15. Mai 2021 / 16:19 Uhr

FA Cup, Premier League, Champions League: Wochen der Entscheidung für Tuchel und Chelsea

FA Cup, Premier League, Champions League: Wochen der Entscheidung für Tuchel und Chelsea

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Beim FC Chelsea angekommen: Trainer Thomas Tuchel.
Beim FC Chelsea angekommen: Trainer Thomas Tuchel. © Getty Images (Montage)
Anzeige

Thomas Tuchel könnte als erster deutscher Trainer den englischen FA Cup gewinnen. Mit dem FC Chelsea tritt Tuchel am Samstag im Wembley-Stadion gegen Leicester City an. Es ist der Auftakt einer Reihe von Endspielen, die der 47-Jährige vor sich hat. Am Ende könnten mit dem FA Cup und der Champions League zwei Titel dabei herausspringen.

Anzeige

Als erster deutscher Trainer steht Thomas Tuchel mit dem FC Chelsea im Endspiel des englischen FA Cups. Die Partie gegen Leicester City am Samstag (18.15 Uhr/DAZN) ist der Auftakt zu zwei Wochen für Tuchels Londoner, die über die gesamte Saison entscheiden können. Nervös will sich der 47-Jährige aber nicht machen lassen – für die nötige Anspannung wolle er lieber persönlich sorgen. "Ihr Presseleute könnt den Druck auf uns gar nicht erhöhen. Wir legen den Druck selbst auf uns." Dass sein Team jetzt die Möglichkeit hat, den FA-Cup zu gewinnen, "merkt man auch im Training. Wir wollen morgen unsere beste Leistung auf den Platz bringen“, betonte Tuchel in der Pressekonferenz am Freitag.

Anzeige

Beim Finale im Wembley-Stadion am Samstag werden – anders als im Halbfinale – Zuschauer zugelassen und vor Ort sein. "Stimmt!", platzte es aus Tuchel bei einer Nachfrage heraus. "Das wird auf jeden Fall anders mit den Zuschauern. Das wird morgen ein Schock, wenn die auf einmal wieder da sind", meinte der 47-Jährige mit einem Lachen. Fußball sei dann schließlich "ein ganz anderes Spiel", resümierte er vorfreudig.

Patzer als Lektion? Tuchels Umgang mit der Derby-Niederlage

Ausgerechnet vor seinem ersten Endspiel mit dem FC Chelsea und den beiden entscheidenden Wochen der Saison musste sich Thomas Tuchel über einen Patzer seines zuletzt so formstarken Teams ärgern: Die 0:1-Niederlage im Derby gegen Arsenal am späten Mittwochabend. Tuchel hatte sich gegen den Lokalrivalen FC Arsenal mit seiner auf mehreren Positionen veränderten Startelf verzockt. Unter anderen schonte er die deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger und Timo Werner mit Blick auf die Partie am Samstag im Wembley-Stadion. "Ich hätte das so nicht machen sollen", gab sich der 47-Jährige, der 2017 den DFB-Pokal mit Borussia Dortmund und 2020 den Coupe de France mit Paris Saint-Germain gewonnen hatte, nach dem Abpfiff selbstkritisch. "Das war eine weitere Lektion für uns." Die womöglich zur rechten Zeit kam. Denn in den kommenden vier Spielen könnten die Blues eine schwierige Saison zu einer sehr erfolgreichen machen - oder auch alles verspielen.



Am Samstag winkt Tuchel und Chelsea der erste Titel. Im FA-Cup-Finale könnten sich die Londoner drei Jahre nach dem letzten Triumph den neunten Pokal der Vereinsgeschichte sichern. Im Duell mit dem Tabellennachbarn Leicester City gibt es keinen klaren Favoriten. Der Premier-League-Dritte hat zwei Spieltage vor Saisonende zwei Punkte Vorsprung auf den Vierten Chelsea. Beide Teams spielten in den letzten Wochen stark, leisteten sich aber gelegentlich überraschende Aussetzer, so wie Leicester zuletzt beim 2:4 gegen Newcastle United.

**FA-Cup und Premier League – Zwei Endspiele gegen Leicester

**

Schon am Dienstag spielen die Blues in der Premier League wieder gegen Leicester. Mit einem Erfolg würde die Tuchel-Elf, die am letzten Spieltag bei Aston Villa antritt, einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Qualifikation machen. Bei einer Niederlage oder einem Remis könnte der FC Liverpool vorbeiziehen und Chelsea aus der Top vier der Tabelle verdrängen. "Es ist immer ein großer Kampf", warnte Tuchel.

Der vielleicht größte Kampf steht seinen Blues jedoch am 29. April in Porto gegen den bereits feststehenden englischen Meister Manchester City bevor. Dorthin wurde das ursprünglich in Istanbul geplante Champions-League-Finale wegen der coronabedingten Reisebeschränkungen verlegt, damit englische Fans dabei sein können. Der Ortswechsel, erklärte Tuchel am Freitag lachend, spiele für ihn keine Rolle. "Ich würde das Finale überall spielen. Immerhin ist es ja das Champions-League-Finale." Gerade sei es aber deutlich wichtiger, "dass wir uns auf die beiden anstehenden Endspiele konzentrieren" – das im Pokal und die in der Liga.

Tipp: Die komplette SPORTBUZZER-Berichterstattung zur EM 2021 findest Du auch in der superschnellen EM-App von Toralarm. Und folge gerne @sportbuzzer auf Instagram!