26. Oktober 2020 / 08:44 Uhr

Wirbel um Corona-Tests: 1. FC Heidenheim verteidigt rechtliche Schritte - Würzburg mit Protest?

Wirbel um Corona-Tests: 1. FC Heidenheim verteidigt rechtliche Schritte - Würzburg mit Protest?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Streitpunkt falsche Corona-Tests: Der 1. FC Heidenheim prüft nach einem derzeitigen Fall rechtliche Schritte, die Würzburger Kickers gemäß eines Berichts einen Protest.
Streitpunkt falsche Corona-Tests: Der 1. FC Heidenheim prüft nach einem derzeitigen Fall rechtliche Schritte, die Würzburger Kickers gemäß eines Berichts einen Protest. © dpa
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Falsch-positive Corona-Tests sorgen im deutschen Profi-Fußball für Wirbel. Der 1. FC Heidenheim prüft nach einem derzeitigen Fall rechtliche Schritte, die Würzburger Kickers gemäß eines Berichts einen Protest.

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Der Vorstandschef des 1. FC Heidenheim, Holger Sanwald, hat das Vorgehen seines Klubs in der Verwirrung um mehrere Corona-Tests verteidigt. "Die Prüfung rechtlicher Schritte gegen das zuständige Labor ist unsere Pflicht, da die Vorbereitung der Mannschaft auf unser Spiel gegen den VfL Osnabrück empfindlich gestört wurde und uns in den vergangenen Tagen im Zuge der Testungen ein finanzieller Mehraufwand sowie Imageschaden entstanden ist", sagte Sanwald der Deutschen Presse-Agentur.

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Vier Spieler und ein Mitglied des Trainer- und Funktionsteams waren noch am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet worden, anschließend ließ der Klub neue Tests durch das Klinikum Heidenheim durchführen - die am Samstag wie schon am Freitag alle negativ waren. Am Sonntag gegen den VfL Osnabrück (1:1) durften alle Profis eingesetzt werden. Der FCH prüft nun rechtliche Schritte. "Was diesbezüglich rechtlich möglich ist, gilt es jetzt für uns im Nachgang zu klären", fügte Sanwald an.

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Auch bei anderen Vereinen gab es in den vergangenen Tagen Wirbel um sogenannte "falsch positive" Tests. So durfte Serge Gnabry vom FC Bayern am Sonntagnachmittag seine Quarantäne nach einem positiven Befund am letzten Dienstag verlassen. Der Nationalspieler war anschließend mehrmals negativ getestet worden. Auch die Würzburger Kickers waren betroffen. Der Zweitligist hat nach eigenen Angaben in der Partie beim Hamburger SV wegen falsch positiver Corona-Testergebnisse auf Profi Douglas sowie die Co-Trainer Kurtulus Öztürk und Philipp Eckart verzichten müssen. Nach Bild-Angaben prüfe der Klub nun einen Einspruch, um zu klären, wie die DFL künftig mit derartigen Fällen umgehen werde.

Das Kickers-Trio sei zunächst positiv getestet worden, nach der 1:3-Niederlage am Samstag sei der Klub aber vom zuständigen Labor mündlich informiert worden, dass die Ergebnisse "falsch positiv" gewesen seien. Der Klub habe "vollstes Vertrauen" in die Deutsche Fußball Liga bei der Aufarbeitung des Vorgangs. Zuvor hatte der Verein erklärt, dass alle drei Profis keine Symptome zeigen würden und noch in der Nacht umgehend isoliert worden seien. Daraufhin seien am Vormittag Schnelltests bei Mannschaft, Trainerteam und Betreuerstab durchgeführt worden. Diese seien ebenso wie die turnusmäßigen Tests negativ ausgefallen. Auch die Ergebnisse der Schnelltests von Douglas sowie der beiden Co-Trainer seien negativ gewesen.