14. April 2021 / 08:12 Uhr

Fasten im Fußball: Für RB Leipzigs Ibrahima Konaté beginnt der Ramadan

Fasten im Fußball: Für RB Leipzigs Ibrahima Konaté beginnt der Ramadan

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Für Ibrahima Konaté hat ein ganz besonderer Monat begonnen.
Für Ibrahima Konaté hat ein ganz besonderer Monat begonnen. © Picture Point
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Gläubige Muslime verzichten im Fastenmonat Ramadan von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Doch wie machen das die Profisportler? RB Leipzigs Ibrahima Konaté ist muslimischen Glaubens und erklärt, wie er sich über Wasser hält.

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Leipzig. Von morgens bis abends nichts essen und nichts trinken. Für fitte, gläubige Muslime ist das nichts Neues. Am Montag hat der Fastenmonat Ramadan begonnen. Er dauert bis zum 12. Mai und fordert einen Monat lang Disziplin. Vom Fasten sind Kranke, Alte, Schwangere und Kinder ausgenommen. RB Leipzigs Verteidiger Ibrahima Konaté fällt in keine dieser Kategorien.

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Ausnahme an Spieltagen

Der 21-Jährige ist gläubiger Muslim und postete am ersten Tag des Fastenmonats bei Instagram den traditionellen Gruß „Ramadan Kareem“. „Ich faste zum Ramadan schon seitdem ich ein kleiner Junge bin. Das verlangt mir natürlich Vieles ab, den Tag über nichts zu essen oder zu trinken. Ich muss aber sagen, dass ich hier während aber vor allem auch nach der Fastenzeit sehr gut von unseren Köchen im Trainingszentrum versorgt werde.“

In den kommenden Tagen wird auch er tagsüber kein Essen und keine Getränke zu sich nehmen. Doch wie geht das, als Profifußballer, der ständig in Bewegung ist? „Ich komme während der Fastenzeit als Profi-Fußballer gut klar. An Spieltagen mache ich allerdings vom Fasten eine Ausnahme, damit ich mit 100 Prozent in das Match gehen kann“, sagt Konaté.

Einige Tricks im Ärmel

Das Fastenbrechen ist laut Zentralrat der Muslime für muslimische Profisportler durchaus erlaubt. Diese Ausnahme gelte für alle, die im Beruf körperlich extrem beansprucht werden. Die verpassten Tage könne man nachholen. "An den anderen Tagen halte ich mich aber voll an die Regeln des Ramadan“, sagt Konaté.

Einige Tricks hat der Verteidiger aber trotzdem noch im Ärmel: „In der Fastenzeit versuche ich, früh zu Bett zu gehen. Ich stehe dann nachts noch mal auf, esse und trinke etwas und gehe danach wieder zurück in mein Bett. Mit dieser Routine komme ich gut durch den Tag.“