05. Januar 2018 / 10:44 Uhr

(Fast) Alles ist gut bei Holstein Kiel II

(Fast) Alles ist gut bei Holstein Kiel II

Jan-Philipp Wottge
Kieler Nachrichten
Timo Barendt ist obenauf: Mit sieben Toren ist er treffsicherster Jungstorch.
Timo Barendt ist obenauf: Mit sieben Toren ist er treffsicherster Jungstorch. © Wottge
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Die Grundordnung im Team stimmt – Nur zwölf Gegentore sprechen für die Stabilität

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Holstein Kiel schwimmt auf der Erfolgswelle nicht nur in der Zweiten Fußball-Bundesliga sondern auch in der Oberliga. 34 Punkte – sogar einen mehr als die Zweitligaprofis – zieren das Konto der Jungstörche. Doch was in Liga zwei zu Herbstmeisterehren reicht, genügt drei Klassen tiefer „lediglich“ zu Platz zwei, weil Spitzenreiter Strand 08 sechs Zähler mehr einfuhr.

Alles gut, fast alles: Auf vier Worte ließe sich die erste Halbserie der KSV zusammenfassen. Betrachtet man alleine die Punkteausbeute, bewegt sich die Werner-Elf nahezu am Optimum. „Wir haben gerade zu Saisonbeginn einige Punkte geholt, die der Spielverlauf nicht immer hergegeben hat“, gesteht U23-Coach Ole Werner im Rückblick. Erneut wurde das Oberligateam vor dem Saisonstart einer Frischzellenkur unterzogen. Neun neue Spieler stießen zum U23-Kader, darunter acht Akteure aus dem letztjährigen U19-Bundesligateam, denen letztlich jede Erfahrung im Seniorenfußball fehlte. Schnell Fuß fassen lautete deswegen die Aufgabenstellung.

Gleich zum Auftakt gegen den SV Frisia 03 Risum-Lindholm wurde bei der 1:2-Niederlage jedoch mächtig Lehrgeld gezahlt. Ein Fehlstart konnte indes abgewendet werden, weil Holstein II sieben Spiele in Serie unbesiegt blieb. Mit Auswärtssiegen bei den Spitzenteams Strand 08 (2:1) und TSB Flensburg (3:0) setzten die KSV-Youngster erste Duftmarken. „Am Anfang war unsere Trainingsintensität gruselig, da haben wir schnell ein gutes Niveau erreicht“, erklärte Werner die Erfolgsbasis und ergänzte: „wir haben als gesamtes Team gut gegen den Ball gearbeitet. Zudem sind eigene Angriffe gut abgesichert gewesen.“ Holsteins Grundordnung stimmte. Zudem blieb die KSV von schwerwiegendem Verletzungspech verschont. Stützpfeiler waren die jungen, aber routinierten Kräfte Florian Foit, Tim Gürntke und Philipp Spohn. Lediglich zwölf Gegentore kassierte der Bundesligaunterbau – Bestwert der Oberliga.

Doch es gab und gibt auch Baustellen beim U23-Nachwuchs. „Uns mangelt es nach wie vor an Durchschlagskraft und Zielstrebigkeit gegen organisierte Gegner“, konstatiert der 29-jährige Werner und fügt als Paradebeispiel die 0:1-Heimniederlage gegen den Heider SV zum Jahresausklang an, als sein Team dem HSV keine Torchance gönnte, selbst aber Chancenwucher betrieb und letztlich den Platz als Verlierer verließ. Arbeiten, immer weiter arbeiten. „Wir haben eine lange Rückrundenvorbereitung, da werden wir auch am individuellen Zweikampfverhalten feilen“, blickt Werner voraus. Seine Spieler will er an Regionalliganiveau heranführen. Nicht ausgeschlossen, dass die KSV mit einer guten Rückrunde ans Tor zur selbigen klopft. „Wenn wir die Relegationsspiele erreichen, treten wir auch an“, verrät Werner und stellt in gleichem Atemzug klar, dass sich die Arbeits- und Herangehensweise in der Rückrunde nicht von der Hinrunde unterscheiden wird: „Wir brechen nichts über das Knie,“ geht Werner behutsam vor.

Holstein Kiel II in Zahlen

Tabellenplatz: 2 mit 34 Punkten und 33:12 Toren – Bilanz: Zehn Siege, vier Unentschieden, drei Niederlagen in 17 Spielen – Heimbilanz: 20 Punkte, Auswärts: 14 Punkte – Gelbe Karten: 27 – Rote Karte: Joel Gerezgiher (2. Spieltag bei Strand 08) – Bester Torschütze: Timo Barendt mit sieben Toren.

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