22. November 2016 / 09:56 Uhr

"Fair-Play mit Füßen getreten": Jetzt droht Arminias Murat Salar eine Sperre

"Fair-Play mit Füßen getreten": Jetzt droht Arminias Murat Salar eine Sperre

Stephan Hartung und Jörg Grußendorf
Göttinger Tageblatt
Nach dem Derby gegen den HSC diskutierte Arminia-Trainer Murat Salar mit den Schiedsrichter.
Nach dem Derby gegen den HSC diskutierte Arminia-Trainer Murat Salar mit den Schiedsrichter. © Florian Petrow
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Arminias Trainer Murat Salar wurde gegen den HSC Hannover vom Platz gestellt - nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Nach dem Spiel soll er zudem den Schiedsrichter "nicht nur verbal" attackiert haben. Salar hingegen fühlt sich von den Unparteiischen benachteiligt.

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Am Tag danach hatte sich bei Murat Salar, Trainer des Oberligisten SV Arminia Hannover, der Ärger wieder gelegt. „Natürlich ist es bitter, dass wir nicht gewonnen haben. Aber es war ein tolles Derby“, sagte Salar, dessen Team beim 1:1 gegen den HSC Hannover den Ausgleich per Elfmeter in der Nachspielzeit kassiert hatte.

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Was in einer hektischen Schlussphase noch hinzukam, war die Hinausstellung des emotionalen Trainers. Nach der Elfmeter-Entscheidung musste Salar auf die Tribüne. Der Anlass: Der Coach hatte beim Elfmeterpfiff Applaus geklatscht, was das Gespann um Schiedsrichter Benjamin Schmidt als Beleidigung aufgefasst habe, so Salar. „Das war ironisch gemeint, wie sehr ich mich freue, dass wir erst nicht das 2:0 machen und dann auch noch einen Elfmeter bekommen – da werde ich ja kaum jubeln, zumal der Elfmeter absolut berechtigt war“, sagte Salar.

Was für den Coach zum Problem werden kann: Schon im Juli beim Porta-Pokal gegen den HSC und Anfang Oktober beim 0:4 gegen Eintracht Northeim war er auf die Tribüne verbannt worden. So etwas spricht sich natürlich in Schiedsrichterkreisen herum. „Ich wünsche mir, dass die Schiedsrichter unvoreingenommen unsere Spiele pfeifen. Denn ich bemerke eine andere Toleranz, mich auf die Tribüne zu schicken. Offenbar habe ich das Image eines Bad Boys“, sagte Salar. „Was soll das, mich für die letzte Aktion des Spiels auf die Tribüne zu schicken?“

"Es ist respektlos"

Nach der Partie habe sich Salar mit den Schiedsrichtern unterhalten und nach dem Grund der fünfminütigen Nachspielzeit fragen wollen. „Hätte man mir das vernünftig erklärt – okay. Aber mir wurde eine Antwort verweigert, ich wurde sogar weggeschubst“, sagte Salar. „Ich meine, dass wir seit mehreren Spielen von den Schiedsrichtern brutal benachteiligt werden“. In diesem Punkt widerspricht ihm sogar sein Sportlicher Leiter. „Das sehe ich nicht so. Ich glaube auch nicht, dass sich die Schiedsrichter unseren Trainer jetzt herauspicken“, sagt Arminias Bernd Krajewski.

Auch zu den Abläufen nach Spielschluss, die HSC-Trainer Rainer Behrends als „unwürdig, „die auf dem Platz nichts zu suchen haben“, bezeichnete, gibt es widersprüchliche Aussagen. Ein Augenzeuge berichtete, dass Salar „wie wild“ 50 Meter auf den Referee zugestürmt sei und „nicht nur verbal auf ihn eingewirkt“ habe. Salar habe das Fair-Play „mit Füßen getreten“, sagte er weiter, „es ist respektlos, wie er die ganze Zeit auf das Schiedsrichtergespann eingewirkt hat.“ Es ist nicht ausgeschlossen, dass Salar eine Strafe erwartet – oder dass Schiedsrichter Schmidt Strafanzeige stellt. „Von einem Zusatzbericht des Schiedsrichters haben wir noch nichts gehört“, sagte Krajewski.

*Die Pressekonferenz nach dem Spiel im Video
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Die Pressekonferenz HSC gegen Arminia from Sportbuzzer on Vimeo.

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