15. September 2020 / 18:43 Uhr

Beschluss der Bundesländer über Fan-Rückkehr steht - BVB informiert Dauerkarteninhaber

Beschluss der Bundesländer über Fan-Rückkehr steht - BVB informiert Dauerkarteninhaber

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Borussia Dortmund hat angekündigt, mit Fans in die kommende Saison starten zu wollen.
Borussia Dortmund hat angekündigt, mit Fans in die kommende Saison starten zu wollen. © imago images/Team 2
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Die Chefs der Staatskanzleien der Bundesländer haben sich am Dienstag auf eine bundeseinheitliche Regelung zur Fan-Rückkehr in der Bundesliga geeinigt - mit einer Stadionauslastung von zunächst 20 Prozent. Der BVB hat bereits seine Dauerkarteninhaber informiert.

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Die Bundesliga beginnt vor Fans. Drei Tage vor dem Eröffnungsspiel der höchsten deutschen Spielklasse zwischen dem FC Bayern München und Schalke 04 (20.30 Uhr ZDF und DAZN) einigten sich die Chefs der Staatskanzleien der Bundesländer darauf, dass Zuschauer zunächst bis Ende Oktober auf Probe in allen Stadien zugelassen sein werden - wenn auch nur in begrenzter Anzahl. In einer sechswöchigen Testphase ist zunächst eine Auslastung von maximal 20 Prozent der jeweiligen Kapazität erlaubt. Ende Oktober soll die Lage neu bewertet werden. „Es soll eine Art Experiment werden, ein Probestart“, kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte zeigte sich angesichts der Einigung zur Fan-Rückkehr froh, dass die Länder sich jetzt rechtzeitig vor dem Saisonstart auf eine einheitliche Regelung verständigt haben. "Unterschiedliche Regelungen in Bremen oder Hamburg, in Dortmund oder München – das hätte niemand verstanden", betonte Bovenschulte. Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann zeigte sich zufrieden mit dem Beschluss. "Ich begrüße es sehr, dass wir uns jetzt auf ein bundesweit einheitliches Vorgehen mit klaren und transparenten Regeln verständigt haben. Dafür habe ich mich stark gemacht", so Kretschmann.

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Umsetzung der Fan-Rückkehr teilweise noch offen

Allerdings ist offen, ob alle Vereine die Freigabe wegen der Kurzfristigkeit noch umsetzen können. Immerhin vier Klubs hatten bereits zuvor von den zuständigen Gesundheitsämtern grünes Licht für einen Saisonstart vor Zuschauern erhalten. Für die Partien Werder Bremen gegen Hertha BSC und RB Leipzig gegen FSV Mainz 05 wurden jeweils 8500 Besucher zugelassen - in beiden Fällen entspricht das rund 20 Prozent des Stadion-Fassungsvermögens. Eintracht Frankfurt darf gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld von 6500 Fans unterstützt werden, der 1. FC Union Berlin erhielt für die Partie gegen den FC Augsburg die Freigabe für 5000 Personen im Stadion an der Alten Försterei.

Die lokalen Gesundheitsbehörden haben offenbar weiterhin das letzte Wort bei der Teilzulassung von Zuschauern. Dabei müsse das aktuelle regionale Pandemiegeschehen berücksichtigt werden. Maßgeblich seien dafür die Zahlen des Robert-Koch-Instituts. Liegt die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner am Austragungsort größer gleich 35 und ist das Infektionsgeschehen nicht klar eingrenzbar, erfolgt in der Regel keine Freigabe für die Fans.

Ministerpräsident Söder: Maskenpflicht mindestens bis zum Platz

Laut Söder müsse man nun einige Wochen lang beobachten, ob die einheitliche Regelung in der Praxis funktioniere. „Und dann werden wir sehen, ob man sich daran hält oder nicht.“ Klar sei: Es brauche eine Maskenpflicht zumindest bis zum Platz, es brauche Abstand und Hygienemaßnahmen. Und auch der Zugang in die Stadien müsse sauber geregelt werden. „Ich sage Ihnen ganz offen, ich hätte noch ein halbes Jahr ohne Zuschauer locker aushalten können“, sagte Söder. Er spüre aber „den tiefen Wunsch vieler Menschen danach“. Deswegen müsse man die Wünsche und die Sicherheitsinteressen in eine vernünftige Balance bringen.

BVB hat Dauerkartenbesitzer bereits informiert

Vizemeister Borussia Dortmund hat seine Dauerkarteninhaber bereits in einer E-Mail über die neue Entwicklung informiert. "Mehrere tausend Fans dürfen beim Saisonstart gegen Borussia Mönchengladbach im Signal Iduna Park live dabei sein", heißt es in der von Vereinspräsident Reinhard Rauball unterzeichneten Mitteilung. Der Klub betont, er sei kurzfristig in der Lage, die Stadiontore für Zuschauer zu öffnen und gleichzeitig alle Vorgaben zum Infektionsschutz einzuhalten. Die Eintrittskarten sollen beim BVB vorerst ausschließlich unter Dauerkarteninhabern verlost werden.