09. März 2022 / 12:55 Uhr

Fast alle Duelle verlegt: Aber Bezirksligist Hehlingen klettert auch ohne Spiel in der Tabelle

Fast alle Duelle verlegt: Aber Bezirksligist Hehlingen klettert auch ohne Spiel in der Tabelle

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Würde sein Team lieber auf dem Platz sehen: Artur Krause (l.), Trainer des TSV Hehlingen (r.).
Würde sein Team lieber auf dem Platz sehen: Artur Krause (l.), Trainer des TSV Hehlingen (r.). © Britta Schulze
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Der TSV Hehlingen absolviert eine kuriose Meisterrunde in der Fußball-Bezirksliga. Nur ein Spiel fand am ursprünglichen Termin statt, alle anderen wurden verlegt. Doch auch ohne eigenes Duell ist der TSV in der Lage, in der Tabelle zu klettern. Das bewies er am Sonntag.

Unfreiwillig spielfrei und doch einen Platz in der Tabelle nach oben geklettert: Der vergangene Spieltag in der Fußball-Bezirksliga hatte für den TSV Hehlingen trotz der Unbespielbarkeit des eigenen Platzes und der Absage des Duells mit Türk Gücü Helmstedt doch noch etwas Gutes. Und steht ein wenig stellvertretend für die kuriose Meisterrunde, die das Team von Trainer Artur Krause derzeit absolviert.

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Zur Regel sollen spielfreie Wochenenden für den TSV aber nicht werden. "Das wird in der Saison schwierig, wenn wir keine Punkte mehr holen können...", sagt Krause mit einem Schmunzeln. Der Sprung in der Tabelle ist aber am Ende auch nur logisch. Schließlich war Hehlingen mit Fallersleben vor dem Spieltag gleichauf, was Punkte und Torverhältnis anging, der VfB verlor aber mit 0:2 beim 1. FC Wolfsburg. "Wir hätten am Sonntag trotzdem lieber gespielt", sagt der TSV-Coach.

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Spiel-Rhythmus ist für Krauses Team derzeit ein Fremdwort. Fünf Spiele hätte es schon absolvieren können, zwei sind es aber nur geworden (mit Helmstedt die wenigsten der Liga). Und lediglich eines (0:0 beim FC Brome zum Auftakt) fand am ursprünglich angesetzten Termin statt. Sonst wurden alle Duelle verlegt, das beim 1. FC am 27. Februar (1:2) bereits nachgeholt. "Diesmal war unser Platz nicht bespielbar, dann gab's mal Corona-Fälle bei Gegnern...", fängt Krause an aufzuzählen. Verletzungen, Krankheiten, Pandemie, das Wetter: Die Gründe sind eben die, mit denen alle Teams im Amateur-Fußball zu kämpfen haben. So auch der TSV.

"Bei uns herrscht auch gerade Personalnot, schon gegen den 1. FC hat bei uns ein bunt gemischtes Team gespielt, nachdem wir zuvor noch lange verschont geblieben sind", sagt Hehlingens Trainer. "Und auch die Vorbereitung war schwierig, unser Platz war gesperrt, wir mussten auf den kleinen Nebenplatz ausweichen." Doch Krause weiß natürlich auch, dass andere Klubs ähnliche Probleme haben. "Wir müssen jetzt einfach damit umgehen."

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Deshalb geht der Blick nach vorn. "Wir hoffen, dass das Duell bei der SV Gifhorn am Sonntag angehen kann. Dann folgen einige englische Wochen - und wenn wir dann nicht im Rhythmus sind, dann weiß ich's auch nicht", bleibt Krause kämpferisch. Und er kann der Situation auch etwas Gutes abgewinnen: "Wir sind von unserer ursprünglichen Zielsetzung, oben mitzuspielen, zwar gerade weit weg, können aber ohne Druck junge Spieler bringen und sie an die Bezirksliga ranführen."

Und es ist Besserung in Sicht: "Die Verletzten kommen langsam zurück, auch Spieler, die Corona hatten." Doch besonders bei dem Virus ist Vorsicht geboten, betont Krause: "Es ist nicht so, dass man da einfach immer eine Woche krank ist und dann geht's wieder. Selbst junge Kerle, die geimpft sind, hatten da im Nachhinein ein paar Probleme."

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