22. Mai 2021 / 22:29 Uhr

Fans sorgen für Ärger: Mehrere Verletzte in Köln, Polizist in Rostock von Pyro getroffen, Wut in Bremen

Fans sorgen für Ärger: Mehrere Verletzte in Köln, Polizist in Rostock von Pyro getroffen, Wut in Bremen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
In Köln, Rostock und Bremen haben Fans für Ärger gesorgt.
In Köln, Rostock und Bremen haben Fans für Ärger gesorgt. © IMAGO/Nordphoto (2)/Lobeca/Montage
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Am Samstag haben die Anhänger gleich mehrerer Klubs für Ärger gesorgt. Am heftigsten waren die Ausschreitungen in Köln, wo sich bei Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Fans Beteiligte beider Lager verletzten. Im Rahmen des Aufstiegs von Hansa Rostock wurde ein Polizist verletzt. In Bremen mussten Fans laut Bericht der "Bild" daran gehindert werden, das Stadion zu stürmen.

Bei Ausschreitungen nach dem Bundesliga-Spiel des 1. FC Köln gegen den FC Schalke 04 (1:0) wurden am Samstag nach Angaben der Polizei mehrere Polizisten, Fans und ein Journalist verletzt. Wie die Polizei mitteilte, erlitten bei dem Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Fans Beteiligte beider Lager Platzwunden, Schnittverletzungen und Knalltraumata. Ein Mitarbeiter des WDR sei durch Schläge und Tritte von einem Angreifer verletzt worden, weitere Journalisten hätten von "gezielten Pöbeleien und Einschüchterungsversuchen" berichtet. Die Polizei setzte 24 Randalierer fest und brachte sieben von ihnen ins Polizeigewahrsam. Gegen sie alle werde nun wegen Landfriedensbruchs ermittelt.

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Nachdem vor dem Spiel beim Eintreffen der Kölner immer wieder Pyrotechnik und Knallkörper gezündet wurden, erteilte die Polizei bereits Platzverweise und leitete unter anderem Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz ein. Gegen Ende des Spiels zündete laut Mitteilung eine Gruppe von mehreren hundert Personen Pyrotechnik und schirmte sich gegenseitig mit ihren Körpern ab. Nachdem sie Hinweise, dies zu unterlassen und den Abstand einzuhalten, ignoriert hätten, habe die Polizei die Gruppe auf die nahe liegende Jahnwiese abgedrängt. "Mit Beginn der Räumung warfen Randalierer aus der Menge heraus mit Glasflaschen und Knallkörpern auf die Beamten", hieß es in der Mitteilung. Und weiter: "Die Auswertung der Videoaufnahmen und Zeugenaussagen hinsichtlich konkreter Tathandlungen dauert an."

Durch den Sieg gegen die Schalker, den ein Tor in der 86. Minute sicherte, retteten sich die als Tabellen-17. ins Spiel gegangenen Kölner in die Relegation. Die Partie war ohne Zuschauer ausgetragen worden.

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Polizist in Rostock von Pyro getroffen

Anders als das Drittliga-Spiel zwischen Hansa Rostock und dem VfB Lübeck (1:1), aus dem der Aufstieg der Gastgeber resultierte. Die Rostocker durften die Partie auf Grundlage von strengen Hygieneregeln vor 7500 Zuschauern im Ostseestadion bestreiten. Viele Fans vor und im Stadion trugen allerdings unter anderen keinen Mund-Nasen-Schutz. Am Rande des Spiels sind von der Polizei zahlreiche Zwischenfälle hauptsächlich durch Verwendung von Pyrotechnik registriert worden. So waren im Verlauf eines Fanmarsches mit bis zu 3000 Personen reichlich Feuerwerkskörper gezündet worden, wie die Polizei am Samstag berichtete.

Auch während des Spiels wurde vor dem Ostseestadion und auch auf dem von Fans genutzten benachbarten Leichtathletikstadion massiv Pyrotechnik verwendet. Nach der Partie drängten die Fans aus dem Leichtathletikstadion ins Stadion. Vereinzelt seien auch dabei Feuerwerkskörper in Richtung der Einsatzkräfte geworfen worden. Dabei sei ein Beamter am Auge verletzt worden. Die Partie wurde als Hochsicherheitsspiel eingestuft und von den Sicherheitsbehörden so angegangen, als wäre die Arena mit 30.000 Zuschauern ausverkauft.

In Bremen richtete sich die Wut der Fans gegen die Mannschaft, die durch eine 2:4-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach erstmals nach über 40 Jahren in die 2. Liga abstieg. Laut übereinstimmenden Medienberichten gab es vereinzelte Flaschenwürfe der Anhänger, die noch lange nach Abpfiff vor dem Weserstadion campierten. Die Wut der Fans richtete sich vor allem gegen die Bremen-Führung um Manager Frank Baumann und Aufsichtsratschef Marco Bode.