16. Januar 2022 / 06:48 Uhr

Fan-Skandal im Sevilla-Derby: Plastikstange trifft Spieler am Kopf – Pokal-Partie abgebrochen

Fan-Skandal im Sevilla-Derby: Plastikstange trifft Spieler am Kopf – Pokal-Partie abgebrochen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schiedsrichter Ricardo de Burgos Bengoetxea (rechts) verlässt mit der von der Tribüne geworfenen Plastikstange das Spielfeld. Die Spieler und Verantwortlichen vom FC Sevilla und Real Betis reagieren fassungslos.
Schiedsrichter Ricardo de Burgos Bengoetxea (rechts) verlässt mit der von der Tribüne geworfenen Plastikstange das Spielfeld. Die Spieler und Verantwortlichen vom FC Sevilla und Real Betis reagieren fassungslos. © IMAGO/ZUMA Wire (Montage)
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Unschöne Szenen im spanischen Pokal-Duell zwischen Betis Sevilla und dem FC Sevilla. Ein Zuschauer warf eine Plastikstange in Richtung Spielfeld. FC-Profi Joan Jordán wurde davon am Kopf getroffen und erlitt laut Klub-Angaben ein Schädel-Hirn-Trauma. 20 Minuten später wurde die Partie abgebrochen.

Das Achtelfinale im spanischen Pokal zwischen den Stadtrivalen Betis Sevilla und FC Sevilla ist am Samstagabend abgebrochen worden. Zuvor war Joan Jordán vom FC Sevilla von einer von der Tribüne geworfenen Plastikstange am Kopf getroffen worden. Jordán ging zu Boden und hielt sich den Kopf, stand aber schnell wieder auf. Er wurde vom Platz geführt, wenig später schickte der Schiedsrichter beide Mannschaften in die Kabine. 20 Minuten später wurde die Partie offiziell abgebrochen.

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Der Zwischenfall spielte sich ab, nachdem Betis in der 39. Minute durch Nabil Fekir zum 1:1-Ausgleich gekommen war. Papu Gómez hatte den FC Sevilla im Benito-Villamarín-Stadion kurz zuvor in Führung gebracht. Während das Spiel zunächst unterbrochen war, waren Polizeikräfte auf der Tribüne in dem Bereich des Stadions zu sehen, aus dem das Wurfgeschoss offenbar gekommen war. "Der RFEF verurteilt alle Gewalttaten auf dem Spielfeld", kommentierte der spanische Fußballverband die unschönen Szenen.

Wie der FC Sevilla noch am späten Samstagabend bekanntgab, musste Jordán aufgrund einer möglichen Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht werden. Die Ärzte stellten dort nach Klub-Angaben ein Schädel-Hirn-Trauma fest. "Der Spieler wird unter häuslicher Beobachtung gehalten, bis mindestens 24 Stunden ohne alarmierende Symptome verstrichen sind", teilt der FC Sevilla mit. Auch Gastgeber Betis bezog kurz nach dem Spielabbruch Stellung: "Real Betis verurteilt den Wurf des Gegenstandes auf das Schärfste. Der Klub arbeitet mit der nationalen Polizei zusammen, um den mutmaßlichen Täter zu identifizieren. Real Betis hatte immer die Absicht, das Spiel fortzusetzen und hofft, es so bald wie möglich abschließen zu können."