06. Oktober 2021 / 08:46 Uhr

DFB will Mitarbeitern die Nutzung des Messengerdienstes WhatsApp verbieten

DFB will Mitarbeitern die Nutzung des Messengerdienstes WhatsApp verbieten

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wie der SPORTBUZZER exklusiv erfahren hat, will der DFB seinen Mitarbeitern die Nutzung von WhatsApp verbieten. 
Wie der SPORTBUZZER exklusiv erfahren hat, will der DFB seinen Mitarbeitern die Nutzung von WhatsApp verbieten.  © IMAGO/Aton Chile/osnapix (Montage)
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Wie der SPORTBUZZER exklusiv erfuhr, will der Deutsche Fußball-Bund seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Nutzung des Messengerdienstes WhatsApp auf Diensthandys verbieten. Der DFB will sich offenbar nicht weiter angreifbar machen.

Als die Nationalmannschaft am Montagabend in Hamburg eintraf, war der Nachrichtendienst WhatsApp stundenlag "down", genau wie Instagram und Facebook. Aber nicht aus diesem Grund soll es demnächst beim DFB eine einschneidende Änderung geben: Wie der SPORTBUZZER exklusiv erfuhr, will der Verband seinen Mitarbeitern untersagen, WhatsApp künftig zu nutzen. Auch andere große Unternehmen wie etwa die Deutsche Bank oder Autozulieferer Continental haben diesen Schritt bereits vollzogen. Beim DFB soll nun der Messengerdienst Signal zum Einsatz kommen.

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2019 wurde die Nutzung des Messengers Whatsapp wegen eines Patentverstoßes sogar teilweise gerichtlich in Deutschland verboten. Dass das Weiterleiten und sogar schon das bloße Empfangen von Bildern oder Videos über WhatsApp strafbar sein kann, ist vielen Nutzern nicht bewusst. Da der Messaging-Dienst die versendeten Bilder und Videos nicht prüft, können so pornografische oder volksverhetzende Inhalte ungehindert verbreitet werden.

Im Mai hatte die Hamburger Datenschutzbehörde die personenbezogene Datenweitergabe von WhatsApp per Anordnung verboten. Wer den neuen Nutzungsbedingungen nicht zustimmt, kann die App nur noch eingeschränkt nutzen. Auch der schlingernde DFB will sich offenbar nicht weiter angreifbar machen und soll den Mitarbeitern die WhatsApp-Nutzung auf ihren Diensthandys verbieten, die Nationalspielerinnen und Nationalspieler sind davon natürlich nicht betroffen.

Bei der Entscheidung der IT-Abteilung könnte es zudem auch eine Rolle gespielt haben, dass in der Vergangenheit immer wieder Interna aus dem Verband an die Öffentlichkeit drangen, dabei ging es unter anderem auch um WhatsApp-Verläufe.