26. September 2020 / 22:30 Uhr

Fair Play: SV Bavenstedt schenkt dem VfR Evesen beim 4:4 ein Tor

Fair Play: SV Bavenstedt schenkt dem VfR Evesen beim 4:4 ein Tor

Jörg Bressem
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
Symbolbild.
Symbolbild © Sportbuzzer
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Wer sich Fußball anschaut, braucht keine TV-Zerstreuung mehr - manchmal jedenfalls. Das 4:4 im Landesligaspiel zwischen dem SV Bavenstedt und dem VfR Evesen war ein wilder Ritt und pures Sportvergnügen.

„Sowas brauche ich aber kein zweites Mal“, meinte VfR-Fußballchef Jürgen Bolte hinterher. Der Schaumburger Aufsteiger bekam erst in der fünften Minute der Nachspielzeit den Ausgleich. Evesen trat stark verändert an, weil Spieler wie Jannis Städter, Caglayan Tunc, Alexander Rogowski, Samuel Pentke, Qendrim Krasniqi und Torwart Patrick Wehmeyer fehlten.

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Im Hildesheimer Dauerregen waren die Gäste in der ersten Halbzeit trotzdem die deutlich bessere Mannschaft, gingen durch Nico Stolte nach Lennard Heines Zuspiel mit 1:0 in Führung (12.), kassierten aber nur vier Minuten später Servet Kiziolbogas 1:1-Ausgleich. Dieser Ablauf wiederholte sich, als Burak Buruk einen Foulelfmeter zur Eveser 2:1-Führung verwandelte (26.) und Dennis Reuther einen 18-Meter-Freistoß für Bavenstedt an der Mauer vorbei zum 2:2 einnetzte (43.). „Eigentlich hätten wir zur Pause klar führen müssen“, ärgerte sich Bolte.

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Nach dem Wechsel wurde Bavenstedt stärker, musste aber in der 74. Minute die erneute Eveser Führung durch den gerade eingewechselten Lois Elsner schlucken. Erneute war Lennard Heine der Vorbereiter. Danach gab es eine höchst faire Szene mit Prädikat. Der SV Bavenstedt wollte dem VfR Evesen nach einer Verletzungsunterbrechung freiwillig den Ball überlassen, was aber schiefging, weil Evesen unaufmerksam war, was Marcel Czaudera zum 3:3-Ausgleich nutzte (84.).

Es gab wilde Diskussionen, Rudelbildung und ein Einsehen bei den Platzherren. Sie überließen nach dem Wiederanpfiff Evesens Burak Buruk den Ball, griffen ihn nicht an und ließen ihn das 4:3 der Gäste erzielen. Eine extrem noble Geste, weil das Spiel in dieser Phase auf Messers Schneide stand und es so aussah, als wenn es der Siegtreffer des VfL Evesen gewesen wäre. In der 95. Minute verwertete Paul-Luis Hilzendeger einen Pfostenabpraller aber noch zum 4:4-Ausgleich. „In jeder Hinsicht gerecht“, befand Bolte.

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VfR Evesen: Förster, Buruk (93. Ghonaim), Bennett Heine, Siepe, Marzinowski, Kleiber (68. Elsner), Hull, Stolte, Fuchs, Lennard Heine (80. Moritz Heine), Fichtner (77. Khodr).

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