17. Februar 2020 / 06:00 Uhr

Fabio Frank lässt den FSV Kritzmow spät jubeln

Fabio Frank lässt den FSV Kritzmow spät jubeln

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Pure Freude bei Siegtorschütze Fabio Frank (2.v.r.), der hier von seinen Teamkollegen bejubelt wird.
Pure Freude bei Siegtorschütze Fabio Frank (2.v.r.), der hier von seinen Teamkollegen bejubelt wird. © Johannes Weber
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Der Stürmer trifft in der 83. Minute zum 1:0 für die Rand-Rostocker gegen die LSG Elmenhorst. Der Torschütze hofft darauf, in dieser Saison noch einmal ganz oben anzugreifen.

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Fabio Frank hatte am Sonntag nach dem Abpfiff ein Dauergrinsen im Gesicht. Der Stürmer des FSV Kritzmow hatte allen Grund zum Strahlen. Sein Treffer in der 83. Minute bescherte dem FSV im Nachholspiel der Fußball-Landesklasse III einen 1:0 (1:0)-Erfolg bei der LSG Elmenhorst (8. Platz/22 Punkte). „Das späte Tor war sehr erlösend. Der Sieg war wichtig, um oben dranzubleiben“, sagte Frank, der mit den Kritzmowern (jetzt 31 Punkte) den dritten Tabellenrang festigte. Der Rückstand zu Spitzenreiter SFV Nossentiner-Hütte beträgt aktuell sechs Zähler.

„Vielleicht werden unser Einsatz und unser Wille am Saisonende mit einer noch besseren Platzierung belohnt. Schauen wir mal“, so Frank. Er hat die Intention noch nicht abgeschrieben, näher an die Spitze zu rücken. Mit seinen nun elf Saisontreffern hat der lauffreudige Offensivmann einen großen Anteil daran, dass der FSV so gut dasteht.

Wechsel war schwieriger Schritt

Frank war im Sommer zusammen mit Coach Christian Thoms und seinen Mitspielern Sebastian Rupp und Oliver Geppert vom TSV Einheit Tessin nach Kritzmow gewechselt. Der Angreifer betont, dass ihm der Schritt nicht leicht gefallen war. „Ich bin in Tessin groß geworden, das war dort wie eine Familie für mich. Aus privaten Gründen wurde es zeitlich enger für mich, so dass ich etwas Neues starten wollte“, erklärt Frank, der sich nicht als typischer Knipser sieht. „Ich arbeite lieber für das Team, so komme ich besser ins Spiel."

Bildergalerie zum Spiel der Landesklasse III: LSG Elmenhorst - FSV Kritzmow

Peter Schulz klärt die Szene gegen den Kritzmower Jonas Opfermann (r.). Zur Galerie
Peter Schulz klärt die Szene gegen den Kritzmower Jonas Opfermann (r.). ©

In Tessin machte Frank viele Höhen und Tiefen durch. Besonders hart war für ihn die Zeit im Herbst 2017. Der berufstätige Industriemeister zog sich einen Schienbeinbruch zu und fiel lange aus. „Da wir zu der Zeit in Tessin auch personell eng besetzt waren, hat es sehr weh getan, nur von außen zugucken zu können. Bei Einheit haben sie mich aber wieder gut aufgebaut", erzählt Frank. Er musste über ein Jahr auf sein Comeback warten, da es Hindernisse im Heilungsprozess gab. Im Februar 2019 folgt die Rückkehr auf den Platz.

Frank blüht in Kritzmow auf

Aus der langen Leidenszeit scheint Frank gestärkt gegangen zu sein. Nach seinem Wechsel zum FSV blühte er auf und hat sich sofort zu einem wichtigen Faktor entwickelt. „Fabio ist noch jung und reift noch", hält Christian Thoms große Stücke auf seinen Schützling. Der Coach lobt Frank für sein großes Laufpensum, dass er pro Partie abspult. „Er macht im Spiel Wege, die andere nicht machen. Fabio agiert sehr präsent und hat seinen Zug zum Tor verbessert", ergänzt Thoms.

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Bei den Auftritten von Frank im Kritzmower Dress schauen gelegentlich alte Tessiner Weggefährten zu – so auch am Sonntagvormittag auf dem Kunstrasen in Lichtenhagen Dorf. Die Partie gegen die Elmenhorster war eine hartumkämpfte Begegnung. Schiri Mike Rauch musste sieben Gelbe Karten sowie zwei Platzverweise verteilen. Die erste Hin­ausstellung handelten sich der FSV schon in der 18. Minute ein. Sven-Ole Ludwig ging mit zu hohem Bein in den Zweikampf mit LSG-Angreifer Paul Maletzke, traf ihn am Hals und sah Rot. Trotz der frühen Unterzahl hatte der Favorit mehr von der Partie. Durch das Tor von Frank, der nach einem Freistoßzuspiel abzog und traf, brachen die Gäste den Bann.

Schwere Verletzung bei Elmenhorster Kicker

LSG-Coach Robert Krüger befand: „Es war ein sehr unruhiges Spiel. Wir sind nicht cool genug geblieben, hätten uns in Überzahl mehr auf das Fußballspielen konzentrieren müssen.“ Ärgerlich für die Elmenhorster: Defensivmann Stefan Tarlatt knickte nach einem Zweikampf mit Kritzmows Lars Bill unglücklich um. Er wurde mit Verdacht auf Bruch des Sprunggelenks mit dem Rettungswagen abgeholt. „Was ich unnötig fand, war, dass der Gegenspieler unseren Akteur angrinst und sagt, dass er selber schuld sei", fügte Krüger verärgert hinzu.

LSG Elmenhorst: Gottschalk – M. Schulz, Tarlatt (70. Rösler), Korthals, Karatas – P. Schulz, Seidel – Koop, Sass, A. Schulz – Maletzke.
FSV Kritzmow: Rupp – Pätzold, Aul, Aschenbrenner, Lindemann (64. Bill) – Hickstein, Geppert – Schumacher (86. Opfermann), Ludwig, Schwarz – Frank (90. Diesterhoff).
Tor: 0:1 Frank (83.).
Rot: Ludwig (18./grobes Foul/FSV).
Gelb-Rot: Karatas (86./Nachtreten/LSG).
Schiedsrichter: Mike Rauch.
Zuschauer: 45.

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