18. Dezember 2019 / 14:45 Uhr

Fair-Play-Auszeichnung für U16 von Hertha BSC unter Vorbehalt

Fair-Play-Auszeichnung für U16 von Hertha BSC unter Vorbehalt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der VfB Auerbach will die Jugendspieler von Hertha BSC einladen und den Jugendlichen die Chance geben sich auszutauschen.
Der VfB Auerbach lud die Jugendspieler von Hertha BSC derweil ein, um den Jugendlichen die Chance zu geben sich auszutauschen. © imago/Matthias Koch
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Die beiden Spielabbrüche mit Beteiligung von Hertha BSC werden nun vor den Sportgerichten verhandelt. Derweil räumt sich die Deutsche Olympische Gesellschaft etwas Zeit ein, Herthas U16-Team mit einer Fair-Play-Medaille auszuzeichnen.

Die Deutsche Olympische Gesellschaft Berlin will nun doch das Sportgerichtsverfahren abwarten, bevor das U16-Team von Fußball-Bundesligist Hertha BSC mit einer Fair-Play-Medaille ausgezeichnet wird. „Die Vergabe der Medaille steht natürlich unter Vorbehalt. Die Sache schien uns eindeutig zu sein. Sollte es neue Fakten geben, werden wir uns das natürlich neu überlegen“, sagte Berlins DOG-Präsident Richard Meng am Mittwoch dem MDR.

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Mehr zum Vorfall

Herthas U16 hatte am Wochenende nach Vereinsangaben wegen rassistischer Beleidigungen die Regionalliga-Partie beim VfB Auerbach trotz einer 2:0-Führung vorzeitig beendet. Die folgende Berichterstattung hatte beim DOG zur Überlegung geführt, die Mannschaft auszuzeichnen: „Es ist gut, wenn eine Mannschaft sagt, dass eine Grenze erreicht ist. Die Berliner Berichterstattung war eindeutig“, sagte Meng.

Über die Vorkommnisse wird seitdem aber gestritten: Auerbacher Verantwortliche und Patrick Müller, Kreisrat der Partei Die Linke, der bei der Partie vor Ort war, dementierten und warfen auch den Hertha-Jugendspielern vor, „aufs Übelste gepöbelt“ zu haben. Das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV) hat ein Verfahren zur Untersuchung der Vorfälle eingeleitet und beide Seiten um eine Stellungnahme gebeten.

Auch abgebrochenen Bezirksliga-Partie wird vor Sportgericht verhandelt

Über die abgebrochene Bezirksliga-Partie der dritten Herren-Mannschaft von Hertha bei Anadoluspor wird das Sportgericht des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) am 24. Januar verhandeln. Bis dahin sollen der Schiedsrichter sowie beide beteiligten Vereine eine Stellungnahme abgeben.

Die Partie in der Berliner Bezirksliga wurde beim Stand von 2:0 für Anadoluspor nicht fortgesetzt, nachdem Zuschauer einen Hertha-Spieler tätlich angegriffen haben sollen. Laut Bild-Zeitung musste sich der Spieler nach einem Schlag auf den Hinterkopf übergeben und „hat vom Arzt zwei Wochen Sportverbot“ bekommen. Zuvor hieß es, er sei von einem Zuschauer gewürgt worden. Bereits am 9. Februar treffen Hertha III und Anadoluspor auch außerhalb des Sportgerichts wieder aufeinander: Dann steht das Rückspiel in der Bezirksliga an.