29. März 2021 / 18:56 Uhr

"Schlag ins Gesicht der Fans" - "ProFans" kritisiert geplante Reform der Europapokal-Wettbewerbe

"Schlag ins Gesicht der Fans" - "ProFans" kritisiert geplante Reform der Europapokal-Wettbewerbe

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Auch das Fan-Bündnis ProFans spricht sich gegen die geplanten Europapokal-Reformen aus.
Auch das Fan-Bündnis "ProFans" spricht sich gegen die geplanten Europapokal-Reformen aus. © IMAGO/ ULMER Pressebildagentur/Lingria/Fotostand (Montage)
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Die geplanten Reformen für Champions- und Europa League sorgen weiter für Diskussionen. Nachdem sich bereits die Fan-Initiative "Unser Fußball" gegen die Veränderungen der Wettbewerbe ausgesprochen hatte, zog "ProFans" nun nach.

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Auch die Initiative "ProFans" ist gegen eine Reform der europäischen Klubwettbewerbe ab 2024. Die beabsichtigten Änderungen seien "ein Schlag ins Gesicht der Fans - und zwar europaweit", hieß es in einer Mitteilung am Montag. Durch die Erhöhung der Zahl der Spieltage werde der Termindruck auf die nationalen Ligen weiter erhöht. "Die Folge wird sein, dass noch mehr Spiele fanunfreundliche Anstoßzeiten erhalten werden und dass es mehr englische Wochen geben wird", schrieb "ProFans". Zuvor hatte bereits die Fan-Initiative "Unser Fußball" die Reform abgelehnt.

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Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) will am Mittwoch die Veränderungen in der Champions League und Europa League ab 2024 beschließen. Die Königsklasse soll unter anderem von 32 auf 36 Mannschaften aufgestockt werden.

"ProFans": "Geldmaschinerie soll noch viel ertragreicher laufen als bisher"

"Mit einer nahezu verdoppelten Spielanzahl in der Champions League soll die Geldmaschinerie noch viel ertragreicher laufen als bisher", kritisierte "ProFans". Die äußerst ungleichmäßige Verteilung des Geldes werde zur Folge haben, dass sich einige wenige Vereine noch stärker abheben, die nationalen Ligen geschwächt und sportlich immer weniger Spannung erzeugt würden. "Der Aufstieg von Vereinen aus der zweiten Reihe in europäische Höhen wird nur noch mit der Abhängigkeit von massivem finanziellem Engagement fußballfremder Investoren zu erkaufen sein", schrieb die in Berlin ansässige Fan-Initiative.

"Alle sagen, wir vermissen so schmerzlich die Fans. Und dann wird etwas beschlossen, was völlig konträr zu dem steht, was die Fans sich wünschen", sagte Nicolai Mäurer von "ProFans".