13. September 2020 / 23:35 Uhr

Fan-Rückkehr in die Stadien: Bayerns Ministerpräsident Söder schlägt "Probebetrieb" vor

Fan-Rückkehr in die Stadien: Bayerns Ministerpräsident Söder schlägt "Probebetrieb" vor

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Markus Söder schlägt einen Probebetrieb mit Zuschauern in den Fußballstadien vor.
Markus Söder schlägt einen Probebetrieb mit Zuschauern in den Fußballstadien vor. © imago images/Picture Point LE
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Jetzt kommt Bewegung in die Debatte um eine einheitliche Fan-Rückkehr in die Stadien. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat einen Probebetrieb mit Zuschauern vorgeschlagen.

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CSU-Chef Markus Söder sieht Chancen für eine bundeseinheitliche Lösung in der Debatte um die Fan-Rückkehr in die Bundesliga-Stadien. "Ich bin zurückhaltend, aber ich sehe eine Chance, dass wir für einige Wochen eine Art Probebetrieb machen und Ende Oktober ein endgültiges Bild haben", sagte er der Bild am Sonntagabend. Die Entscheidung dazu solle in den kommenden Tagen fallen.

Bayerns Ministerpräsident forderte aber strenge Auflagen, die an das jeweilige Stadion angepasst werden müssten. "Wie viele Zuschauer das pro Stadion sind, das muss man noch verhandeln." In jedem Fall dürfe ein Öffnen der Stadien nicht die Öffnung von Schulen und Kitas gefährden. Die gehe vor, sagte Söder.

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Als erster Bundesligist hatte RB Leipzig Anfang September die behördliche Genehmigung erhalten, zum Ligastart vor Zuschauern spielen zu können. Rund 8500 Fans dürfen die Sachsen am 20. September gegen Mainz 05 in der Red-Bull-Arena unterstützen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) bezeichnete die Entscheidung via Twitter als folgerichtig, will sich aber weiter um eine bundesweite Lösung bemühen. Am Sonntag teilte der Bremer Senat mit, dass auch Werder Bremen zum Auftakt im Weserstadion vor 8500 Fans spielen darf.

Bundesweite Lösung über Fan-Rückkehr schneller als erwartet?

Bisher sind die Lösungen ein Flickenteppich, doch mit einer bundesweit einheitlichen Richtlinien könnte es nun schneller gehen als erwartet: In der Woche vor dem Start der Bundesliga soll die Arbeitsgemeinschaft der Chefinnen und Chefs der Staatskanzleien der Länder erneut tagen. Eine vorgesehene Richtlinie sehe eine Auslastung der Stadien von 30 bis 40 Prozent vor, berichtete das ZDF am Samstag. Sie solle den lokalen Gesundheitsbehörden als Vorlage dienen und auch für andere bundesweite Sportveranstaltungen gelten. Das Staatsministerium Baden-Württemberg bestätigte, dass sich die AG am Dienstag erneut berate. Ein Sprecher der Bundesregierung sagte auf Anfrage nur, der Auftrag der Ministerpräsidenten-Konferenz an die Arbeitsgruppe, bis Ende Oktober einen Vorschlag zu machen, gelte weiterhin.

Zuvor hatte das Handelsblatt berichtet, dass Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) und die Staatskanzleien über ein gemeinsames Vorgehen beraten hätten. Der Plan sieht laut der Zeitung eine Auslastungsgrenze der Stadien von rund 20 bis 30 Prozent vor. Auch fixe Obergrenzen wie 8500 würden diskutiert. Unklar ist demnach, ob sich alle Länder an der Einigung beteiligen. Söder hatte zuvor stets betont, dass ein Start der Bundesliga mit Zuschauern angesichts steigender Infektionszahlen das "falsche Signal" sei. So mussten die bayrischen Vertreter im DFB-Pokal am Wochenende vor leeren Rängen spielen.