht immer einfach gewesen, sein Können zu zeigen, weil er wenig Zuspiele bekam. „Er hat trotzdem seine Tore gemacht – und er hat nicht nur die einfachen Dinger gemacht“, lobt Jusko.

"Sehr bodenständig" geblieben

Neun Treffer waren es in 19 Spielen, dazu noch vier Torvorlagen. Dabei hatte Bialek Anfang November noch im Reserve-Team des Klubs gekickt. Aber Trainer Martin Sevela habe von Beginn an das große Talent des Stürmers erkannt. „Der Junge ist von Spiel zu Spiel besser geworden, hat sich selbst gegen die etablierten Innenverteidiger der Liga durchgesetzt. Er hat seine Chance genutzt“, so Juskowiak über Bialek, der trotz seines Höhenflugs „sehr bodenständig“ geblieben sei.

Mehr zum VfL Wolfsburg

Dass polnische Medien den VfL-Kandidaten bereits mit Polens Superstar Robert Lewandowski (Bayern München) vergleichen, kann Juskowiak nachvollziehen. „Von der Spielweise ähnelt er ihm, Bartosz will wie Robert immer in den Strafraum rein, da bewegt er sich gut. Und wenn ich mich richtig erinnere, hat Lewandowski in dem Alter in der 2. und noch nicht in der 1. Liga gespielt“, sagt Juskowiak über den Mann, der Schuhgröße 46 hat. „Ich habe schon Spieler gesehen, die mit solch großen Schuhen Probleme hatten, den Ball richtig zu treffen. Aber Bartosz hat kein Problem damit. Mich wundert es jedenfalls nicht, dass der VfL ihn will, denn er ist ein interessanter Spieler.“

„Bialek hat gezeigt, was er kann"

Die Nachwuchs-Akademien in Polen haben laut Juskowiak in den vergangenen Jahren gute Arbeit abgeliefert. Für Talente wie Bialek sei nun der Schritt in den Männer-Fußball nicht mehr ganz so groß. „Die Jungs haben Qualität. Sie müssen nur die Chance bekommen. Er hat sie bekommen.“ Und sie genutzt. Juskowiak: „Bialek hat gezeigt, was er kann.“ Gleichwohl sei die Entwicklung beim großen Sturmtalent noch längst nicht abgeschlossen. Juskowiak: „Da geht noch mehr. Wenn man weiterhin mit ihm gut arbeitet, kann man mit ihm etwas gewinnen. Da bin ich mir sicher.“