13. Januar 2022 / 10:28 Uhr

FAQ vor dem Start der Amateure in die Vorbereitung: Dürfen Ungeimpfte spielen?

FAQ vor dem Start der Amateure in die Vorbereitung: Dürfen Ungeimpfte spielen?

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Das reicht bei weitem nicht: Die FFP2-Maske ist auf dem Sportplatz ein ständiger Begleiter - auch mit Impfung.
Das reicht bei weitem nicht: Die FFP2-Maske ist auf dem Sportplatz ein ständiger Begleiter - auch mit Impfung. © IMAGO/Avanti
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Die Amateurfußballer stehen in den Startlöchern, wollen bald in die Vorbereitung starten. Stellt sich die Frage: Dürfen gegen das Coronavirus (noch) nicht geimpfte Kicker dann gegen den Ball treten? Der SPORTBUZZER beantwortet die wichtigsten Fragen.

Ist der Spuk nicht längst vorbei, wenn es wieder losgeht?

Davon ist nicht auszugehen. Bis zum 3. Februar befindet sich Niedersachsen noch in der Weihnachts- und Neujahrsruhe, sprich in der Corona-Warnstufe 3. Nur Geimpfte und Genesene dürfen die Sportanlage mit einem zusätzlichen negativen Corona-Test betreten. Geboosterte benötigen diesen nicht. Und angesichts der angespannten Corona-Lage ist auch im Fe­bru­ar keine Änderung in Sicht.

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Wann dürfen Ungeimpfte denn wieder Fußball spielen?

Das dürfte noch dauern. In der Warnstufe 1 reicht Ungeimpften ein negativer Corona-Test, in den Warnstufen 2 und 3 müssen sie zu Hause bleiben.

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Wie viele Erwachsene sind noch nicht geimpft?

48,6 Prozent der Niedersachsen haben sich bereits eine Auffrischungsimpfung abgeholt. Die Impfquote der vollständig Geimpften in der Altersklasse 18 bis 59 liegt laut Robert Koch-Institut bei 81,1 Prozent.


Wie viele Spieler und Spielerinnen sind noch nicht geimpft?

Das ist nur zu schätzen. In der Regel dürften es aber bis zu drei Personen pro Mannschaft sein.

Wer ist für die Kontrolle des Impfstatus zuständig?

Der Betreiber der Sportanlage, also in der Regel der Verein. muss sich über den Status seiner Mitglieder im Klaren sein. Allerdings werden diese auch nur stichprobenartig vom Ordnungsamt oder der Polizei kontrolliert.

Welche Strafen sind zu befürchten?

Ordnungswidrigkeiten können mit Geldbußen von bis zu 25 000 Euro geahndet werden.

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Ich bekomme Geld fürs Kicken – falle ich dann auch unter die 2G-Regelung?

Berufstätige Personen fallen unter die 3G-Regelung. „Ein Fußballspieler, der gegen monatliche Zahlung einer dreistelligen Summe in einem Verein abhängig beschäftigt wird, ist eine solche dienstleistende Person“, sagt eine Sprecherin des Sozialministeriums. Für alle Ehrenamtlichen wie Trainer, Betreuer und Helfer gilt also bei entsprechender Warnstufe die 2G-Regel.

Wie viele Spieler haben Vertragsspielerstatus und fallen als Arbeitnehmer nicht unter die 2G-Regelung?

In Niedersachsen gebe es in allen Altersklassen rund 270 000 Amateure, sagt der NFV. „Exakt 573 von ihnen haben derzeit einen Vertragsspielerstatus. Von diesen 573 Spielern kicken 65 in der Landesliga und darunter.“

Muss ein Verein Punktabzüge befürchten, wenn er ungeimpfte Spieler einsetzt?

Die Antwort des Niedersächsischen Fußball-Verbandes auf diese Frage ist kurz und knapp: „Nein.“ NFV-Sprecher Manfred Finger sagt zu möglichen Strafen: „Sportrechtlich gibt es hier aktuell keine Regelungen. Wenn es um die Bestrafung wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung geht, sind die kommunalen Behörden die zuständigen Stellen.“

Gelten diese Regelungen auch für Kinder und Jugendliche?

Ungeimpfte Sportler bis einschließlich 18 Jahren sind davon nicht betroffen – zumindest bis Anfang Februar nicht. Denn Niedersachsen plant noch in diesem Winter, die 2G-Regel auszuweiten. Unklar ist, ab welchem Alter dies greifen soll. Regierungssprecherin Anke Pörksen sagte am Dienstag, das Alter 16 sei durchaus eine Zahl, die in den Diskussionen eine Rolle spiele.

Warum ist ein lascher Umgang mit Ungeimpften im Sport fatal?

Weil sie nicht nur ihre, sondern auch die Gesundheit anderer aufs Spiel setzen. Eine Sprecherin des Sozialministeriums sagt dazu: „Langfristig kann die Öffnung im Sport nur gesichert werden, wenn sich so viele Menschen wie möglich impfen lassen.“