19. März 2019 / 13:27 Uhr

Famulla zu seiner Rückkehr zum TSV Bramstedt: "Ein bisschen wie nach Hause kommen"

Famulla zu seiner Rückkehr zum TSV Bramstedt: "Ein bisschen wie nach Hause kommen"

Thorin Mentrup
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Friedhelm Famulla vbleibt den Kreisliga-Sportplätzen in Diepholz treu: In der kommenden Saison trainiert er erneut den TSV Bramstedt.
Friedhelm Famulla vbleibt den Kreisliga-Sportplätzen in Diepholz treu: In der kommenden Saison trainiert er erneut den TSV Bramstedt. © Thorin Mentrup
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Nach fünf Jahren kehrt Friedhelm Famulla nach Bramstedt zurück und will an alte Zeiten anknüpfen

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Es ist schon fast wieein Stück Fußball-Romantik: Friedhelm Famulla kehrt zum TSV Bramstedt zurück – und damit zu dem Verein, mit dem er zwei seiner insgesamt fünf Aufstiege in mehr als 30 Jahren Trainertätigkeit feierte. „Ein bisschen“, sagt der Coach, der momentan noch den TSV Weyhe-Lahausen trainiert, „ist es wie nach Hause kommen.“ Und auch Daniel Zimmermann, Fußball-Spartenleiter der Bramstedter, freut sich auf ein Wiedersehen mit seinem Ex-Coach.

„Wir haben viele gemeinsame Erinnerungen“, sagt Zimmermann. Er gehörte schon zur Mannschaft, die Famulla zwischen 2009 und 2014 trainierte und die den Durchmarsch schaffte von der 1. Kreisklasse über die Kreisliga A bis hin zur Kreisliga, in der sich der TSV seitdem hält. Doch nicht nur Zimmermann kennt Famulla von damals noch. Fünf, sechs Spieler seien auch heute noch dabei, unter anderem Iven Lehner und Amadeus Stucke. „Die Verbindung nach Bramstedt ist nie abgerissen“, verrät Famulla. Deshalb dauerte es auch nicht allzu lange, bis er sich für die Blau-Weißen entschied. „Ich kenne den Verein, ich kenne die Strukturen und ich kenne einen Großteil der Mannschaft“, sieht der Coach, dem nach eigener Aussage mehrere Angebote vorlagen, viele Vorteile. Eine lange Einarbeitungszeit dürfte er nicht brauchen.

Keine langen Gespräche nötig

Auch die Bramstedter wissen nur zu gut, wen sie sich da ins Boot holen. „Es hat mit ‚Famu‘ menschlich immer sehr gut gepasst und sportlich auch“, sagt Zimmermann rückblickend. Famulla sei der Wunschkandidat gewesen. Da der Wunsch, wieder gemeinsam zu arbeiten, auf Gegenseitigkeit beruhte, dauerten die Gespräche nicht allzu lange. „Wir haben telefoniert und uns danach getroffen. Nach vielleicht 20 Minuten war alles klar“, verrät Famulla. Beide Seiten werten dieses zügige Bekenntnis als positiven Beginn. „Er ist ein Fachmann, der im Kreis und im Bezirk einen guten Ruf genießt. Die Mannschaft hat schnell gesagt, dass das passen könnte“, ist Zimmermann überzeugt. Für den Verein bedeute Klarheit auf dem Trainerstuhl vor allem Planungssicherheit. „Es ist für die Spieler ganz entscheidend, wer Trainer ist“, weiß der Spartenleiter und Angreifer in Personalunion. Nun gelte es, so schnell wie möglich Klarheit in Sachen Ligazugehörigkeit zu schaffen. Noch sind die Bramstedter nicht aller Sorgen ledig im Abstiegskampf. „Aber das wollen wir in den nächsten Wochen regeln“, hofft Zimmermann darauf, unter Jan Lehmkuhl, der noch bis zum Saisonende an der Seitenlinie stehen und dann zu den B-Junioren des TuS Sudweyhe wechseln wird, schnell die nötigen Zähler für den Klassenerhalt einzufahren.

Famulla hat seine Zusage übrigens unabhängig von der Spielklasse gegeben. Dass er auf den Ligaverbleib hofft, steht dennoch außer Frage. Der Trainer, der seit 33 Jahren ohne Unterbrechung stets an der Seitenlinie gestanden hat, freut sich auf seine neue Aufgabe und will in Bramstedt an erfolgreiche Zeiten anknüpfen. Er will das Team in sicheren Kreisliga-Gefilden etablieren. „Ich finde, dass die Mannschaft in der Tabelle momentan deutlich unter Wert dasteht. Sie ist besser als Platz elf. Mit Iven (Lehner, d. Red.) und Daniel (Zimmermann, d. Red.) hat sie zwei Klassestürmer. Bramstedt ist reizvoll.“

Allzu gern, das betont Famulla, hätte er auch in Lahausen, wo er noch bis Saisonende Trainer sein wird, weitergemacht. „Es ärgert mich, dass es nicht geklappt hat. Lahausen hat eine tolle Mannschaft und der Verein ist direkt vor meiner Haustür.“ Doch weil die Chemie nicht stimmte, kündigte Famulla vor wenigen Wochen, wie berichtet, seinen Rückzug an. Ein für ihn konsequenter, aber durchaus auch schmerzvoller Schritt. Dennoch verspricht er, sich in den kommenden Monaten voll und ganz seinem jetzigen Verein zu widmen. Der sechste Aufstieg seiner Trainerlaufbahn wäre der perfekte Abschied für Famulla. Die Chancen auf den Sprung in die Bezirksliga stehen trotz der 4:5-Niederlage am vergangenen Wochenende in Okel und dem Verlust des Aufstiegsplatzes bei nur zwei Zählern Rückstand dennoch nicht schlecht. „Den Aufstieg will ich unbedingt schaffen. Darauf liegt in den nächsten Monaten mein Hauptaugenmerk“, verspricht Famulla vollen Fokus auf seine letzten Monate in Lahausen.

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