10. Dezember 2020 / 15:40 Uhr

Ex-Wolfsburg-Torjäger Dost: "Ich werde den Klub nie vergessen"

Ex-Wolfsburg-Torjäger Dost: "Ich werde den Klub nie vergessen"

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Top-Torjäger: Bas Dost gewann mit dem VfL Wolfsburg den DFB-Pokal. Jetzt spielt der Niederländer bei Eintracht Frankfurt.
Muss mit Eintracht Frankfurt am Freitagabend in der VW-Arena ran: Bas Dost, der Ex-Profi des VfL Wolfsburg, der mit dem Klub 2015 den Pokal gewann (kl. Bild). © dpa / Getty
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Bas Dost, er weiß, wo das Tor steht. Einst knipste er erfolgreich für den VfL Wolfsburg, jetzt kehrt er mit Eintracht Frankfurt in sein altes Wohnzimmer zurück. Vorher gibt's Lob für seinen Landsmann Wout Weghorst, wie er ein Top-Knipser.

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Der VfL am Freitagabend (20.30 Uhr, live bei DAZN) gegen Eintracht Frankfurt – das ist auch das Wiedersehen mit Bas Dost, dem einstigen Publikumsliebling des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Und der 31-Jährige, der im vergangenen Sommer in die Main-Metropole gewechselt war, sieht seinen Ex-Verein richtig gut aufgestellt, um das Ziel Europa erreichen zu können. Ein Pluspunkt des VfL sei Torjäger Wout Weghorst.

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„Der Wout hat wie ich auch in Holland beim FC Emmen gespielt und hat eine super Entwicklung genommen. Er ist klar im Kopf, er weiß, wo er hin will, er macht es einfach super“, lobt Dost seinen Landsmann, der in dieser Saison bereits siebenmal getroffen hat. Mit 36 Toren in 85 Spielen in der Fußball-Bundesliga steht Dost in der Erstliga-Rekordtorjäger-Liste des Klubs auf Platz sechs, Weghorst wiederum ist seit seinem Treffer beim 2:2 am Samstag in Köln in dieser Liste mit 40 Toren in 76 Bundesliga-Spielen bereits Vierter. „Die Erwartungen in Wolfsburg sind hoch, Wout hat von Anfang an Leistung gebracht – darauf kann er stolz sein.“

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Vier Jahre (von 2012 bis 2016) war Dost für den VfL auf Torejagd gegangen, 2015 dann der Pokalsieg, er setzte mit seinem Tor beim 3:1 gegen Dortmund den Schlusspunkt. Dieses Highlight hat er immer im Hinterkopf. „Ich habe vier Jahre in Wolfsburg gespielt, habe Höhen und Tiefen erlebt, wie jeder Fußballer. Aber das beste Spiel war das Pokalfinale, ich habe von Anfang an gespielt, wir haben gewonnen, verdient gewonnen. Dieses Spiel werde ich nie vergessen“, erinnert sich der Stürmer. „Nachher hatten wir eine schöne Feier. Jeder war stolz, am Tag danach sind wir mit VW‘s durch die Stadt gefahren - es hat richtig viel Spaß gemacht. Das werde ich nie vergessen - ich denke, da geht es jedem Wolfsburger so.“

In Wolfsburg war Dost immer besonders stark, wenn er One-Touch-Fußball spielen - also den Ball mit ein, maximal zwei Kontakten direkt verarbeiten – konnte. Das zeigte er auch in seiner Zeit bei Sporting Lissabon. Im Sommer 2016 war er vom VfL nach Portugal gewechselt. Auch da zeigte sich Dost treffsicher (76 Toren in 84 Ligaspielen). In der Saison 2016/17 wurde er mit 34 Treffern Torschützenkönig in der Liga NOS. In seinem ersten Frankfurt-Jahr waren ihm zehn Pflichtspiel-Tore geglückt, in dieser Runde steht er bei vier.


Jetzt geht es nach Wolfsburg, das in dieser Saison noch nie verloren hat und in der Tabelle auf Rang fünf steht. „Mich überrascht das nicht, weil ich die Mannschaft kenne. Das ist eine sehr solide Mannschaft, die einfach funktioniert. Da, wo sie in der Tabelle steht, gehört sie auch hin“, so Dost, der den den VfL am Ende zwischen Platz zwei und sieben erwartet. „Der Verein ist mit ein paar Sachen weit vorn.“ Der Klub habe ein tolles Trainingsgelände „und ein geiles Stadion. Es ist alles da, um Leistung bringen zu können. Ich traue ihnen Europa zu. Und das gönne ich dem VfL auch. Ich werde den Klub nie vergessen. Der VfL war mein erster Klub im Ausland, das ist immer schwierig - ich hatte da eine perfekte Zeit.“

Aber jetzt spiele er für die Eintracht – und mit der gewann er in der Rückrunde der vergangenen Saison in Wolfsburg. Damit habe keiner so richtig gerechnet. Dost: „Wir haben eine Mannschaft, die gegen jedes Teams etwas schaffen kann. Das hat man gegen Dortmund und Leipzig zuletzt gesehen. Sie kamen als Favoriten, haben aber nicht gewonnen. Wir sind gut drauf, wir haben fast keine Verletzten – ich habe Lust auf dieses Spiel.“