28. Januar 2022 / 15:50 Uhr

"Werden uns extern umschauen": Gladbach-Bosse skizzieren Suche nach einem Eberl-Nachfolger

"Werden uns extern umschauen": Gladbach-Bosse skizzieren Suche nach einem Eberl-Nachfolger

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Zeit von Max Eberl als Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach ist vorbei.
Die Zeit von Max Eberl als Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach ist vorbei. © IMAGO/Laci Perenyi/Revierfoto (Montage)
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Max Eberl verlässt Borussia Mönchengladbach aus gesundheitlichen Gründen. Wer die Nachfolge antritt, ist laut Klub-Präsident Rolf Königs und Vize-Boss Rainer Bonhof noch "vollkommen offen". Die Borussia-Führung definierte aber bereits ein grobes Anforderungsprofil und deutete an, eine zeitnahe Lösung präsentieren zu wollen.

Borussia Mönchengladbach und Sportdirektor Max Eberl gehen nach mehr als 13 Jahren der Zusammenarbeit getrennte Wege. Aus gesundheitlichen Gründen tritt der langjährige Gladbach-Manager zurück. "Damit haben wir nicht gerechnet", erklärte ein emotionaler Klub-Präsident Rolf Königs am Freitag auf der Pressekonferenz. Die nächsten Schritte wolle man nun "in unserem Stile" angehen, um die "Ziele, die wir für die Zukunft haben, zu erreichen".

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Konkret wird zunächst Steffen Korell die Aufgabenbereiche Eberls im Winter-Transferfenster, das noch bis zum 31. Januar läuft, übernehmen. Das bestätigte Vizepräsident Rainer Bonhof. Mit welcher Lösung die Borussia langfristig plant, blieb vorerst offen. "Wir sind in der glücklichen Lage, einen tollen Mann mit Steffen Korell zu haben, der die Kontakte aufrecht erhält. Die Entscheidungen werden wir gemeinsam treffen, was jetzt in naher Zukunft passiert und wollen die möglichen Anfragen, die anstehen, auch über diese Schiene abwickeln." Korell, der aktuell als "Direktor Scouting" bei den Fohlen arbeitet und seit 21 Jahren im Verein ist, hatte Eberl bei Transfer-Angelegenheiten ohnehin bereits unterstützt.

Klar ist: Die Gladbacher orientieren sich bei der Nachfolger-Suche außerhalb des Vereins. Königs kündigte eine zeitnahe Entscheidung in der offenen Personalfrage an. "Das Ganze ist natürlich von gestern Nachmittag ganz frisch. Wir werden uns nicht viel Zeit geben. Die Möglichkeiten intern haben wir schon abgesteckt, wir werden uns extern umschauen." Zum Profil des Eberl-Erben ergänzte der Klub-Boss: "Wir sind da vollkommen offen. Natürlich wäre Bundesliga-Erfahrung gut. Er muss sachlich, fachlich und charakterlich wunderbar zu uns passen. Das steht bei uns obenan." Auch Bonhof betonte indes, dass aufgrund der kurzfristigen Eberl-Entscheidung noch "nichts fix" sei.

Eberl selbst gab sich mit Blick auf seinen Nachfolger in jedem Fall optimistisch, dass die Gladbacher einen geeigneten Kandidaten auswählen. In entsprechende Gespräche sei der 48-Jährige involviert gewesen. "Ich habe ihnen meine Meinung gegeben. Ich weiß, dass der Klub da auf einem sehr sehr guten Weg ist, einen Nachfolger zu finden." Eberl weiter: "Eine Tür geht zu, eine andere geht auf. Vielleicht ist es für den Klub gar kein schlechter Zeitpunkt, einen neuen Weg einzuschlagen, weil der Klub sehr lange von mir getragen wurde. Irgendwann ist der Moment, wo auch was Neues mal gut tut."