04. März 2022 / 17:16 Uhr

Fankrawalle und Spielabbruch: Regionalliga-Topspiel in Essen wird für Münster gewertet

Fankrawalle und Spielabbruch: Regionalliga-Topspiel in Essen wird für Münster gewertet

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach einem durch einen Böllerwurf provozierten Spielabbruch wurde die Partie zugunsten von Preußen Münster gewertet.
Nach einem durch einen Böllerwurf provozierten Spielabbruch wurde die Partie zugunsten von Preußen Münster gewertet. © IMAGO/Noah Wedel (Montage)
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Das abgebrochene Regionalliga-Topspiel zwischen Rot-Weiss Essen und Preußen Münster ist zugunsten der Gäste gewertet worden. Das Sportgericht des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) bestätigte am Freitag einen 2:0-Sieg für Münster. Die Partie im Februar war nach einem Böllerwurf vorzeitig beendet worden.

Nach dem Böllerwurf beim abgebrochenen Spiel des Regionalligisten Rot-Weiss Essen ist die Partie mit 2:0 für Preußen Münster gewertet worden. Dies hat das Sportgericht des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) am Freitag nach mehr als dreistündiger Verhandlung unter dem Vorsitz von Robert Jung (Euskirchen) entschieden. Zudem wurde RWE zu einer Geldstrafe von insgesamt 15.000 Euro auch für weitere Vorkommnisse verurteilt. Im nächsten Heimspiel muss der Klub außerdem noch eine Teilsperrung von Tribünenbereichen vornehmen.

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Der Regionalligaklub hat nun eine Einspruchszeit von zehn Tagen, ansonsten wird das Urteil rechtskräftig. Mit dieser Wertung könnte Konkurrent Münster im Aufstiegsrennen an Essen zunächst vorbeiziehen. Allerdings hat RWE noch zwei Spiele weniger absolviert.

Die Begegnung im Essener Stadion an der Hafenstraße war am 20. Februar 2022 in der 74. Minute beim Stand von 1:1 von Schiedsrichter Christian Scheper zunächst für mehr als 20 Minuten unterbrochen und danach abgebrochen worden, nachdem aus der Essener Fankurve ein Feuerwerkskörper in Richtung der Auswechselspieler von Münster geworfen wurde. Dabei erlitt Münsters Spieler Marvin Thiel ein Knalltrauma. Nach einer Besprechung mit beiden Teams wurde die Begegnung vom Unparteiischen abgebrochen. Schon im Hinspiel zwischen beiden Teams in Münster war es zu Ausschreitungen gekommen.