14. September 2020 / 13:30 Uhr

Fan-Rückkehr in die Stadien: Bundesregierung dringt auf einheitliche Linie

Fan-Rückkehr in die Stadien: Bundesregierung dringt auf einheitliche Linie

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Regierungssprecher Steffen Seibert (M.) hat sich stellvertretend für die Bundesregierung für eine einheitliche Regelung bei der Rückkehr von Fans in die Fußballstadien ausgesprochen.
Regierungssprecher Steffen Seibert (M.) hat sich stellvertretend für die Bundesregierung für eine einheitliche Regelung bei der Rückkehr von Fans in die Fußballstadien ausgesprochen. © imago images/dpa
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Die erste Runde des DFB-Pokals geriet hinsichtlich einer Rückkehr von Fans in die Fußball-Stadien zu einem Flickenteppich. Während vielerorts schon wieder tausende Zuschauer zugelassen waren, gab es in manchen Bundesländern weiterhin Geisterspiele. Die Bundesregierung wünscht sich deutschlandweit Einheitlichkeit. 

Die Bundesregierung setzt weiter auf eine bundesweit einheitliche Linie bei der Frage der Fanrückkehr in die Fußballstadien. Regierungssprecher Steffen Seibert verwies am Montag auf einen Beschluss von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder von Ende August. Dabei war die Einsetzung einer Arbeitsgruppe zum Thema vereinbart worden, die bis Ende Oktober Vorschläge vorlegen soll. „Der Auftrag der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin an die Arbeitsgruppe, der gilt weiterhin“, sagte Seibert.

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Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte, die Entscheidungen über die Zulassungen von Großveranstaltungen würden vor Ort getroffen. Er hätte sich sehr gewünscht, "dass wir bis Ende Oktober einen gemeinsamen Ansatz haben für den Start in die Bundesliga", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der wörtlich einen "Flickenteppich" kritisiert hatte.

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Auch ein Sprecher des für Sport zuständigen Bundesinnenministeriums sprach davon, dass ein bundeseinheitliches Vorgehen wünschenswert sei und die Hoffnung bestehe, dass man nun schnell zu einem entsprechenden Konzept kommen werde. Genauere Angaben zum Zeitplan machte der Sprecher nicht.

Teilweise gibt es bereits örtliche Zulassungen für Veranstaltungen mit Fans. So erhielt der RB Leipzig die Freigabe der Stadt, am kommenden Sonntag beim Bundesliga-Auftakt gegen den FSV Mainz 05 bis zu 8500 Zuschauer ins Stadion zu lassen. Der Bremer Senat erlaubte Werder Bremen, sein erstes Saison-Heimspiel am kommenden Samstag gegen Hertha BSC vor 8500 Zuschauern austragen zu dürfen. Auch Eintracht Frankfurt (6500 Besucher) und der 1. FC Union Berlin (5000) erhielten grünes Licht für eine Teil-Zulassung.

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