25. April 2020 / 09:20 Uhr

Ex-Werder Boss Willi Lemke fordert bei Bundesliga-Re-Start: Sky-Konferenz im Free-TV

Ex-Werder Boss Willi Lemke fordert bei Bundesliga-Re-Start: Sky-Konferenz im Free-TV

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fordert bei einem Bundesliga-Re-Start die Konferenz im Free-TV: Willi Lemke.
Fordert bei einem Bundesliga-Re-Start die Konferenz im Free-TV: Willi Lemke. © imago images/Nordphoto
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Der ehemalige Boss von Werder Bremen, Willi Lemke, fordert in einem "Bild"-Interview, dass Sky die Konferenz bei einem möglichen Bundesliga-Re-Start im Free-TV zeigen soll. So könne verhindert werden, dass viele Menschen zusammen gucken.

Noch steht kein Termin für einen möglichen Wiederbeginn der Bundesliga in Zeiten der Corona-Krise fest. Doch schon jetzt machen sich die vielen Fans Gedanken darum, wie sie die Spieler ihrer Lieblings-Teams bei einem möglichen Re-Start im Mai gucken können. Denn alle Spiele werden als Geisterspiele ausgetragen, einzig im Fernsehen werden die Partien zu sehen sein. Allerdings übertragen Sky und DAZN die Partien nur für Pay-TV-Kunden. Deshalb fordert Willi Lemke, Ex-Chef von Werder Bremen, nun von den Anbietern, dass zumindest die Konferenz im Free-TV zu sehen sein soll.

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"Dass die Live-Spiele nur im Pay-TV laufen, ist für mich aus Gründen der nationalen Gesundheit das größte Problem", sagte Lemke der Bild. "Wir alle wissen: Wenn ich ein Abo habe, kommen ganz viele Menschen – Freunde, Nachbarn, Kollegen –, und wir gucken zusammen Fußball bei Sky und DAZN. Das ist eine Gefahr, weil die Leute da voraussichtlich keine eineinhalb Meter Abstand zueinander haben", so der ehemalige Boss der Bremer.

Lemke hofft auf Bundesliga im Free-TV

Lemke hofft dabei, dass ARD und ZDF sich mit den Rechteinhabern einigen könnten, damit die Konferenz und das Topspiel am Samstagabend für möglichst viele Leute zu sehen sind. So solle seiner Meinung nach verhindert werden, dass die Leute trotz der Geisterspiele zum Stadion pilgern. Ganz nebenbei meint Lemke, dass solch eine Free-TV-Übertragung eine "großartige PR-Aktion" sei.

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"Ich würde die Rechteinhaber, allen voran Sky, bitten, mit den großen Fernsehanstalten – ARD, ZDF oder mit wem auch immer – zu reden. Damit diese möglicherweise abwechselnd die Live-Konferenz kostenlos für alle übertragen. Das Gleiche gilt für das Topspiel am Samstagabend. Das hätte den unglaublich wichtigen Effekt, dass der Run auf die Wohnzimmer mit Sky-Ausstattung unterbleiben würde", sagte Lemke der Bild.

Sky und andere Medienpartner hatten sich mit der Bundesliga zuletzt auf die Zahlung der vierten und letzten Rate der Fernsehgelder geeinigt, Medienberichten zufolge geht es um rund 300 Millionen Euro. Lediglich Eurosport lehnte eine Vorauszahlung der noch ausstehenden TV-Prämien ab. Mit dem Geld sollen drohende Insolvenzen von Clubs wegen der Corona-Krise abgewendet werden.