21. Januar 2020 / 12:17 Uhr

TKH-Frauen vor Klassenerhalt - Männer müssen im Keller zittern 

TKH-Frauen vor Klassenerhalt - Männer müssen im Keller zittern 

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Kämpft mit ihrem Team um den Klassenerhalt: 
Charlotte Salzmann vom TK Hannover. 
Kämpft mit ihrem Team um den Klassenerhalt: Charlotte Salzmann vom TK Hannover.  © Florian Petrow
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Die Faustballerinnen des TK Hannover konnten gegen SV Moslesfehn sowie Stern Kaulsdorf einen wichtigen Doppelsieg einfahren. Damit dürfte das Team um Nationalspielerin Charlotte Salzmann den Klassenerhalt in der Bundesliga gesichert haben. Die TKH-Männer müssen hingegen noch zittern. 

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Es ist zwar kein existenziell wichtiger Doppelsieg gewesen für die Bundesliga-Frauen des TK Hannover. In der Halle des Sartre-Gymnasiums dürften die Faustballerinnen aber den Klassenerhalt gesichert haben. Sie schlugen den SV Moslesfehn mit 3:2 (11:8, 7:11, 11:9, 10:12, 11:7) sowie Stern Kaulsdorf mit 3:0 (11:6, 12:10, 11:5) und festigten Rang fünf. „Wir hoffen, dass es reicht. Da müsste bei den Verfolgern schon viel passen, dass sie uns noch überholen können“, sagte Nationalspielerin Charlotte Salzmann.

Gegen Moslesfehn vergab der Gast im vierten Satz eine Drei-Punkte-Führung. „Im fünften waren wir dann wieder sehr konzentriert“, lobte Salzmann. Kaulsdorf schien im zweiten Duell beeindruckt zu sein, mutmaßte die Weltmeisterin: „Die waren verunsichert, nur im zweiten Satz war es eng. Dann waren wir ganz ruhig, wollten den Sieg.“

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Daniel Koch spielt mit seinem Rugby-Team von Germania List in der ersten Bundesliga - und in der deutschen 7er-Nationalmannschaft. Der 23-Jährige spielt auf der Position des Verbinders und kam schon in den deutschen Jugend-Nationalmannschaften des Rugby zum Einsatz.  ©

TKH II nach zwei Niederlagen abgestiegen

Zweitligist TKH II indes steigt ab, der Tabellenletzte steckte zum Abschluss zwei klare 0:3-Niederlagen gegen den TV Brettorf III und Wardenburger TV ein. Zu schwierig war in dieser Spielzeit die personelle Lage. Stammkräfte fehlten verletzt oder waren beruflich stark eingespannt, das Team konnte nicht oft gemeinsam trainieren. Sonst wäre der Abstieg nach gutem Saisonstart wohl zu verhindern gewesen.

TKH-Männer rutschen auf den ersten Abstiegsplatz

Für die TKH-Männer wird es in der 1. Liga immer enger. Sie unterlagen beim TV Brettorf mit 1:5 (11:4, 5:11, 8:11, 3:11, 12:14, 5:11) und rutschten auf den ersten Abstiegsplatz ab. „Bei diesem Gegner mussten wir nicht gewinnen, und jeder Satzgewinn tut uns gut“, sagte Aaron Dumke. „Aber da war mehr drin.“ Ohne Hauptangreifer Christos Michalakis (verstauchter Daumen) begann das Team von Trainer Ole Hermanns gut. „Im zweiten Satz wechselte Brettorf aber den Ball, der war flummihafter. Und damit hatten wir Probleme, wurden unsicher, haben kleine Fehler gemacht“, berichtete Dumke.

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"Wenn wir das gewinnen, war es das dann im Grunde schon."

Drei Aufgaben hat das Team noch vor sich, darunter sind zwei lösbare. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen, dann sollte es reichen. Unser Satzverhältnis ist gut, das hilft uns“, so Dumke. Am nächsten Wochenende hat der TKH spielfrei. „Das wird uns guttun, wir können unsere Wunden lecken und uns dann noch einmal voll konzentrieren“, betonte Hermanns. Immerhin sind inzwischen auch Dumke (lädierte Schulter) und Sommer (Knie) angeschlagen. Alles läuft auf ein Endspiel am 2. Februar gegen Aufsteiger TS Brettorf hinaus. „Wenn wir das nicht gewinnen“, sagt Hermanns, „war es das dann im Grunde schon.“