03. November 2019 / 21:26 Uhr

Fast k.o., dann retten Olimb und Machacek die Grizzlys Wolfsburg

Fast k.o., dann retten Olimb und Machacek die Grizzlys Wolfsburg

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto; Boris Baschin, Wolfsburg,Sport, Eishockey, Grizzlys Wolfsburg - Augsburger Panther, Spiel,
Kampfgeist belohnt: Die Grizzlys Wolfsburg (hier in Schwarz im Hinspiel) gewann mit 2:1 n. V. bei den Augsburger Panthern. © Boris Baschin
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Puh, das war eine schwere Geburt. Die Grizzlys Wolfsburg sahen am Sonntag wie der sichere Verlierer im Eishockey-Erstliga-Spiel bei den Augsburger Panthern aus. Dann entführten sie beim 2:1 (0:0, 0:0, 1:1) nach Verlängerung zwei Punkte. 

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Es war das Spiel zweier Mannschaften, die um die unteren Play-Off-Plätze ringen. Beide bewiesen, dass sie zu Recht im Keller stehen. Wolfsburg blieb ohne die als Schlüsselspieler geholten Ryan Button (verletzt) und Mike Sislo (Vertrag aufgelöst) erneut ein wenig zu harmlos, war am Ende aber zielstrebig und verdiente sich die zwei Punkte. Mathis Olimb und Spencer Machacek bogen die Partie für die Grizzlys noch um, die zwar auf Platz elf abrutschten, aber Kontakt zu Platz neun haben. Nach der Länderspielpause steht das nächste Spiel am Donnerstag (14. November) gegen die Düsseldorfer EG an.

Wolfsburg begann ganz schwach, war überhaupt nicht präsent. Brent Aubin (Foul hinter des Gegners Tor) handelte sich eine unnötige Strafe ein - doch genau das schien die Grizzlys zu wecken. Sie spielten die Unterzahl stabil, wurden danach ihrerseits gefährlicher. Zwar blieben die ganz großen Chancen auf beiden Seiten aus, doch die Gäste wurden immer druckvoller, begannen auch zu kombinieren. Und dann hatten sie die Riesenchance: Spencer Machacek fuhr in Augsburgs Aufbau - und ganz allein auf Keeper Olivier Roy zu, doch der hielt. "Er hat mich gut gelesen", ärgerte sich Wolfsburgs Angreifer vor der Kamera von MagentaTV.

Grizzlys Wolfsburg gegen München

Bildergalerie zum Spiel Grizzlys Wolfsburg gegen RB München Zur Galerie
Bildergalerie zum Spiel Grizzlys Wolfsburg gegen RB München © Tim Schulze
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Das zweite Drittel war eine Kopie des ersten. Wieder begann Augsburg stärker, ohne aber Chet Pickard im Wolfsburger Kasten vor große Herausforderungen zu stellen. Brenzlig wurde es ab der 27. Minute, als sich die Niedersachsen kaum befreien konnten. Einmal rettete Toto Rech gerade noch vorm einschussbereiten Mitch Callahan. Dann ging es wieder andersrum: Nach einem Panther-Fehlpass konnte Alexander Johansson freistehend drauf hämmern - und schoss genau auf Roy. Wenig später fuhr Rech im Slalom durch alle Mann durch die Mitte, wurde im letzten Moment noch am Abschluss gehindert. Und nach einer Strafe für Johansson hatten die Grizzlys einen Riesen-Konterchance, spielten sie wunderbar über Nick Jones und Brent Aubin, doch der letzte Abnehmer, Christoph Höhenleitner, scheiterte am glänzenden Roy, der danach noch einmal in einem Getümmel Glück hatte, dass nach Aubins Schuss die Wolfsburger vor dem Tor am Einschuss gehindert wurden.

Dicke Chancen nicht genutzt, die Quittung gab es früh im Schlussabschnitt. Einfacher Rückpass von Matt Fraser, prachtvoller Schuss von Scott Valentine - nichts zu halten, 1:0 für die Gastgeber. Nun wurde es schwierig für die Wolfsburger. Sie hatten aus ihren Kontern kein Kapital geschlagen. Und aus dem Spiel heraus wurde nur die Reihe mit Olimb, Rech und Aubin gefährlich. Doch sie blieb glücklos. Rech (45.) scheiterte an Roy. Wolfsburgs Bemühen danach war wenig überzeugend. Bis kurz vor Schluss. Da hatten die Wolfsburger dann endlich mal Glück. Oft genug hatten sie ohne Torwart versucht, Tore zu erzwingen, sich meist selbst eins oder mehrere gefangen. Am Sonntag dann trafen sie selbst. Olimb stocherte zum 1:1 rein. Wolfsburg geriet noch in Unterzahl, hielt das eineinhalb Minuten der Verlängerung durch und setzte dann noch einmal einen Konter - und diesmal saß er. nach Olimbs Steilpaß zog Machacek diesmal einfach flach ab. Sieg für die Grizzlys. "Sehr wichtig", sagte Olimb.

Augsburg: Roy - Valentine, Lamb; Haase, Tölzer; McNeill, Sezemsky, Rogl - Holzmann, Gill, Payerl; Trevelyan, Callahan, Fraser; Hafenrichter, Stieler, Schmölz - 41 Mayenschein, Ullmann, Sternheimer.

Grizzlys: Pickard – Jones, Bergman; Likens, Casto; Bittner, Adam – Machacek, Festerling, Nijenhuis; Furchner, Johansson, Fauser; Aubin, Olimb, Rech; Valentin, Latta, Höhenleitner.

Zuschauer: 4100. Schiedsrichter: Schukies/Bauer. Strafminuten: Augsburg 4, Wolfsburg 8.

Tore: 1:0 (43:50) Valentine (Fraser/Callahan), 1:1 (59:12) Olimb (Machacek/Aubin - 5:4/Extra-Angreifer), 1:2 (63:06) Machacek (Olimb/Aubin).

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