11. Juli 2020 / 20:16 Uhr

Fabian Schleusener rettet 1. FC Nürnberg: Club bleibt nach Drama in Ingolstadt zweitklassig

Fabian Schleusener rettet 1. FC Nürnberg: Club bleibt nach Drama in Ingolstadt zweitklassig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fabian Schleusener rettete mit seinem Last-Minute-Treffer den Nürnberger Klassenerhalt.
Fabian Schleusener rettete mit seinem Last-Minute-Treffer den Nürnberger Klassenerhalt. © 2020 Getty Images
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Der 1. FC Nürnberg bleibt Zweitligist. Trotz einer 1:3-Niederlage im Rückspiel der Relegation beim FC Ingolstadt setzte sich der Club aufgrund der Auswärtstorregel gegen die Schanzer durch - die Nürnberger hatten das Hinspiel daheim mit 2:0 gewonnen. Fabian Schleusener rettete die Nürnberger vor dem drohenden Abstieg mit einem Last-Minute-Tor.

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Joker Fabian Schleusener hat mit einem Tor in letzter Sekunde das Horrorszenario für den 1. FC Nürnberg verhindert und den Club vor dem Absturz in die Drittklassigkeit bewahrt. Der 28-Jährige traf in der sechsten Minute der Nachspielzeit zum 1:3 (0:0) beim FC Ingolstadt. Das reichte den Gästen aus Nürnberg am Samstagabend nach dem 2:0 im Hinspiel. Ingolstadt bleibt damit drittklassig, der Club nach der Relegation in der 2. Liga.

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Das Ingolstädter Team von Trainer Tomas Oral stand kurz vor dem kleinen Fußball-Wunder im leeren heimischen Sportpark mit einer brillanten Effektivität nach ruhenden Bällen. Drei Freistöße von Marcel Gaus führten zu den Toren von Kapitän Stefan Kutschke (52. Minute), der erfolgreich abstaubte, sowie Kopfbällen von Tobias Schröck (62.) und Robin Krauße (62.). Dreimal agierte die Club-Abwehr viel zu passiv. Der vorsichtig beginnende Außenseiter hatte den Favoriten zuvor erfolgreich eingeschläfert - Orals Abwarte-Taktik ging bis kurz vor Ende blendend auf.

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Der SC Paderborn und der VfL Osnabrück bestreiten 2009 die erste Relegation zwischen 2. und 3. Liga. Hier zieht Stürmer Frank Löhning (Paderborn) an Verteidiger Thomas Cichon (Osnabrück) vorbei. Beide Partien kann Dirttligist Paderborn 1:0 gewinnen und deshalb den Aufstieg feiern. Für die Lila-Weißen geht es eine Etage tiefer weiter.  ©

Ingolstadt schnuppert am Wunder - dann kommt Schleusener

Die Ingolstädter Hoffnung trug vor dem Anpfiff eines denkwürdigen Abends einen Namen: Stefan Kutschke. Der Mittelstürmer, der beim Hinspiel verletzt gefehlt hatte, meldete sich fit. „Stefan ist als Typ unersetzbar“, betonte FCI-Coach Oral. Die Rückkehr des baumlangen Rammbocks im Sturm war aber kein Signal zum Ingolstädter Sturmlauf. Vielmehr belauerten sich beide Teams 45 Minuten lang.

Hinten zu Null - das hätte für den Club, der durch Mikael Ishak eine erste Kopfballchance hatte (9. Minute), genügt. Der FCI hatte seine einzige echte Torchance vor der Pause bei einem indirekten Freistoß, den Krauße aus 19 Metern knapp am Nürnberger Tor vorbeizirkelte (27.). Der Rest war Rasenschach - unspektakulär!

Das änderte sich nach der Pause. Dreimal flankte Gaus Freistöße in den Strafraum, dreimal landete der Ball im Netz. Das Entsetzen im Club-Lager war groß. Interimscoach Michael Wiesinger versuchte es mit Wechseln. Einen Kopfball von Joker Nikola Dovedan klärte FCI-Verteidiger Nico Antonitsch kurz vor der Torlinie (80.). Und dann kam Schleusener.