17. September 2020 / 21:48 Uhr

Nach Fan-Eklat um Toni Leistner: Uwe Seeler äußert gewisses Verständnis für HSV-Profi

Nach Fan-Eklat um Toni Leistner: Uwe Seeler äußert gewisses Verständnis für HSV-Profi

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Toni Leistner sorgte im DFB-Pokal für einen Eklat. HSV-Legende Uwe Seeler zeigt zumindest etwas Verständnis für den HSV-Neuzugang.
Toni Leistner sorgte im DFB-Pokal für einen Eklat. HSV-Legende Uwe Seeler zeigt zumindest etwas Verständnis für den HSV-Neuzugang. © imago images/MIS/dpa/Montage
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Mit seiner Attacke gegen einen Fan nach dem Pokal-Aus bei Dynamo Dresden sorgte HSV-Profi Toni Leistner für einen Eklat. Nun hat sich die Legende des Hamburger SV, Uwe Seeler, zu Wort gemeldet. Er äußert ein gewisses Verständnis für die Reaktion des Verteidigers. Zudem hofft Seeler auf einen Auftaktsieg des HSV.

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Es war der Eklat der ersten Runde des DFB-Pokals: Nach der 1:4-Niederlage bei Dynamo Dresden attackierte HSV-Verteidiger Toni Leistner einen Zuschauer auf der Tribüne, weil dieser ihn beleidigt haben soll. Sowohl der Profi als auch der Zuschauer hatten sich für ihr Verhalten später entschuldigt. Der Kontrollausschuss des DFB ermittelt gegen den Leistner, ein Mann aus Schleswig-Holstein erstattete laut Bericht sogar Anzeige gegen den Neuzugang der Hamburger - auf Leistner prasselt aktuell viel Kritik ein. Nun springt HSV-Legende Uwe Seeler dem 30-Jährigen zur Seite.

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Im Gespräch mit dem "Hamburg Journal" des NDR äußerte Seeler ein gewisses Verständnis für Leistner, der nach Beleidigungen gegen seine Frau auf die Tribüne gestürmt war. "Ich kann auch nicht sagen, wie ich reagiert hätte, wenn meine Frau Ilka beleidigt worden wäre. Dann wäre ich wahrscheinlich auch ausgerastet", sagte die Hamburger Ikone. Unter dem Strich könne man aber verschiedener Meinung sein.

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Mit seinem Ausraster erwies Leistner den Hamburgern zudem einen Bärendienst. Sein Einsatz am Freitag (18.30 Uhr/Sky) im Auftaktspiel der 2. Liga gegen den Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf kann so gut wie ausgeschlossen werden. Dennoch hofft Seeler auf einen Erfolg des ehemaligen Bundesliga-Dinos: „Egal wie, die Jungs sollen gewinnen“, sagte der 83-Jährige am Donnerstag. Seeler, der sich immer noch von einer Operation nach einem Sturz in seinem Haus erholt und mit einem Physiotherapeuten Reha-Übungen macht, wird das Spiel gegen Düsseldorf vor dem Fernseher verfolgen: „Ich hoffe, dass der Verein Gutes tut und gewinnt und meine Gesundheit fördert.“

Nach der 1:4-Pleite im DFB-Pokal ist das Vertrauen des Hamburger Ehrenbürgers in seinen Klub allerdings gesunken: „Ich dachte, so im ersten Spiel, dass man sich gleich besonders präsentiert und anstrengt als Spieler.“ Vor allem die Gegentreffer ärgerten den einstigen Mittelstürmer: „Da haben einige Deckungsspieler aber ganz schön geträumt.“ Dem neuen Coach Daniel Thioune, der in Osnabrück gute Arbeit geleistet habe, sollten die Verantwortlichen Zeit geben, meinte der Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft.