15. Juni 2021 / 22:13 Uhr

Gleitschirm-Aktion bei Deutschland-Spiel: Greenpeace bekennt und entschuldigt sich

Gleitschirm-Aktion bei Deutschland-Spiel: Greenpeace bekennt und entschuldigt sich

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Greenpeace hat sich zu der Fallschirmspringer-Aktion beim deutschen EM-Auftakt bekannt.
Greenpeace hat sich zu der Fallschirmspringer-Aktion beim deutschen EM-Auftakt bekannt. © Getty Images (Montage)
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Eine Protestaktion der Umweltschutzorganisation Greenpeace hat vor dem Anpfiff des deutschen EM-Auftakts gegen Frankreich für Aufsehen gesorgt. Ein Gleitschirmflieger landete auf dem Spielfeld der Münchner Allianz-Arena und wurde anschließend von Sicherheitskräften aus dem Innenraum geführt.

Mit einer gefährlichen Protestaktion hat die Umweltorganisation Greenpeace vor dem Anpfiff des ersten deutschen Spiels bei der Europameisterschaft gegen Frankreich für Aufsehen gesorgt. Ein Gleitschirmflieger war über den Innenraum der Münchner Allianz-Arena geflogen und dabei ins Gehege mit einer am Dach des Stadions installierten Kamera gekommen. Der Mann trudelte in den Innenraum und prallte dabei beinahe in die Zuschauerränge. Letztlich kam er in der deutschen Hälfte zur Landung. Greenpeace bekannte sich im Laufe des Spiels zu der Aktion – und entschuldigte sich dafür, dass der Mann auf dem Rasen landete.

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"Der Pilot wollte gar nicht ins Stadion. Er wusste, dass es zu gefährlich ist", teilte ein Greenpeace-Sprecher der Sportschau mit. Demnach sei der Aktivist möglicherweise von den Windverhältnissen über der Arena überrascht worden. Der Mann habe einen großen gelben Ball ins Stadion werfen wollen, um auf die Ziele der Organisation hinzuweisen. Via Twitter ergänzte Greenpeace: "Dieser Protest hatte nie die Absicht, das Spiel zu stören oder Menschen zu verletzten. Wir hoffen, dass es allen gut geht und niemand ernsthaft verletzt wurde. Greenpeace-Aktionen sind immer friedlich und gewaltfrei. Leider ist bei dieser Aktion nicht alles nach Plan gelaufen."

Auf dem Fallschirm des Mannes standen die Worte "Kick Out Oil!" und "Greenpeace". Bei der Aktion wurden zwei Menschen verletzt. Das bestätigten nach der 0:1-Niederlage gegen Frankreich die Europäische Fußball-Union UEFA und die Münchner Polizei am Dienstagabend. "Wir haben nach dem jetzigen Stand zwei verletzte Männer, die zur weiteren medizinischen Versorgung ins Krankenhaus gebracht worden sind", sagte ein Polizeisprecher. Über die Schwere der Verletzungen gab es zunächst keine Informationen. Der Greenpeace-Aktivist wurde festgenommen, wie der Polizeisprecher weiter sagte.

Noch während der ersten Halbzeit bekannte sich die Nonprofit-Organisation zu dem Vorfall, der offenbar gegen DFB- und UEFA-Sponsor VW gerichtet war. "Hey Volkswagen, Zeit, Öl rauszuschmeißen! Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen den Sponsor beim #FRAGER-Match und fordern: Schluss mit dem Verkauf von klimaschädlichen Diesel- und Benzinautos", twitterte der englischsprachige Greenpeace-Account.