04. Mai 2021 / 21:42 Uhr

Ex-VfLer Knoche: Seine Wolfsburg-Rückkehr hat er sich anders vorgestellt

Ex-VfLer Knoche: Seine Wolfsburg-Rückkehr hat er sich anders vorgestellt

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wiedersehen: Robin Knoche spielt am Samstag mit Union Berlin bei seinem Ex-Klub VfL Wolfsburg.
Wiedersehen: Robin Knoche spielt am Samstag mit Union Berlin bei seinem Ex-Klub VfL Wolfsburg. © imago images/Nordphoto
Anzeige

Nach 15 Jahren endete im vergangenen Sommer die Ära von Robin Knoche beim VfL Wolfsburg. Am Samstag kehrt er erstmals in sein altes Wohnzimmer zurück.

Anzeige

In den vergangenen Tagen bestimmte die Diskussion um die trotz Vertrags bis 2022 offene Zukunft von Trainer Oliver Glasner die Schlagzeilen beim VfL Wolfsburg. Aber öffentlich sprechen mag gerade keiner im Klub darüber, weil alle beim Fußball-Bundesligisten den Fokus auf den heißen Endspurt im Kampf um die Champions League legen wollen. Am Samstag (15.30 Uhr) beginnt der gegen Union Berlin, das mit Robin Knoche kommt. Erstmals kehrt das VfL-Eigengewächs zurück. Zurück in sein altes Wohnzimmer. Knoche freut sich, aber noch mehr hätte es ihn gefreut, wenn auch Fans dabei wären.

Anzeige

Denn im vergangenen Sommer hatte sich Knoche wegen Corona nicht von den Wolfsburger Anhängern verabschieden können. Jetzt wollte er das nachholen. Aber es klappt erneut nicht. „Als ich die Ansetzungen vor der Saison gesehen habe, dachte ich, vielleicht können ja am drittletzten Spieltag schon wieder Zuschauer dabei sein. Aber im Endeffekt geht die Gesundheit vor“, sagt Knoche. „Für mich persönlich ist das aber schon sehr schade, dass keine Zuschauer dabei sein können.“ Ganz abgerissen ist der Kontakt zu den VfL-Fans nicht. „Hier und da bekomme ich Nachrichten über die sozialen Medien“, erzählt der Innenverteidiger.

Mehr zum VfL Wolfsburg

Im Juni 2020 war seine VfL-Zeit nach 15 Jahren, 226 Pflichtspielen, 14 Toren und fünf Vorlagen vorbei – das schmerzte den Abwehrmann, der gern in Wolfsburg geblieben wäre. Aber am Ende war Knoches auslaufender Vertrag nicht verlängert worden. Vergessen und vorbei. Als Tabellenachter kämpft er nun mit den Berlinern noch um das Erreichen der neuen Conference League. „Da hoffen wir natürlich drauf. Wir wollen in Wolfsburg punkten, das ist ja logisch. Vor der Saison hat uns keiner zugetraut, dass es für uns so gut läuft. Jeder hat uns doch als einen der Absteiger gesehen. Was wir dann aus dieser Saison gemacht haben, ist nur positiv zu bewerten. Jetzt hoffen wir auf einen krönenden Abschluss“, sagt Knoche und sieht „den Druck am Samstag eher beim VfL“, der als Dritter beste Aussichten auf die Königsklasse hat.

Schaffen es die VfLer in die Königsklasse? „Ich wünsche ihnen, dass sie es packen und sie am Ende unter den ersten Vier landen“, so Wolfsburgs ehemalige Nummer 31. „Sie haben es in dieser Saison gezeigt, dass sie das Zeug dazu haben. Jetzt müssen sie in den letzten Spielen kühlen Kopf bewahren“, so der Innenverteidiger, der beim Berliner Kultklub in der Abwehr eine feste Größe ist. Knoche spielt immer und bekommt bei Union die Wertschätzung, die er in Wolfsburg nicht immer hatte. Knoche: „Zum einen ist der Draht zum Trainer immer sehr wichtig, dass man das Vertrauen spürt. Und das spüre ich.“

Zum anderen sei er von seinen neuen Mitspielern gleich gut aufgenommen worden. „Es hat einfach alles gepasst“, erzählt der 28-Jährige. Dennoch freut er sich nun auf seine Rückkehr, weil er den einen oder anderen ehemaligen Mitspieler treffen darf und den einen oder anderen Mitarbeiter des Klubs sehen kann. „Ich freue mich aber auch auf den Rasen der VW-Arena, weil er mit der beste Rasen in der Liga ist.“ Eine Sache jedoch werde bei seiner Rückkehr „ungewohnt sein. Ich werde in der anderen Kabine sitzen“. In der für das Gäste-Team.