29. Juli 2021 / 19:34 Uhr

Fan-Ankunft im RB-Camp in Österreich: Autogrammstunden, Trainingseinheiten und Testspiel

Fan-Ankunft im RB-Camp in Österreich: Autogrammstunden, Trainingseinheiten und Testspiel

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Saalfelden 29.07.2021, Hotel Gut Brandhof, Fussball, Bundesliga, GER , 
RB Leipzig - Trainingslager in Saalfelden am Steinernen Meer / AUT. , 
Im Bild: Konrad Laimer  und Fans von RB Leipzig , 
Foto: PICTURE POINT / Roger Petzsche , 
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Geduldig gaben die Spieler nach dem Abschluss des Trainings Autogramme. © Picture Point
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André Silva und Co. zauberten den Fans von RB Leipzig im Trainingslager in Saalfelden in der ersten öffentlichen Einheit etwas vor. Doch für die Schlachtenbummler wurden die Stars zur Bückware - denn ein Banner versperrte ihnen die Sicht. Zum Glück stehen noch Autogrammstunden, ein Testspiel und Gespräche mit den Profis an.

Saalfelden. Der Weg war stauig und schwer, dauerte nahezu zehn Stunden. Dann waren die beiden Busse mit den RB-Fans da, am Sehnsuchtsort, im Ösi-Camp der Roten Bullen im österreichischen Saalfelden. Knapp 80 Männlein/Weiblein haben sich den Drei-Tage-Trip runde 500 Euro kosten lassen, genießen Landschaft und Luft – und vor allem den Kontakt zu ihren Herzblättern, der gestern Abend im Hütten-Gaudi-Event , Fan trifft Fußballer gipfelte. RB-Direktor Ulrich Wolter ist eigens aus Leipzig angereist, um dem Dienst am Kunden vor Ort beizuwohnen. Alles mit An- und Abstand, fast alles im Lot also.

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Keine Sicht für die Fans

Nicht ganz so prickelnd für die Schlachtenbummler und eine ganz neue Spielart der Bückware: Bei Ihrem ersten Training drückten sie sich nicht nur die Nase am Zaun platt, sondern mussten wegen der Werbe-Banner auf Sichthöhe auch noch in die Knie gehen oder sich in stabile Seitenlage begeben, um die Freud betonte Einheit der Männer von Jesse Marsch zu beobachten. Eine Fan-Meinung dazu: „Das ist wie im Leipziger Zoo, nur schlechter.“ Entspannte Sicht hatte nur einer: Ein Fan-Mops. Doch Abhilfe ist im Anmarsch. Heute soll sich der Zaun für Einreisewillige lockern und freie Sicht ermöglichen. Die RB-Anhänger sind auch beim finalen Test am Sonnabend gegen Ajax Amsterdam dabei (16 Uhr, Goldberg-Stadion, Salzburg), steigen dann in ihre Busse und sind Sonntag früh zum Brötchenholen oder Gottesdienst zurück. Das muss man mögen.

DURCHKLICKEN: Die Bilder vom fünften Tag des RB-Trainingslagers

Auch am fünftenTag des Trainingslagers kamen die Profis von RB Leipzig ordentlich ins Schwitzen. Unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen Fans, die nach Saalfelden gereist waren. Zur Galerie
Auch am fünftenTag des Trainingslagers kamen die Profis von RB Leipzig ordentlich ins Schwitzen. "Unterstützt" wurden sie dabei von zahlreichen Fans, die nach Saalfelden gereist waren. ©

Auch die mitgereisten Damen und Herren von Presse, Funk, Fernsehen kamen gestern in den Genuss einer, sagen wir, teambildenden Maßnahme. In der Kraller-Alm in Leogang wurde diniert und gesprochen. Gesprächspartner: Cheftrainer Jesse Marsch, Christopher Vivell (Technischer Direktor) und Lizenzspieler-Leiter Frank Aehlig. Club-Boss Oliver Mintzlaff fehlte entschuldigt, hat in New York zu tun.

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Das Camp nähert sich dem Ende, am Sonntag fliegen die Roten Bullen zurück nach Leipzig und bereiten sich auf den durchaus scharfen Start im DFB-Pokal beim SV Sandhausen vor (7. August, 16.30 Uhr). Vorteil der vom alten Haudegen Gerd Kleppinger trainierten Sandhäuser: Sie sind schon im Ernstfall-Rhythmus. Jesse Marsch kommt nicht umhin, ein Team aus verschiedene Evolutionsstufen zu bilden. Aus jenen Kickern, die die komplette Vorbereitung intus haben und jenen, die erst nach der EM zum Üben kamen. Beim Start fehlen werden Yussuf Poulsen (schlägt erst kommende Woche in Leipzig auf) sowie die Olympioniken Benny Henrichs und Dani Olmo. Mit Dominik Szoboszlai, der zuletzt nur eingeschränkt ran durfte, wird es auch eher nichts.

Coach Marsch schwärmt von der Ausgeglichenheit seines Teams

Bis zum Anpfiff wird sich nicht geklärt haben, ob die aktuelle Transferperiode der Rasenballer segensreicher als die vorherigen sein wird. Bei RB hofft man mit Blick auf die kostspieligen André Silva, Mohamed Simakan, Josko Gvardiol und Brian Brobbey, dass die Flop-Quote deutlich geringer sein möge als zuletzt.

Der neue Coach ist jedenfalls guter Dinge: „Die Potenziale der Spieler sind enorm“, sagte Jesse Marsch der Mitteldeutschen Zeitung. „Ich finde, wir haben den vielleicht qualitativ breitesten Kader der Liga. Im Grunde genommen könnten wir zwei Bundesligamannschaften stellen. Wenn es uns gelingt, dieses Potenzial komplett zu entfalten, dann können wir zusammen viel Spaß haben.“ Der superbreite Kader hat den RB-Sparstrumpf superlang und leer gezogen. Jetzt wollen und müssen sie mal wieder verkaufen.