19. September 2020 / 19:53 Uhr

Fan-Rückkehr in der Bundesliga: Das sagen Fredi Bobic, Florian Kohfeldt und Co.

Fan-Rückkehr in der Bundesliga: Das sagen Fredi Bobic, Florian Kohfeldt und Co.

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Beim Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Arminia Bielefeld waren am Samstag 6500 Zuschauer zugelassen.
Beim Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Arminia Bielefeld waren am Samstag 6500 Zuschauer zugelassen. © imago images/Jan Huebner
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Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie durften am Wochenende in den meisten Stadien der Bundesliga wieder Fans ins Stadion. Die Verantwortlichen freuten sich über die Rückkehr der Anhänger.

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Anfeuerungen, Pfiffe und Applaus - und das nicht aus der Dose. Am ersten Spieltag der neuen Bundesliga-Saison durften erstmals seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie wieder Fans ins Stadion - und die Verantwortlichen freuten sich sehr darüber. "Ich bin gerade voller Spannung rausgekommen. 8500 Zuschauer hier kannte ich noch nicht, aber es ist wunderschön", sagte Werder-Trainer Florian Kohfeldt vor der 1:4-Niederlage gegen Hertha BSC.

"Es fühlt sich wieder nach richtigem Fußball an, es kommt eine Reaktion auf Spielsituationen. Gerade für uns in Bremen mit unseren Fans ist das ein riesiges Faustpfand, dass das im Einklang mit allen politischen Entscheidungen wieder möglich ist." Allerdings: Am Samstag wurde seine Mannschaft auch mit Pfiffen begleitet, da auch in der neuen Saison eine Pleite eingefahren wurde.

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Andere Verantwortlichen äußerten sich ähnlich erleichtert über das Comeback der Zuschauer - etwa Fredi Bobic, Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt. "Das war für uns alle ein tolles Erlebnis nach so langer Zeit. Du kommst ins Stadion, die Jungs gehen raus und du hörst Beifall. Das sind die Sachen, die uns guttun. Man sieht die Sehnsucht der Zuschauer, dass sie Fußball sehen wollen", sagte er nach dem 1:1 gegen Arminia Bielefeld vor 6500 Fans.

Union Berlin hatte dank der etwas lockereren Corona-Verordnung in Berlin 5000 Menschen beim 1:3 gegen den FC Augsburg in das rund 22.000 Zuschauer fassende Stadion An der Alten Försterei einlassen dürfen. "Das ist ein Anfang. Es war wichtig, dass wir den Anfang schaffen, da vorsichtig mit umgehen", sagte Klub-Präsident Dirk Zingler. Dennoch müssten alle weiter "darauf eingestellt sein, dass sich die Dinge permanent ändern", so der 56-Jährige.

Bis zu 20 Prozent der Stadionkapazität durften die 18 Klubs nach einem Beschluss der Bundesländer in dieser Woche wieder zulassen. Die meisten Zuschauer waren am Samstag im Dortmunder Stadion. 10.000 Fans sahen die Partie von Borussia Dortmund gegen Borussia Mönchengladbach. Doch nicht überall gab es Fans im Stadion beim Auftaktspiel der neuen Saison zwischen dem FC Bayern München und Schalke 04 am Freitagabend waren gar keine Zuschauer in der Allianz Arena anwesend, aufgrund steigender Infektionszahlen in München.

Wehrle kritisiert Entscheidung für Zuschauer-Ausschluss

Ebenfalls leer war das Stadion an diesem Samstag in Köln. Die Partie gegen die TSG Hoffenheim musste nach einer Entscheidung der Stadt Köln von Freitagabend ohne Fans stattfinden. Eigentlich hatten 9200 Zuschauer kommen sollen. Der Kölner Geschäftsführer Alexander Wehrle war darüber wenig begeistert. "Gestern Nachmittag hat die Behörde gesagt, das Spiel ist möglich. Um 20.15 Uhr hieß es, die Prognose geht eher Richtung 35, der Gesundheitsminister Laumann und die Oberbürgermeisterin Reker haben gesagt, dass das Spiel nicht stattfinden kann. Wir akzeptieren diese Entscheidung auch. Heute liegen wir bei 36,5 für. Wir müssen die Prozesse hinterfragen – und die Verhältnismäßigkeit. 20 km von hier entfernt ist ein Freizeitpark, da sind jetzt 10.000 Besucher unterwegs. Wir brauchen Planungssicherheit, sonst wird es schwierig", sagte er.