13. Mai 2019 / 21:33 Uhr

Fauser und Fliegauf einig: Es wird schwer, ins Viertelfinale zu kommen

Fauser und Fliegauf einig: Es wird schwer, ins Viertelfinale zu kommen

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Fliegauf Fauser 
Das Viertelfinale im Blick, aber wissend, dass das schwer wird. Grizzlys-Manager Charly Fliegauf (l.) und Grizzlys-Nationalspieler Gerrit Fauser (r.). © dpa
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Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist gut in die Weltmeisterschaft gestartet, Wolfsburgs Nationalspieler Gerrit Fauser hat einen guten Eindruck gemacht. Doch der Weg ins ersehnte Viertelfinale wird schwer. Das sieht auch Grizzlys-Manager Charly Fliegauf so.

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Mit einem 3:1 gegen Aufsteiger Großbritannien und einem 2:1 gegen Angstgegner Dänemark hat Deutschland die ersten sechs Pflichtpunkte eingefahren. "Die Mannschaft hat ihre Hausaufgaben gemacht, aber wir müssen die Chancen besser ausnutzen", sagt Wolfsburgs Manager Charly Fliegauf, der das Turnier noch einige Tage vor Ort beobachten wird. "Die Chancenausnutzung muss besser werden." Seinen Wolfsburger Schützling Fauser fand er speziell im Dänemark-Spiel "sehr, sehr gut". Fauser meinte zu seiner Vorstellung im Block mit dem zukünftigen Mannheimer Lean Bergmann und Berlins Marcel Noebels: "Wir haben in Unterzahl viel Eiszeit, insgesamt waren wir gegen Dänemark sieben Mal in Unterzahl, wir haben da kein Gegentor bekommen. Das bringt Momentum. Ich denke, das Unterzahlspiel des gesamten Teams war ein Schlüssel zum Sieg. Bei Fünf gegen Fünf haben wir mit unserer Reihe auch Druck machen können."

DEB-Team
Zwei Siege aus zwei WM-Spielen konnte das DEB-Team in Kosice einfahren. Foto: Monika Skolimowska © Monika Skolimowska
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Fauser war sich aber auch mit dem Manager nach den ersten Spielen einig: "Wir hätten es vielleicht ein wenig besser lösen können, aber am Ende ist es nur wichtig zu punkten." Gegen Dänemark wurde Deutschland dabei die frühe Führung aberkannnt. "Ein schönes Tor", urteilte Fliegauf, "aber die IIHF-Regeln sind ein wenig anders", damit müsse man leben. Die angebliche Torhüterbehinderung war eher zu erahnen, als zu erkennen. Fauser sagte: "Auf dem Eis wirkte es für mich wie ein reguläres Tor. Solche Entscheidungen muss man akzeptieren, aber das war natürlich ein Dämpfer. Das hätte Dänemark früher die Luft genommen. Durch den Videobeweis war für uns das Momentum, das man durch einen Treffer kriegt, sowieso weg, wenn dann das Tor obendrein nicht zählt, kann das ein Killer sein. So gesehen haben wir gut gegengehalten, einfach weitergemacht und die 2:0-Führung erarbeitet."

Fauser: "Es ist immer noch sauschwer"

Zwei Spiele, sechs Punkte - was sind sie wert auf dem Weg ins Viertelfinale? Der Wolfsburger Profi gibt sich keinen Illusionen hin: "Es ist immer noch sauschwer. Über die Finnen, die Kanadier und die topbesetzten USA müssen wir nicht reden. Die Slowaken sind brutal gut. Und wir müssen erst einmal die Aufgabe gegen Frankreich lösen, die Punkte holen, die wir holen müssen, wenn wir die Chance aufs Viertelfinale bewahren wollen. Und das wird auch nicht leicht." Fliegauf analysiert: "Wir haben die zwingend notwendigen Arbeitssiege eingefahren, Frankreich wird auch nicht einfach, aber auch da muss ein Sieg her. Und dann kommt es ab Mittwoch darauf an. Die USA und Kanada sind traditionsgemäß zu Turnierbeginn leichter zu schlagen, die Finnen sind sehr gut. Wir haben eine schwere Gruppe, in der man auf dem Papier vielleicht am ehesten die Slowaken als schlagbar eingestuft hätte. Aber die treten sehr stark auf - und haben die stimmungsvolle Halle im Rücken."

Eishockey-Länderspiel in Wolfsburg: Die Bilder

Deutschland gegen Frankreich in Wolfsburg: Eröffnungsbully mit Wolfsburgs Oberbuergermeister Klaus Mohrs (links) und dem ehemaligen Grizzly-Spieler Tyler Haskins. Zur Galerie
Deutschland gegen Frankreich in Wolfsburg: Eröffnungsbully mit Wolfsburgs Oberbuergermeister Klaus Mohrs (links) und dem ehemaligen Grizzly-Spieler Tyler Haskins. ©

Vorher aber wartet Frankreich. Wohl schon gegen Frankreich am Dienstag, spätestens aber am Mittwoch gegen Gastgeber Slowakei (beide 20.15 Uhr/Sport1 und DAZN) soll Philipp Grubauer spielen. Der 27 Jahre alte Rosenheimer war erst am Sonntag nach dem Playoff-Aus mit Colorado nach beschwerlicher Anreise aus Denver in der Ostslowakei gelandet. «Der Schalter ist immer noch nicht umgelegt auf Sommermodus. Der ist immer noch auf Spielbetrieb», bekräftigte der Stanley-Cup-Sieger des Vorjahres nach seiner Ankunft. «Ich kann es kaum erwarten, wieder aufs Eis zu gehen.»

Am Dienstag wartet Frankreich

Frankreich - nichts anderes hat das DEB-Team im Kopf, konnte an einem freien Tag ein wenig abschalten. Fauser nutzte es zum Relaxen. Er schaute sich kein Spiel an. Vor dem Nachbarn haben beide Wolfsburger Respekt. Fauser: "Die Franzosen sind schnell, offensiv stark, wir werden Druck auf sie ausüben müssen, um sie defensiv zu Fehlern zu zwingen." Dass mit Anthony Rech ein zukünftiger Teamkamerad bei den Franzosen spielt, interessiert ihn nicht, denn: "Ich konzentriere mich ganz auf meinen Job im deutschen Team." Rech hat beim 2:7 gegen die USA getroffen, beim Punktgewinn gegen Dänemark einen Treffer vorbereitet und im Penaltyschießen getroffen, was aber bedeutungslos war, weil die Dänen es gewannen. Fliegauf: "Rech hat unterstrichen, dass er ein gefährlicher Spieler ist." Auch die Franzosen hatten am Montag frei, Fliegauf traf sich mit Rech, um mit ihm detaillierter über den Umzug zum neuen Klub von Angesicht zu Angesicht zu reden. Zuvor lief mit dem Ex-Schwenninger viel per Telefon. "Bei den Spielen der Klubs konnte es über ,Hallo' und 'Guten Tag' kaum hinausgehen", so Fliegauf.

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